Nordkatalonien
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Als Nordkatalonien (katal. Catalunya (del) Nord, frz. Catalogne du Nord) wird der Teil der historischen Landschaft Katalonien bezeichnet, der auf heutigem französischen Territorium liegt. Das Gebiet ist nahezu deckungsgleich mit dem heutigen französischen Département Pyrénées-Orientales; die Staatsgrenze zum zu Spanien gehörenden Kernland Kataloniens entspricht weitgehend dem Hauptkamm der Pyrenäen.
Die Grafschaft Rosselló war eine der historischen Katalanischen Grafschaften und Bestandteil der Spanischen Mark. Diese war von den Franken zum Schutz gegen die Mauren errichtet worden.
Nordkatalonien wurde 1137 Bestandteil des Katalanisch-Aragonischen Königreichs, der aus Aragonien und Katalonien gebildeten Staatsgemeinschaft. 1276 wurden die Grafschaften Rosselló und Cerdanya Bestandteil des unabhängigen Königreiches Mallorca, 1344 wurde Rosselló mit dem Ende Mallorcas und schließlich 1403 auch Cerdanya wieder in Aragonien eingegliedert.
Durch weitere dynastische Verbindungen sowie Eroberungen wurde sie im Hoch- und Spätmittelalter zur führenden Macht des westlichen Mittelmeerraumes. Ihr wirtschaftliches und kulturelles Zentrum war Katalonien, dessen Handelsflotte den westlichen Mittelmeerraum beherrschte.
Im Konflikt zwischen Spanien und Frankreich Mitte des 17. Jahrhunderts ergriff Katalonien Partei für Frankreich, saß jedoch dann beim Friedensschluss von 1659, dem Pyrenäenfrieden, zwischen allen Stühlen und wurde zweigeteilt: Die katalanischen Gebiete nördlich der Pyrenäen (Nordkatalonien) gingen an Frankreich verloren.

