Nordkurier

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Nordkurier
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Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Kurierverlags GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1991
Erscheinungsweise täglich Montag bis Sonnabend
Verkaufte Auflage
(IVW 1/2013, Mo–Sa)
84.017 Exemplare
Chefredakteur Lutz Schumacher (komm.)
Herausgeber Kurierverlags GmbH & Co. KG
Weblink nordkurier.de
ISSN 0232-1491
Nordkurier-Gebäude, Flurstraße 2, Neubrandenburg

Der Nordkurier ist eine regionale Tageszeitung für Mecklenburg-Vorpommern. Sie wird überwiegend in Ostmecklenburg, im südlichen Teil Vorpommerns sowie im Landkreis Uckermark im nördlichen Brandenburg vertrieben. Das traditionelle Verbreitungsgebiet ist weitestgehend identisch mit den Grenzen des ehemaligen Bezirks Neubrandenburg der DDR.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Hervorgegangen ist der Nordkurier aus der Zeitung Freie Erde, dem ehemaligen Organ der Bezirksleitung Neubrandenburg der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).

Die auf Usedom erscheinende Lokalausgabe wird unter dem abweichenden Titel Usedom Kurier herausgegeben. Sie steht in direkter Konkurrenz zur Usedom-Peene-Zeitung, der Lokalausgabe der dort erscheinenden Ostsee-Zeitung. Diese Situation entstand aus der Kreisgebietsreform 1994 durch die Zusammenlegung der Kreise Anklam (ehemals Bezirk Neubrandenburg, dadurch traditionelle Zeitung Freie Erde), Greifswald-Land und Wolgast (beide ehemals Bezirk Rostock mit dem Bezirksorgan Ostseezeitung). In Brandenburg heißt die Lokalausgabe Uckermark Kurier. Die verkaufte Auflage liegt bei 84.017 Exemplaren.[1]

Nach der Wende in der DDR 1989/1990 wurde zunächst in den alten Räumen weiter gearbeitet. Nachdem der damalige Finanzminister Theo Waigel am 30. September 1992 den Grundstein legte, bezog das durch die Treuhandanstalt privatisierte Unternehmen 1993/1994 ein neu errichtetes Druck- und Verlagshaus auf dem Neubrandenburger Datzeberg.

Produktion und Dienstleistungen [Bearbeiten]

Von April 2009 bis März 2013 produzierte der Nordkurier seinen Mantelteil nicht mehr selbst, diesen lieferte die mv:m Mantelredaktion GmbH mit Sitz in Schwerin.[2] Seit April 2013 erstellt der Nordkurier seinen Mantel wieder in Eigenregie und stockte dazu die Redaktion um 14 auf 120 Mitarbeiter auf. Hintergrund des neuen Konzepts war auch der Bau eines neuen Druckzentrums mit einer neuen Druckmaschine, was eine Umstellung des Zeitungsformats vom Rheinischen auf das Berliner Format bedeutete. Dadurch ließ das Layout des Kooperationspartners Schweriner Volkszeitung nicht mehr so einfach übernehmen. Zudem hätten „verschiedene redaktionelle Neuausrichtungen in andere publizistische Ansprüche als zu Beginn der Kooperation“ gemündet, hieß es aus Schwerin.[3]

Im Verlag des Nordkuriers erscheinen acht Ausgaben des Wochenblattes Anzeigenkurier mit einer Gesamtauflage von 321.000 Exemplaren wöchentlich.

Zudem ist der Nordkurier der wichtigste private Postdienstleister im äußersten Nordosten Deutschlands und bedient die Postleitzahlengebiete 16, 17 und 18. Im Dezember 2008 erwarb der Kurierverlag den Postdienstleister PIN Mail Stralsund und erweiterte damit sein Zustellnetz auf die Regionen Greifswald, Stralsund, Rügen und Fischland-Darß-Zingst. [4]

Die Verlagsgruppe beschäftigte 2009 mehr als 2500 Mitarbeiter. Gesellschafter des Blattes sind seit 1991 zu je einem Drittel die Kieler Nachrichten, die Schwäbische Zeitung und die Augsburger Allgemeine.

Der Nordkurier organisiert alljährlich das traditionelle Knabenturnier im Fußball.

Regionalteile [Bearbeiten]

Ausgabe Verkaufte Auflage[5]
Anklam (Vorpommern Kurier)
Usedom (Insel-Zeitung im Usedom Kurier)
8266
Demmin (Demminer Zeitung) 3860
Neubrandenburg (Neubrandenburger Zeitung)
Altentreptow (Treptower Tagblatt)
18.114
Neustrelitz (Strelitzer Zeitung) 8915
Pasewalk (Pasewalker Zeitung) 6411
Prenzlau (Prenzlauer Zeitung im Uckermark Kurier) 7574
Templin (Templiner Zeitung im Uckermark Kurier) 5316
Teterow (Mecklenburger Schweiz – Teterow)
Malchin (Mecklenburger Schweiz – Malchin)
9422
Ueckermünde (Haff-Zeitung) 6172
Waren (Müritz-Zeitung)
9967

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. laut IVW, erstes Quartal 2013, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  2. ddp, Nordkurier löst Mantel-Redaktion auf
  3. Lars Radau: „Der Querdenker von der Tankstelle“, in: journalist, 4/2013, S. 38ff
  4. Werben und Verkaufen, [1]
  5. IVW 1/2013, Mo–Sa ( Details auf ivw.eu)