Nordrhein-Westfalen
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| Land Nordrhein-Westfalen | |
| Näheres zur Flagge | |
| Näheres zum Wappen | |
| Sprache | Deutsch, Niederdeutsch[1] |
| Landeshauptstadt | Düsseldorf |
| Fläche | 34.085,27 km² |
| Einwohnerzahl | 17.996.621 (31. Dezember 2007) |
| Bevölkerungsdichte | 528 Einwohner pro km² |
| Arbeitslosenquote | 8,2 % (September 2008) |
| Gründung | 23. August 1946 |
| Schulden | 115 Mrd. € |
| ISO 3166-2 | DE-NW |
| Kontakt: | |
| Offizielle Webseite: | nrw.de |
| Politik: | |
| Ministerpräsident: | Dr. Jürgen Rüttgers (CDU) |
| Regierende Parteien: | Koalition aus CDU und FDP |
| Sitzverteilung im Landtag: | CDU 89 SPD 74 FDP 12 B'90/Grüne 11 |
| Letzte Wahl: | 22. Mai 2005 |
| Nächste Wahl: | 2010 |
| Parlamentarische Vertretung: | |
| Stimmen im Bundesrat: | 6 |
Nordrhein-Westfalen (Abkürzung: NRW, Ländercode: NW) ist ein Land im Westen der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt ist Düsseldorf.
Nordrhein-Westfalen grenzt im Norden und Nordosten an Niedersachsen, im Südosten an Hessen, im Süden an Rheinland-Pfalz, im Westen an Belgien und die Niederlande. Mit rund 18 Millionen Einwohnern ist Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste, flächenbezogen mit 34.080 km² das viertgrößte deutsche Land. Im dichtestbesiedelten Flächenland Europas leben über 20 Prozent der Bewohner Deutschlands. Die Region Rhein-Ruhr ist mit rund 10 Millionen Bewohnern eine der 30 größten Metropolregionen der Welt.
Das Land wurde 1946 von der britischen Besatzungsmacht aus den vormaligen preußischen Provinzen Westfalen und dem Nordteil der Rheinprovinz errichtet und 1947 um das Land Lippe erweitert. Seit 1949 ist Nordrhein-Westfalen ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Kulturell ist das Land kein homogener Raum, da die Bewohner der drei Landesteile Westfalen, Rheinland und Lippe ihre kulturelle Identität meist über die unterschiedliche Kultur und Geschichte des jeweiligen Landesteils definieren.
Das Ruhrgebiet war einst vom Kohlebergbau und durch die Montanindustrie geprägt und vollzog ab den 1960er Jahren einen bis heute andauernden Strukturwandel. Auch nach dem Niedergang dieser Industrien ist das Ruhrgebiet durch wichtige Schlüsselindustrien geprägt und eines der wirtschaftlichen Zentren Deutschlands. An der deutschen Wirtschaftsleistung hat das Land einen Anteil von rund 22 Prozent und ist in absoluten Zahlen das wirtschaftsstärkste Bundesland.
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Lage und Topographie
Nordrhein-Westfalen liegt im Westen der Bundesrepublik Deutschland. Der Norden ragt weit in die Norddeutsche Tiefebene hinein. Der nördlichste Punkt ist der NRW-Nordpunkt bei Rahden im Nordosten des Landes. Der Nordpunkt liegt nur 100 km südlich der Nordseeküste. Die tiefste natürliche Senke befindet sich im Kranenburger Orsteil Zyfflich mit 9,2 m ü. NN im Nordwesten des Landes. Der tiefste überirdische Punkt ist jedoch durch den Bergbau entstanden. Der Tagebau Hambach erreicht bei Niederzier eine Tiefe von 293 m unter NN. Dies ist zugleich die tiefste Senke Deutschlands. Etwa die Hälfte des Landes liegt in den relativ flachen Regionen des Westfälischen Tieflands bzw. des Rheinlandes. In der Tiefebene liegen einige wenige isolierte Höhenzüge, darunter die Hohe Mark, die Beckumer Berge, die Baumberge und die Stemmer Berge. Gen Süden sowie im Osten des Landes steigt das Terrain an. Dort hat das Land Anteil an den deutschen Mittelgebirgsregionen. Dazu zählen das Weserbergland mit Eggegebirge, Wiehengebirge, Wesergebirge und Teutoburger Wald im Osten, das Sauerland, das Bergische Land, das Siegerland und Siebengebirge im Süden, sowie die Eifel linksrheinisch im Südwesten des Landes. Das Rothaargebirge im Grenzbereich zu Hessen weist Erhebungen bis zu 800 m ü. NN auf. Der höchste unter diesen Bergen ist der Langenberg mit 843,2 m ü. NN, gefolgt vom Kahlen Asten (841,9 m ü. NN) sowie dem Clemensberg (839,2 m ü. NN).
Der planimetrisch festgestellte Mittelpunkt Nordrhein-Westfalens liegt im Süden Dortmund-Aplerbecks in der Aplerbecker Mark (51° 28′ N, 7° 33′ O). Der westlichste Punkt liegt bei Selfkant an der niederländischen Grenze, der östlichste bei Höxter an der Weser und der südlichste bei Hellenthal in der Eifel im Südwesten des Landes.[2] Die größte West-Ost Ausdehnung beträgt rund 235 km. Die größte Nord-Süd Ausdehnung beträgt rund 190 km. Die maximale Ausdehnung von Südwest bis Nordost beträgt rund 300 km. Die Gesamtfläche Nordrhein-Westfalens beträgt rund 34.000 km². Nordrhein-Westfalen ist damit das flächenmäßig viertgrößte Land der Bundesrepublik, repräsentiert damit etwa 8 Prozent der Fläche des Bundes und ist etwas größer als Belgien.
Siehe auch: Liste der Berge und Erhebungen in Nordrhein-Westfalen • Liste der Mittelgebirge in Nordrhein-Westfalen
[Bearbeiten] Angrenzende Gebiete
Nordrhein-Westfalen grenzt im Norden an Niedersachsen, im Osten an Hessen, im Süden an Rheinland-Pfalz, im Westen an die belgische Region Wallonien (inklusive dem Siedlungsgebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens) und an die niederländischen Provinzen Limburg, Gelderland und Overijssel. Die Grenzlänge zu Niedersachsen beträgt 583 km, zu den Niederlanden 387 km, zu Rheinland-Pfalz 307 km, zu Hessen 269 km und zu Belgien 99 km.[3]
[Bearbeiten] Aufteilung
Das Land lässt sich je nach verwendetem Konzept unterschiedlich gliedern. Besonders verbreitet ist eine Einteilung anhand mehrerer soziokultureller, historischer, naturräumlicher und landschaftlicher Bezüge. Demnach ist das Land Nordrhein-Westfalen zunächst in seine drei Landesteile Nordrhein (nördliches Rheinland, meist einfach als Rheinland bezeichnet), Westfalen und Lippe zu unterteilen, die 1946/1947 zum Land Nordrhein-Westfalen zusammengeschlossen wurden. Besonders zwischen Lippe und Westfalen auf der einen und dem Rheinland auf der anderen Seite bestehen deutliche historische und kulturelle Unterschiede. Der dritte Landesteil Lippe gehört ebenfalls zum westfälischen Kulturraum wird aber als ehemaliger deutscher Bundesstaat mit über 800-jähriger Selbstständigkeit meist als eigenständige Region und als eigener Landesteil angesehen. Eine grobe weitere Unterteilung könnte je nach gewählten Merkmalen so erfolgen:
- Rheinland
- Westfalen
- Lippe
- Lipper Land, die Region des ehem. Freistaates
Sonderregionen, die sich nicht in obiges Schema einordnen lassen sind im Wesentlichen:
- das Ruhrgebiet, gehört historisch und kulturell zum Rheinland und Westfalen. Aufgrund der wirtschaftlichen und soziokulturellen Eigenbezüge hat das Ruhrgebiet ein eigenes Regionalbewusstsein, ohne auf das rheinische oder westfälische Bewusstsein zu verzichten.
- Ostwestfalen-Lippe, landesteilübergreifende Verwaltungseinheit mit dem Regierungsbezirk Detmold, welcher im westfälischen Landesteil die Regionen Minden-Ravensberg und das Hochstift Paderborn sowie den Landesteil Lippe mit dem Lipper Land umfasst.
Siehe auch: Liste der Landschaften in Nordrhein-Westfalen • Liste der naturräumlichen Einheiten in Nordrhein-Westfalen
[Bearbeiten] Gewässer
Der Großteil des Landes liegt zwischen dem Rhein im Westen und der Weser im Osten, die beide zugleich die größten Flüsse des Landes darstellen. Der Rhein durchfließt Nordrhein-Westfalen auf einer Länge von rund 226 km von Süd nach Nord. Das Land hat Anteil am Mittelrhein, Niederrhein und Deltarhein im Grenzbereich zu den Niederlanden. Am Rhein liegen mit Köln, Düsseldorf und Duisburg drei der fünf größten Städte des Landes. Im Einzugsgebiet des Flusses liegen als wichtigste Nebenflüsse flussabwärts betrachtet die Sieg, Wupper, Erft, Ruhr, Emscher, Lippe. Die Ruhr leiht dem Ruhrgebiet ihren Namen. An ihren Ufern liegen die dichtest besiedelten Gegenden des Landes. Westlich des Rheins hat das Land auch Anteil am Einzugsgebiet der Maas. Die Weser durchfließt das Land von Süd nach Nord im äußersten Osten des Landes. Die Weser stellt teilweise den Grenzfluss zu Niedersachsen dar. Die Weser durchfließt das Land in zwei Abschnitten auf rund 116 km (41 und 75 km). In der Westfälischen Bucht stellt die Ems ein weiteres separates Flusssystem dar. Die Ems durchfließt das Land auf rund 156 km Länge in nordwestlicher Richtung. Westlich der Ems hat das Land im Norden außerdem Anteil am Teileinzugsgebiet der Ijssel/Alten Issel, das ebenfalls zum Einzugssystem des Rheins gehört. Das Land Nordrhein-Westfalen wird über die aufgezählten Fließgewässer also vollständig Richtung Nordsee entwässert.
In den bergigen Regionen im Süden Nordrhein-Westfalens befinden sich die meisten der Stillgewässer des Landes darunter rund 70 Talsperren. Damit besitzt Nordrhein-Westfalen mehr Talsperren als jedes andere Land. Zu den größten Talsperren zählen die Rurtalsperre, die Urfttalsperre, die Wahnbachtalsperre, der Sorpesee, die Möhnetalsperre, die Große Dhünntalsperre, sowie die Biggetalsperre. Insgesamt sind rund 1,8 Prozent der Landesfläche von Gewässern bedeckt.
Siehe auch: Liste der Flüsse in Nordrhein-Westfalen • Liste der Seen in Nordrhein-Westfalen • Wasserstraßen und Häfen
[Bearbeiten] Geologie und Böden
Nordrhein-Westfalen weist entsprechend seiner inhomogenen naturräumlichen Gliederung eine vielschichtige geologische Gestalt auf. Die südlichen und östlichen Landesteile wurden hauptsächlich durch gebirgsbildende Prozesse während des Paläozoikums und Mesozoikums gebildet. Im Norden und Westen ist die Topographie vor allem auf geologische Vorgänge während der letzten Eiszeiten zurückzuführen. Die Eifel, das Bergische Land, das Sauer- und Siegerland weisen die ältesten Gesteine auf: Sandstein, Grauwacke, Schiefer und Kalkstein treten gefaltet an der Erdoberfläche auf und bilden teilweise das Rheinische Schiefergebirge. Durch die unterschiedlich schnelle Verwitterung und die allmähliche Heraushebung während der letzten ca. 1 Mio. Jahre finden sich im Rothaargebirge die höchsten Berge des Landes. Nördlich der bergigen Region im Süden findet sich das rheinisch-westfälische Steinkohlenrevier mit Kohleflözen aus dem Oberkarbon. Bedeckt ist dieser Teil des Landes durch nach Norden immer mächtiger werdende Schichten jüngerer Sedimente. Nur im Südwesten des Reviers treten die kohleführenden Schichten zutage, so dass hier Tagebau möglich wird. Ostwestfalen-Lippe besteht geologisch aus Gesteinen des Mesozoikums (Trias, Jura, Kreide). Osning und Eggegebirge sind vielfach gefaltete und gebrochene Gebirgsformationen. Die Münsterländer Bucht besteht im Untergrund aus Gesteinen des Mesozoikums. Diese werden aber fast vollständig von quartären Lockergesteinen, insbesondere Kreideschichten, die östlich bis zur Paderborner Hochfläche reichen, überdeckt. Ausnahme sind kreidezeitliche Sedimente, die als Halterner Sande, Beckumer und Baumberger Sande aus der quartären Überdeckung der Kreidemulde herausragen. Die quartären Lockergesteine des Pleistozäns und Holozän reichen südwestlich bis in die Kölner Bucht und in das Niederrheinische Tiefland. Das Niederrheinische Tiefland senkt sich seit dem Tertiär schollenweise ab. Durch diese geomorphologische Aktivität zählt das Gebiet zu einer Erdbeben gefährdeten Region. Ebenfalls im Tertiär entstanden im südlichen Niederrhein Braunkohleflöze, die heute ausgebeutet werden. Im Quartär lagerte sich auch hier Lockergestein in Form von Erosionsschutt (Flussschotter) des Rheinischen Schiefergebirges ab. In der Eiszeit des Pleistozän wurden diese Schichte teils zu Endmoränen geformt, die bei Kleve und Krefeld sichtbar sind.[4]
Im südlichen Mittelgebirgsbereich kommen vorwiegend Braunerden vor. Die Niederrheinische Bucht ist vor allem von Parabraunerden bedeckt, in Gebieten mit hohem Grundwasserspiegel aber meist Gleye. Das Münsterland ist entweder sandig (Podsole) oder eher tonig (Pseudogleye). Im Eggegebirge finden sich nährstoffarme und flachgründige Böden. Hier haben sich am Rand der Westfälischen Bucht sowie in den Tälern des Weserberglandes in den Eiszeiten Lössschichten angelagert. Diese Börden sind besonders fruchtbar.[5]
[Bearbeiten] Flächennutzung
Nordrhein-Westfalen ist mit Abstand das dichtest besiedelte Flächenland der Bundesrepublik. Fast 20 Prozent der Fläche sind bebaut. Insbesondere das Ruhrgebiet und die Region Köln-Bonn sind weitgehend verstädtert. Bewaldet sind im Wesentlichen nur die Mittelgebirge im Süden und Osten des Landes. Die Waldfläche macht etwa ein Viertel der Landesfläche aus. Fast der gesamte Rest, insgesamt über 50 Prozent, werden landwirtschaftlich genutzt. In besonderer Weise sind die Regionen Niederrhein, die Westfälische Bucht und Minden-Ravensberg durch den Ackerbau geprägt. Im Bundesvergleich mit den Flächenländern der Bundesrepublik sind der Waldanteil sowie der Anteil landwirtschaftlicher Nutzfläche leicht unterdurchschnittlich. Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche ist der Spitzenwert unter allen Flächenländern.[6]
[Bearbeiten] Geophysik
Das mittlere Rheinland ist eines der bedeutendsten seismisch aktiven Gebiete in Mitteleuropa. Die Messstationen des Geologischen Diensts NRW zeichneten seit 1980 über 800 Erdbeben auf, die zumeist unterhalb der Wahrnehmungsschwelle des Menschen liegen. Im Bereich der Niederrheinischen Bucht verursachten aber immerhin rund 20 Beben nachweislich Schäden, zumeist Gebäudeschäden. Am 13. April 1992 ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 5,9 in der Nähe von Roermond. Es war das stärkste Beben in Mitteleuropa seit mehr als 250 Jahren.[7][8]
Neben natürlichen Erdbeben ereignen sich in Nordrhein-Westfalen durch den jahrhundertelangen Bergbau immer wieder menschenverursachte bergbaubedingte Erderschütterungen. Die Bergsenkungen verursachen Erdbeben bis zu einer Stärke von 2,8 auf der Richterskala, die meisten bleiben jedoch unterhalb der Wahrnehmungsschwelle.[9] Durch Gebirgsstürze entstehen zuweilen auch Krater (Tagesbrüche) beträchtlicher Ausmaße. Mithin senken sich durch den Bergbau große Gebiete des Ruhrgebiets. Dadurch werden kontinuierlich Gebäude und andere Infrastruktur im Ruhrgebiet beschädigt.[10][11] Auch nach dem anvisierten Ende des Steinkohlebergbaus werden die beschriebenen Bergsenkungen weiter auftreten.
Siehe auch: Erdbebengebiet Kölner Bucht und Ewigkeitskosten
[Bearbeiten] Klima
Nordrhein-Westfalen liegt vollständig in der gemäßigten Klimazone Mitteleuropas. Das Land liegt weiterhin größtenteils im Bereich des maritimen Klimabereich, das sich durch relativ milde Winter ausgezeichnet. Der Osten des Landes liegt bereits im Übergangsbereich zum kontinentalen Klima. Durch die uneinheitlichen Naturräume ergeben sich aber auch deutliche Unterschiede im regionalen Klima. Die mittlere Jahrestemperatur liegt je nach Höhenlage zwischen 4 °C und 9 °C. Das Münsterland und das Rheinland sind die wärmsten Regionen des Landes. Die geschützten südlichen Teile der Kölner Bucht um Bonn sowie, insbesondere durch Bodenversiegelung, Köln zählen zu den wärmsten Regionen Deutschlands. Hier treten besonders häufig Inversionswetterlagen auf. In der Kölner Bucht ist die vorherrschende Windvorzugsrichtung Richtung Nordwest. In den Höhenlagen des Sauerlandes ist die Vorzugswindrichtung uneinheitlich, aber eher Richtung Nord, Nordost. Im übrigen Land weht der Wind meist Richtung Nordost und bringt vom Atlantik regelmäßig und ganzjährig Niederschläge. Auch die Niederschläge gehen wie die Temperaturen mit der Höhenlage einher. Im Flachland beträgt die jährliche Niederschlagssumme etwa 700 bis 900 mm, im Bereich der Kölner Bucht auch darunter. Im Mittelgebirge steigt die jährliche Niederschlagsmenge auf bis zu 1300 mm, im Bereich des Teutoburger Waldes, des Eggegebirges und im Sauerland auf über 1400 mm.[12][13]
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Vorgeschichte einer gemeinsamen Verwaltung
Nordrhein-Westfalen wurde 1946 gegründet und hat als Land keinen historischen Vorgänger, dennoch waren die Gebiete von NRW in seiner Geschichte bereits vor 1946 teilweise und zeitweilig in gemeinsamen Gebieten zusammengefasst.
[Bearbeiten] Mittelalter und Frühe Neuzeit
Im Konflikt zwischen Kaiser Friedrich I. Barbarossa und Heinrich dem Löwen wurde 1180 dessen sächsisches Herzogtum geteilt und die Herzogswürde für Westfalen dem Erzbischof von Köln übertragen. Als im Rahmen der Reichsreform Maximilians I. die Reichsstände zu 1500 sechs, 1512 zehn Reichskreisen zusammengefasst wurden, war einer davon der Niederrheinisch-Westfälische Reichskreis. Über das Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens hinaus umfasste er den Westen des heutigen Niedersachsens und das belgische Fürstbistum Lüttich. Zählte die Freie Reichsstadt Köln noch zum Reichskreis, so war Kölns linksrheinisches Umland (Kurköln) und Bonn und auch das Herzogtum Westfalen (Sauerland) Teil des Kurrheinischen Reichskreises. Die Reichsstände des Gebietes waren zu einem großen Teil geistliche Gebiete und waren damit fest in der Hand von Adelsfamilien der jeweiligen Territorien (insb. die Stifte Münster, Paderborn), aber auch Osnabrück. Im Zuge der Reformation und der Konfessionalisierung auch Nordwestdeutschlands, entstand eine Zweiteilung: der Niederrhein und Teile Westfalens wurden bzw. blieben dauerhaft lutheranisch, Lippe wurde reformiert. Die Gegenreformation erreichte eine Verstärkung der römisch-katholischen Reichsstände des Gebietes. Insbesondere unter der Herrschaft von Clemens August von Bayern (1700–1761) konnten große Teile des heutigen Nordrhein-Westfalens "vereinigt" werden: Münster und Paderborn (1719) sowie Kurköln mit dem Herzogtum Westfalen (1723).[14] Clemens August zentralisierte von seinem Haupt- und Regierungssitz in Bonn aber die Verwaltung dieser Territorien nur teilweise. Die Personalunionen in den geistlichen Territorien wechselten. Häufig entschieden sich die Domkapitel bewusst gegen Personalunionen ihrer zukünftigen Fürstbischöfe. Dennoch boten eine nicht zu unterschätzende "nordrhein-westfälische" Kontinuität die katholischen Adelsfamilien, die sich gegenseitig in den Domkapiteln und Klöstern Positionen verschafften. Die brandenburgisch-preußischen Kurfürsten/Könige wiederum vereinheitlichten zwar die Verwaltung ihrer niederrheinisch-westfälischen Lande, dennoch genossen diese Territorien in Preußen auf Grund ihrer Situation als Exklave große Autonomie. Im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurden alle geistlichen und die meisten kleineren unter den weltlichen Territorien mediatisiert und größeren weltlichen Territorien zugeschlagen. Brandenburg-Preußen konnte nach Kleve, Ravensberg, Mark und Minden mit Münster und Paderborn wichtige Gebiete erwerben, um schließlich nach dem napoléonischen Zwischenspiel ganz Westfalen und das Rheinland zu beherrschen.
Siehe auch: Geschichte Westfalens
[Bearbeiten] Unter napoleonischem Einfluss
1806 wurden die rechtsrheinischen Teile des nordrheinischen ehem. Kurfürstentums Köln mit dem westfälischen ehem. Fürstbistum Münster unter Aufhebung einiger 1803 entstandener Zwergstaaten durch Kaiser Napoleon I. zum neuen Großherzogtum Berg (und Kleve) mit der Hauptstadt Düsseldorf (wieder) vereinigt. Dazu gehörten auch große Teile Westfalens, während das ebenfalls künstlich geschaffene Königreich Westphalen hauptsächlich außerhalb der namensgebenden Landschaft lag und weite hannoversche bzw. hessische Gefilde umfasste. Zum Großherzog von Berg wurde der Prinz und Marschall Joachim Murat erhoben. Dieses zweite „NRW“, das allerdings ohne das an Frankreich gefallene linke Rheinufer auskommen musste, entwickelte sich unter der Leitung kompetenter Minister und Beamter rechts-, wirtschafts- und gesellschaftspolitisch zu einem der fortschrittlichsten und modernsten deutschen Staaten. 1813 wurde das Großherzogtum von fremden Truppen besetzt, 1815 durch den Wiener Kongress völkerrechtlich als Staat aufgelöst und sein Territorium dem Königreich Preußen einverleibt. Düsseldorf verlor seine führende Rolle als Haupt- und Residenzstadt.
[Bearbeiten] Als Teil Preußens
→ Hauptartikel: Provinz Westfalen und Rheinprovinz
1815 wurde die seit 1806 bestehende staatliche Einheit von Nordrheinland und Westfalen jedoch nicht aufgelöst, sondern sie blieb nun unter dem Dach eines anderen, ebenfalls einzigen Staates, dem Königreich Preußen bestehen. Das Gebiet des heutigen Landes lag dabei in einer westlichen Randlage. Der so vergrößerte Einheitsstaat Preußen gliederte seine westdeutschen Gebiete neu in die Provinz Westfalen mit der „Provinzialhauptstadt“ Münster und die fusionierte Rheinprovinz (“Rheinland”) mit der „Provinzialhauptstadt“ Koblenz. Wenn der neue Oberstaat auch die jeweilige eigene Identität von erweitertem Rheinland und Westfalen tendenziell förderte, so handelte es sich staatsrechtlich bei den „Provinzen“ lediglich um unselbständige Regierungs- und Verwaltungsbezirke in demselben zentralen Einheitsstaat. Als dieser, der seit 1918 die Staatsform des republikanischen Freistaates hatte, 1945 unterging (förmlich 1947 aufgelöst), ging auch die längste Periode der Vereinigung von Nordrhein und Westfalen in einem einzigen Staat zu Ende; sie hatte von 1815 bis 1945, also 130 Jahre gedauert. 1946 bildeten sie einen gemeinsamen selbständigen Staat. Bei dieser Betrachtung bleibt lediglich der Landesteil Lippe außer acht, der vor 1946 über Jahrhunderte eigenständig war.
[Bearbeiten] Gründung des Landes
Hauptartikel: Gründung und Geschichte des politischen System Nordrhein-Westfalens
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Siegermächte uneins über das weitere Schicksal des Ruhrgebiets. Während Frankreich einen eigenständigen, politisch schwachen Staat oder ein internationalisiertes Gebiet favorisierte, sprach sich die sowjetische Seite für einen Viermächte-Status aus, vergleichbar mit Berlin. Letzteres wurde von den Briten, zu deren Besatzungszone die Region gehörte, entschieden abgelehnt, um den sowjetischen Einfluss nicht nach Westen auszudehnen. Die USA verhielten sich in dieser Frage offiziell neutral, unterstützten aber stillschweigend die Briten. Darüber hinaus befürwortete die britische Regierung eine Eingliederung des Ruhrgebiets in einen zukünftigen deutschen Staat, um eine Wiederholung der schweren Wirtschaftskrise und damit der Instabilität nach dem Ersten Weltkrieg zu vermeiden. Allerdings sollte sowohl die Wirtschaftsmacht als auch das potenziell sozialistische Proletariat des Industriereviers kompensiert werden. Aus diesem Grund entwickelten die Briten die Idee des Zusammenschlusses mit dem ländlich und katholisch geprägten Westfalen. Zudem sollte die Einbeziehung leistungsfähiger Agrarlandschaften die logistisch schwierige Aufgabe der Versorgung des dicht besiedelten Ruhrgebiets erleichtern. Das Projekt war von Anfang an umstritten, nicht zuletzt innerhalb Deutschlands, wo Politiker das wirtschaftliche und Bevölkerungs-Übergewicht des neuen Landes fürchteten. Zudem gab es kaum Gemeinsamkeiten der beiden Landesteile Nordrhein und Westfalen, abgesehen davon, dass beide rund 130 Jahre lang preußische Provinzen gewesen waren. Historisch stand Westfalen Niedersachsen und Nordrhein der zu Rheinland-Pfalz zugeschlagenen südlichen Hälfte des Rheinlandes näher. Am ehesten verwischten sich die Grenzen im Ruhrgebiet.
Seine rechtlichen Grundlagen erhielt Nordrhein-Westfalen mit der Verordnung Nr. 46 der britischen Militärregierung vom 23. August 1946 „Betreffend die Auflösung der Provinzen des ehemaligen Landes Preußen in der Britischen Zone und ihre Neubildung als selbständige Länder“.[15] Aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz und aus der Provinz Westfalen wurde das neue Land Nordrhein-Westfalen gebildet.
1947 musste das vormalige Land Lippe auf Betreiben der Briten seine Selbstständigkeit aufgeben. Seine Regierung entschied sich nach Verhandlungen mit beiden benachbarten Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (beide britische Verwaltungszone) für den Anschluss an Nordrhein-Westfalen. Am 21. Januar 1947 trat durch die britische Militärverordnung Nr. 77 die Vereinigung in Kraft und sollte durch eine Volksabstimmung in Lippe innerhalb von fünf Jahren bestätigt werden, was jedoch unterblieb. Am 5. November 1948 wurde mit Verabschiedung des „Gesetzes über die Vereinigung des Landes Lippe mit Nordrhein-Westfalen“ durch den nordrhein-westfälischen Landtag der Beitritt auch rechtsformal vollzogen.
Der besonderen wirtschafts- und rüstungspolitischen Bedeutung des Ruhrgebiets trug das am 29. April 1949 beschlossene Ruhrstatut Rechnung: Eine internationale Behörde sollte die Schwerindustrie der Region kontrollieren, politisch durfte Nordrhein-Westfalen sich der Bundesrepublik anschließen. Die Kontrollbehörde wurde allerdings kaum tätig. Produktionsbeschränkungen wurden nach kurzer Zeit wieder aufgehoben, um den wirtschaftlichen Wiederaufbau zu fördern. 1952 wurde die Behörde offiziell aufgelöst, so dass die Montanindustrie ungebremst produzieren konnte.
[Bearbeiten] Chronik
- 21. Juni 1946: Britisches Kabinett beschließt in Whitehall in London die Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen
- 17. Juli 1946: Auf einer Pressekonferenz beim Alliierten Kontrollrat in Berlin wird die Zusammenlegung des nördlichen Rheinlands mit Westfalen bekannt gegeben.
- 24. Juli 1946: Ernennung von Rudolf Amelunxen zum Ministerpräsidenten durch die britische Besatzungsbehörde
- 23. August 1946: Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen durch die Verordnung Nr. 46 der britischen Militärregierung
- 2. Oktober 1946: Konstituierende Sitzung des Landtags Nordrhein-Westfalen
- 21. Januar 1947: Verordnung Nr. 77 der britischen Militärverwaltung zur Eingliederung des Landes Lippe nach Nordrhein-Westfalen tritt vorläufig in Kraft.
- 20. April 1947: Erste Landtagswahl
- 5. November 1948: Der Landtag in Düsseldorf beschließt das „Gesetz über die Vereinigung des Landes Lippe-Detmold mit dem Land Nordrhein-Westfalen“, Gründung des Landesverbandes Lippe
- 23. Mai 1949: Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland tritt in Kraft. Nordrhein-Westfalen wird ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
- 10. Mai 1949: Der Parlamentarische Rat bestimmt Bonn zur vorläufigen Bundeshauptstadt.
- 18. Juni 1950: Annahme der Landesverfassung durch Volksentscheid
- 10. März 1953: Das Landesgesetz über die Landesfarben, -flagge und -wappen wird verabschiedet.
- 12. Mai 1953: Die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe werden gegründet.
- 11. Mai 1954: Die Gründung des Westdeutschen Rundfunks in Köln wird beschlossen.
- 30. Juni 1965: Die Landesregierung eröffnet die Ruhr-Universität in Bochum.
- 12. Dezember 1968: Die Landesregierung eröffnet die Universität Dortmund.
- 1. Juli 1969: Die erste Stufe der Neugliederung der Gemeinden und Kreise tritt in Kraft. Hierdurch wird zunächst die Zahl der Gemeinden im Land reduziert.
- 1. August 1971: Das Bildungsangebot in Nordrhein-Westfalen wird um 15 Fachhochschulen in Aachen, Bielefeld, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Hagen, Köln, Krefeld, Lemgo, Münster, Paderborn, Siegen und Wuppertal erweitert.
- 16. Mai 1972: Es folgen die Gesamthochschulen in Duisburg, Essen, Paderborn, Siegen und Wuppertal sowie 1975 die einzige deutsche FernUniversität in Hagen.
- 1. Januar 1975: Die zweite Stufe der Neugliederung der Gemeinden und Kreise tritt in Kraft. Hierdurch wird nochmals die Zahl der Gemeinden reduziert und alle Kreise im Lande werden neu geordnet.
- 17. Oktober 1994: Die neue Kreisordnung und die neue Gemeindeordnung treten in Kraft, nach der die kommunale Doppelspitze abgeschafft wird. Gleichzeitig wird die Direktwahl der Landräte und der Oberbürgermeister bzw. Bürgermeister eingeführt.
- 6. Juli 1999: Der Verfassungsgerichtshof des Landes Nordrhein-Westfalen erklärt die Fünf-Prozent-Hürde bei Kommunalwahlen für verfassungswidrig. Die Klausel wird daraufhin im Kommunalwahlgesetz gestrichen.
- 1. Januar 2003: Alle Gesamthochschulen werden in Universitäten überführt.
- 22. Mai 2005: Die SPD verliert bei der Wahl des 14. Landtages nach 25 Jahren den Status als stärkste Fraktion und wird nach 39-jähriger Regierung (seit 1995 mit den Grünen) von den Wählern in die Opposition geschickt. Die bisherige Opposition aus CDU und FDP tritt in Koalitionsverhandlungen ein.
- 22. Juni 2005: Knapp 39 Jahre nach dem Sturz von Franz Meyers durch ein konstruktives Misstrauensvotum am 8. Dezember 1966 wird mit Jürgen Rüttgers erstmals wieder ein CDU-Politiker zum Ministerpräsidenten gewählt
[Bearbeiten] Nordrhein-Westfalen-Tag
Bis 2006 feierte das Land seine runden Geburtstage mit Veranstaltungen in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Ab 2007 finden diese Nordrhein-Westfalen-Tage jährlich in wechselnden Städten des Landes statt. 2007 fand der NRW-Tag in Paderborn, 2008 in Wuppertal statt.
[Bearbeiten] Politik und Verwaltung
→ Hauptartikel: Politisches System Nordrhein-Westfalens
Nordrhein-Westfalen ist gemäß dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Gemäß seiner Verfassung ist das Land nach den Grundsätzen eines republikanischen, sozialen und demokratischen Rechtsstaats organisiert. Die Exekutive wird vom Ministerpräsidenten geleitet, die Legislative liegt beim Landtag. Die Landesverfassungsgerichtsbarkeit wird durch den Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen ausgeübt. Der Landtag wählt den Ministerpräsidenten.
[Bearbeiten] Landtag
→ Hauptartikel: Landtag Nordrhein-Westfalen
Der Landtag des Landes wird alle 5 Jahre von den Wahlberechtigten Nordrhein-Westfalen nach einem System der personalisierten Verhältniswahl gewählt, bei dem der Mehrheitswahlaspekt dominiert. Die letzte Landtagswahl im Jahre 2005 führte erstmals nach 39 Jahren wieder zu einer CDU-geführten Parlamentsmehrheit. Folgende Tabelle zeigt das amtliche Endergebnis der Landtagswahl vom 22. Mai 2005:
| Partei | Stimmen | Prozent | Sitze |
|---|---|---|---|
| CDU | 3.696.506 | 44,8 | 89 |
| SPD | 3.058.988 | 37,1 | 74 |
| Grüne | 509.293 | 6,2 | 12 |
| FDP | 508.266 | 6,2 | 12 |
| WASG | 181.988 | 2,2 | – |
| NPD | 73.969 | 0,9 | – |
| PDS | 72.989 | 0,9 | – |
| REP | 67.220 | 0,8 | – |
| Sonstige | 74.795 | 0,9 | – |
| Summe | 8.244.014 | 100,0 | 187 |
- Quelle: Innenministerium NRW[16]
Siehe auch: Landtagswahlergebnisse aus Nordrhein-Westfalen seit 1947
[Bearbeiten] Ministerpräsident
Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein Westfalen wird vom Landtag gewählt und steht der Exekutive des Landes vor. 2005 wurde Jürgen Rüttgers (CDU) durch die Landtagsabgeordneten der CDU und FDP zum Ministerpräsidenten gewählt. Rüttgers führt eine schwarz-gelbe Koalition. Neun Minister seines Kabinetts gehören der CDU an, zwei der FDP. Die Vorgänger Rüttgers waren:
- 1946–1947: Rudolf Amelunxen, Zentrum (ernannt)
- 1947–1956: Karl Arnold, CDU
- 1956–1958: Fritz Steinhoff, SPD
- 1958–1966: Franz Meyers, CDU
- 1966–1978: Heinz Kühn, SPD
- 1978–1998: Johannes Rau, SPD
- 1998–2002: Wolfgang Clement, SPD
- 2002–2005: Peer Steinbrück, SPD
[Bearbeiten] Landesverwaltung
Die Landesverwaltung gliedert sich in mehrere Ebenen:
- Oberste Landesbehörden: Landesministerien, Landesrechnungshof, Landesverfassungsgericht, etc.
- Landesoberbehörden: Landeskriminalamt, etc.
- Landesmittelbehörden: Regierungsbezirke
- Untere Landesbehörden
[Bearbeiten] Landesministerien
Die oberste Verwaltungsebene unmittelbar unter der Landesregierung bilden die 10 Landesministerien (Stand: Juni 2007). Die Leitung dieser Ministerien wird von einem Landesminister wahrgenommen, die zusammen mit dem Ministerpräsidenten die Landesregierung bilden.
- das Finanzministerium unter Helmut Linssen
- das Innenministerium unter Ingo Wolf
- das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie unter Andreas Pinkwart
- das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie unter Christa Thoben
- das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales unter Karl-Josef Laumann
- das Justizministerium unter Roswitha Müller-Piepenkötter
- das Ministerium für Schule und Weiterbildung unter Barbara Sommer
- das Ministerium für Bauen und Verkehr unter Oliver Wittke
- das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter Eckhard Uhlenberg
- das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration unter Armin Laschet
Dazu kommt der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten Andreas Krautscheid, der organisatorisch der Staatskanzlei zugeordnet ist.
[Bearbeiten] Bezirksregierungen
Auf der Ebene der staatlichen Mittelinstanz ist das Land in fünf Regierungsbezirke gegliedert:
- Arnsberg – Einwohner: 3.760.454 (31. Dezember 2005)
- Detmold – Einwohner: 2.069.758 (31. Dezember 2005)
- Düsseldorf – Einwohner: 5.226.648 (31. Dezember 2005)
- Köln – Einwohner: 4.378.622 (31. Dezember 2005)
- Münster – Einwohner: 2.622.623 (31. Dezember 2005)
Bei der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen gab es sechs Regierungsbezirke; mit Wirkung vom 1. August 1972 wurde der Regierungsbezirk Aachen in den Regierungsbezirk Köln eingegliedert. Am 1. April 1947 wurden die Verwaltungen des Regierungsbezirks Minden und des e
