Nordrhein-Westfalen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
NRW ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter NRW (Begriffsklärung) aufgeführt.
Land Nordrhein-Westfalen
Flagge Nordrhein-Westfalens
Berlin Bremen Bremen Hamburg Niedersachsen Bayern Saarland Schleswig-Holstein Brandenburg Sachsen Thüringen Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Schweiz Bodensee Österreich Luxemburg Frankreich Belgien Tschechien Polen Niederlande Dänemark Bornholm (zu Dänemark) Stettiner Haff Helgoland (zu Schleswig Holstein) Nordsee OstseeKarte
Über dieses Bild
Flagge
Wappen Nordrhein-Westfalens
Wappen
Sprache: Deutsch,[1] Niederdeutsch[2]
Landeshauptstadt: Düsseldorf
Fläche: 34.110,26 km²
Einwohnerzahl: 17,572 Mio. (31. Dezember 2013)[3]
Bevölkerungsdichte: 515 Einwohner pro km²
Arbeitslosenquote: 7,8 % (November 2014)[4]
Gründung: 23. August 1946
Staatsform: parlamentarische Republik, teilsouveräner Gliedstaat eines Bundesstaates
Schulden: 216,755 Mrd. EUR (31. Dezember 2012)[5]
ISO 3166-2: DE-NW
Website: www.nrw.de
Politik
Regierungschefin: Ministerpräsidentin
Hannelore Kraft (SPD)
Regierende Parteien: SPD und Grüne
Sitzverteilung im Landesparlament:
     
Von 236 Sitzen entfallen auf:
Letzte Wahl: 13. Mai 2012
Nächste Wahl: 2017
Bundesratsstimmgewicht: 6
North Rhine-Westphalia topographic map 01.jpg
Kreis Olpe Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke Bielefeld Hamm Landschaftsverband Westfalen-Lippe Landschaftsverband Rheinland Niederlande Belgien Rheinland-Pfalz Hessen NiedersachsenNordrhein-Westfalen, administrative divisions - de - colored (full featured - larger labels).jpg
Über dieses Bild

Nordrhein-Westfalen (Zum Anhören bitte klicken! [ˌnɔɐ̯tʁaɪ̯nvɛstˈfaːlən]a a niederdeutsch Noordrhien-Westfalen, Ländercode NW,[6] Abkürzung NRW[7]) ist ein Land im Westen der Bundesrepublik Deutschland. Die Landeshauptstadt ist Düsseldorf. Einwohnerreichste Stadt ist Köln.

Nordrhein-Westfalen grenzt im Norden und Nordosten an Niedersachsen, im Südosten an Hessen, im Süden an Rheinland-Pfalz sowie im Westen an Belgien und die Niederlande. Mit rund 17,6 Millionen Einwohnern ist Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste, flächenbezogen mit rund 34.100 km² das viertgrößte deutsche Land. 29 der 76 deutschen Großstädte liegen in seinem stark urbanisierten Gebiet. Der Ballungsraum Rhein-Ruhr im Zentrum des Landes ist mit rund zehn Millionen Bewohnern eine der 30 größten Metropolregionen der Welt und zentraler Teil eines europäischen Verdichtungsraumes.

Das Land wurde 1946 von der britischen Besatzungsmacht aus der preußischen Provinz Westfalen und dem Nordteil der ebenfalls preußischen Rheinprovinz (Nordrhein) errichtet und 1947 um das Land Lippe erweitert. Seit 1949 ist Nordrhein-Westfalen ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Kulturell ist es kein homogener Raum; besonders zwischen dem Landesteil Rheinland einerseits und den Landesteilen Westfalen und Lippe andererseits bestehen deutliche kulturelle Unterschiede.

Den nördlichen Teil des Ballungsraums Rhein-Ruhr bildet das Ruhrgebiet, dessen wirtschaftlicher Aufstieg auf der Industrialisierung und der Montanindustrie, insbesondere dem Kohlebergbau, basierte. Seit dem Niedergang dieser Industrien ab den 1960er Jahren vollzog sich im Rahmen einer postfordistischen und durch Globalisierung geprägten Weltwirtschaft ein bis heute andauernder Strukturwandel. Noch heute ist Nordrhein-Westfalen durch diverse Schlüsselindustrien geprägt und eines der wirtschaftlichen Zentren Deutschlands. Mit einem Anteil von rund 22 Prozent am deutschen Bruttoinlandsprodukt ist Nordrhein-Westfalen das Land mit der höchsten Wirtschaftsleistung.

Geographie[Bearbeiten]

Nordrhein-Westfalen liegt im Westen der Bundesrepublik Deutschland und grenzt im Uhrzeigersinn an Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Belgien und die Niederlande. Die Ausdehnung des Landes beträgt von Südwest bis Nordost rund 260 Kilometer. Der Norden des Landes liegt in der Norddeutschen Tiefebene und gliedert sich grob in die Westfälische Bucht, die von den Flüssen Lippe, Ems und Ruhr durchflossen wird, und das Niederrheinische Tiefland beidseitig des Rheins, der der größte Fluss des Landes (und zugleich Deutschlands) ist. Der tiefste Punkt liegt bei 9,2 m ü. NN im Nordwesten des Landes. Die restlichen Gebiete des Landes haben Anteil an den deutschen Mittelgebirgsregionen. Das Weserbergland an der oberen Weser prägt den Osten des Landes. Die Gebirge des Rheinischen Schiefergebirges nehmen den Süden ein. Das Rheinische Schiefergebirge gliedert sich grob in die linksrheinische Eifel im Südwesten und Bergisches Land sowie Sauerland östlich des Rheins. Der Langenberg im zum Sauerland zählenden Rothaargebirge ist mit 843,2 m ü. NN der höchste Berg des Landes. Der geographische Mittelpunkt des Landes liegt in Dortmund-Aplerbecker Mark; bei Selfkant liegt der westlichste Punkt Nordrhein-Westfalens und gleichzeitig Deutschlands.[8]

Das Klima Nordrhein-Westfalens weist relativ ausgeglichene Temperatur- und Niederschlagsgänge auf. Die mittleren Jahrestemperaturen betragen abhängig von der Höhenlage zwischen 5 °C und 10 °C. Die jährlichen Niederschläge liegen zwischen 600 im Tiefland und 1400 mm in den Mittelgebirgen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Besatzungsmacht Großbritannien gründete 1946 das Land Nordrhein-Westfalen kraft Besatzungsrechts aus dem Nordteil der preußischen Rheinprovinz (Provinz Nordrhein) sowie der ebenfalls preußischen Provinz Westfalen.[9] Nach der Eingliederung des jahrhundertelang selbstständigen Landes Lippe im Jahr 1947 war der heutige territoriale Zuschnitt erreicht.

Auf seinem Staatsgebiet ist Nordrhein-Westfalen in die Rechtsnachfolge des Freistaats Preußen[10] und des Landes Lippe[11][12] eingetreten. Im Gegensatz zu einigen anderen deutschen Ländern gab es für Nordrhein-Westfalen als Ganzes allerdings keinen stark identitätsstiftenden Vorgängerstaat. Bei der Staatsgründung Nordrhein-Westfalens stand somit auch nicht der Gedanke einer Zusammenführung homogener Gebiete, sondern der Wunsch der britischen Regierung im Vordergrund, das Ruhrgebiet und seine bedeutenden industriellen Ressourcen als Ganzes in ein Land einzubetten.

1949 gründete Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit anderen Ländern die Bundesrepublik Deutschland. Größte Herausforderungen in der Nachkriegszeit waren der Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes und der Aufbau eines demokratischen Staatswesens. Insbesondere als Folge des Niedergangs der Montanindustrie in Folge von Kohle- und Stahlkrisen sowie des Trends zur Tertiarisierung entwickelte sich die Gestaltung des notwendigen Strukturwandels zu einem zentralen Thema der Landespolitik.

Zwischen 1969 und 1975 kam es zu einer kommunalen Gebietsreform, wodurch die Anzahl der Kreisfreien Städte, Kreisangehörigen Gemeinden und Kreise verringert wurde. Die Anzahl der Regierungsbezirke wurde von 6 auf 5 Bezirke verringert. Der ehemalige Regierungsbezirk Aachen wurde mit dem Regierungsbezirk Köln zum neuen Regierungsbezirk Köln zusammengelegt.

Die nordrhein-westfälische Stadt Bonn war von 1949 bis 1990 Hauptstadt, noch bis 1999 Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland und beherbergt auch heute noch zahlreiche Bundesbehörden.

Politik und Verwaltung[Bearbeiten]

Nordrhein-Westfalen ist gemäß dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Gemäß seiner Verfassung ist das Land nach den Grundsätzen eines republikanischen, sozialen und demokratischen Rechtsstaats organisiert. Die Legislative liegt maßgeblich beim vom Wahlvolk für die Dauer von fünf Jahre gewählten Landtag. Elemente direkter Demokratie spielen in der Praxis kaum eine Rolle. Seit 2010 tragen SPD und B’90/Grüne die Landesregierung. Die Exekutive, welche parlamentsgebunden ist, wird vom Ministerpräsidenten geleitet – zurzeit Hannelore Kraft (SPD). Die Landesverwaltung ist der Landesregierung nachgeordnet. Die Bezirksregierungen für die Regierungsbezirke Düsseldorf, Köln, Münster, Detmold und Arnsberg sind eine mittlere Ebene der Landesverwaltung. Die Landesverfassungsgerichtsbarkeit liegt beim Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen. Aufgrund seiner Teilsouveränität kann Nordrhein-Westfalen als beschränktes staatliches Völkerrechtssubjekt auf bestimmten Gebieten völkerrechtliche Verträge abschließen. Über den Bundesrat wirkt das Land an der bundesstaatlichen Gesetzgebung und an Angelegenheiten der Europäischen Union mit. Bonn ist als Bundesstadt Sitz zahlreicher Einrichtungen des Bundes, außerdem Standort verschiedener Organisationen der Vereinten Nationen.

Die Städte und Gemeinden des Landes haben das Recht zur kommunalen Selbstverwaltung und übernehmen Aufgaben der Landesverwaltung im Auftrag des Landes oder im Wege der Organleihe. Auf kommunaler Ebene gliedert sich das Land Nordrhein-Westfalen in 30 Kreise und eine Städteregion. Die Kreise und die Städteregion umfassen 374 kreisangehörige (regionsangehörige) Gemeinden und Städte. Daneben bestehen in Nordrhein-Westfalen 23 kreisfreie Städte. Die Stadt Aachen ist sowohl kreisfrei als auch Teil der Städteregion Aachen. Insgesamt gliedert sich das Land damit in 396 Kommunen. Das Land hat 29 Großstädte. Besondere Bedeutung im kulturellen und sozialen Bereich sowie für weitere Aufgaben der Kommunalverwaltung haben die beiden Landschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen, sowie weitere Kommunalverbände wie etwa der Regionalverband Ruhr oder der Landesverband Lippe. Nachfolgend die Gliederung des Landes in Regierungsbezirke und zugehörige Kreise und kreisfreie Städte (kreisfreie Städte kursiv):

Regierungsbezirk Kreise, Städteregionen und kreisfreie Städte
Arnsberg Bochum, Dortmund, Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen, Hamm, Herne, Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, Olpe, Siegen-Wittgenstein, Soest, Unna
Detmold Bielefeld, Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke, Paderborn
Düsseldorf Duisburg, Düsseldorf, Essen, Kleve, Krefeld, Mettmann, Mönchengladbach, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Remscheid, Rhein-Kreis Neuss, Solingen, Viersen, Wesel, Wuppertal
Köln Aachen (Städteregion), Bonn, Düren, Euskirchen, Heinsberg, Köln, Leverkusen, Oberbergischer Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis
Münster Borken, Bottrop, Coesfeld, Gelsenkirchen, Münster, Recklinghausen, Steinfurt, Warendorf

Bevölkerung[Bearbeiten]

Demografie[Bearbeiten]

Die fünf einwohnerreichsten Städte[13]
Stadt Einwohner
31.12.2013
Bild
Köln 1.034.175 Köln Panorama.jpg
Düsseldorf 598.686 Nacht in Düsseldorf.jpg
Dortmund 575.944 Dortmund Panorama.jpg
Essen 569.884 A40-Ruhrschnellweg-Huttrop.jpg
Duisburg 486.855 Werhahnmuehle03.jpg
→ mehr
Bevölkerungsentwicklung von Nordrhein-Westfalen

Das Land Nordrhein-Westfalen hat 17.571.856 (Stand 31. Dezember 2013) Einwohner und ist damit das bevölkerungsreichste deutsche Land. Zugleich ist das Gebiet mit einer Bevölkerungsdichte von 515 Einwohnern pro km² unter den Flächenländern das mit Abstand am dichtesten besiedelte Land. Die Bevölkerung ist dabei jedoch recht ungleich verteilt. Eher dünn besiedelt sind Ostwestfalen-Lippe, das Münsterland, das Tecklenburger Land sowie die eher bergigen Regionen im Süden des Landes. Die Metropolregion Rhein-Ruhr ist mit rund zehn Millionen Einwohnern eine der am dichtesten besiedelten und bevölkerungsreichsten Regionen Europas. Folgende Tabelle zeigt die Bevölkerungsentwicklung des Landes.

Jahr Einwohner[14]
1930 11.407.000
1940 12.059.000
1950 12.926.000
1955 14.442.000
1960 15.694.000
1965 16.619.450
1970 17.033.651
Jahr Einwohner[14]
1975 17.129.200
1980 17.057.488
1985 16.674.001
1990 17.349.651
1995 17.893.045
2000 18.009.865
2001 18.052.092
Jahr Einwohner[14]
2002 18.076.355
2003 18.079.686
2004 18.075.352
2005 18.058.105
2006 18.028.745
2007 17.996.621
2008 17.933.064
Jahr Einwohner[14]
2009 17.872.763
2010 17.845.154
2011 17.841.956
2012 17.848.113
2013 17.571.856

2006 beträgt der Anteil der Über-65-Jährigen rund 19,7 Prozent (1950: 8,8 Prozent). Der Anteil der Unter-15-Jährigen beträgt 2006 noch 14,7 Prozent (1950: 22,6 Prozent).[15]

2006 gab es im Land rund 8,5 Millionen Haushalte. Die durchschnittliche Haushaltsgröße beträgt demnach 2,12 Personen. In 37 Prozent dieser Haushalte wohnt allerdings nur eine Person. Noch 1950 betrug die durchschnittliche Haushaltsgröße über 3 Personen. Der Anteil der Einpersonenhaushalte betrug 1950 nur 16,9 Prozent.[16] Der Anteil der Alleinstehenden ist noch höher als der Anteil der Einpersonenhaushalte. 2006 waren rund 39 Prozent der Bevölkerung alleinstehend. In einer „klassischen“ Paarbeziehung mit Kindern leben nur rund ein Viertel der Nordrhein-Westfalen.[17]

2006 hatte Nordrhein-Westfalen mit 1,36 Kindern je Frau die dritthöchste Fertilitätsrate unter den Ländern Deutschlands. 2007 stieg dieser Wert auf 1,39. Jedoch gibt es starke regionale Unterschiede. Vergleichsweise hohe Werte von über 1,5 finden sich im Norden und Osten des Landes. Den Spitzenplatz nimmt der Kreis Lippe mit 1,61 (2007) ein. Niedrige Werte finden sich im Ruhrgebiet, z. B. Bochum mit 1,15 oder Dortmund mit 1,33. Den höchsten Wert im Ruhrgebiet hat Duisburg mit 1,45. Remscheid ist die kreisfreie Stadt in Nordrhein-Westfalen mit der höchsten Fertilitätsrate, 1,56. Sehr niedrige Werte weisen die Landeshauptstadt Düsseldorf mit 1,29 und die bevölkerungsreichste Stadt Köln mit 1,26 auf.[18]

2006 betrug der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund 22,6 Prozent.[19] Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung betrug am 31. Dezember 2006 10,6 Prozent[20] Die größten Gruppen sind Türken (580 Tausend Einwohner), Italiener (128), Polen (102) und Griechen (93).[21]

Bevölkerungsprognose[Bearbeiten]

Verschiedenen Prognosen zufolge wird die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens in den kommenden Jahrzehnten deutlich schrumpfen. Die Bevölkerungsvorausberechnung der Statistikbehörde des Landes sagt eine Gesamtbevölkerung von nur noch 16,16 Millionen für das Jahr 2050 voraus. Der Anteil der Über-65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung wird der Prognose nach bis 2050 auf fast 30 Prozent steigen.[22] Das Statistische Bundesamt Deutschland (DESTATIS) prognostiziert für NRW einen Bevölkerungsrückgang von etwa einer Million Menschen alle 20 Jahre.[23] Die Bertelsmann Stiftung hat im Jahr 2011 die Prognose „Wegweiser Kommune“ veröffentlicht. Bis 2030 wird ein Bevölkerungsrückgang um ca. eine Million Einwohner prognostiziert.[24] Die Ergebnisse dieser Prognosen fassen folgende Tabellen zusammen:

Prognose 2011 (Destatis)[23]
Datum Einwohner
31. Dezember 2010 17.818.000
31. Dezember 2015 17.596.000
31. Dezember 2020 17.364.000
31. Dezember 2025 17.112.000
31. Dezember 2030 16.832.000
31. Dezember 2035 16.510.000
31. Dezember 2040 16.136.000
31. Dezember 2045 15.702.000
31. Dezember 2050 15.219.000
31. Dezember 2055 14.716.000
31. Dezember 2060 14.230.000
Prognose 2011
(Wegweiser Kommune)
Datum Einwohner
31. Dezember 2009 17.860.460
31. Dezember 2015 17.659.710
31. Dezember 2020 17.445.490
31. Dezember 2025 17.196.820
31. Dezember 2030 16.907.040

Quelle: Bertelsmann Stiftung

Identifikation und kulturelle Identität[Bearbeiten]

Der Karneval verkörpert ein Bild rheinischer Lebensfreude. Im 19. Jahrhundert stand seine Entwicklung in engem Zusammenhang mit der demokratischen Bewegung und der Kritik an der preußischen Obrigkeit.[25] Die Narrenzahl Elf, auf die der Beginn der Karnevalssession am 11. November sowie der karnevalistische Elferrat sich beziehen, wird seit dem 19. Jahrhundert als ein Akronym der politischen Parole Egalité, Liberté, Fraternité“ – „Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit“ gedeutet.[26][27]
Der Kölner Dom ist das größte Kirchengebäude und eine der größten Touristenattraktionen Nordrhein-Westfalens.
Preußische Defensionskaserne Minden: In den Preußen-Museen Minden und Wesel pflegt Nordrhein-Westfalen, der größte Nachfolgestaat Preußens, seine preußische Geschichts- und Erinnerungskultur und damit die preußischen Aspekte seiner kulturellen Identität.

Nordrhein-Westfalen wird als ein „Bindestrich-Land“ bezeichnet, weil es unter dem maßgeblichen Einfluss der Besatzungsmacht Großbritannien in den Jahren 1946 und 1947 aus drei historisch unterschiedlichen Landesteilen gebildet wurde und seither noch keine besonders starke Identifikation mit dem Land entstanden ist.[28] Kulturelle Überlegungen traten bei der Staatsgründung hinter wirtschaftlichen Überlegungen, das Ruhrgebiet[A 1] als Ganzes einzubetten, zurück. Wirtschaftlich waren die Räume des Landes bereits früh, teilweise eng, miteinander verflochten.

Die Bewohner der drei Landesteile Westfalen, Lippe und Rheinland haben seit 1946 durchaus eine gewisse Identifikation mit dem Land entwickelt. Besonders seit den 1980er Jahren war ein Durchbruch zu einer deutlichen Landesidentität zu beobachten.[29][30] Allerdings tritt dieses Bewusstsein häufig noch gegenüber dem Bewusstsein einer Zugehörigkeit zu einem Landesteil Nordrhein-Westfalens zurück. Trennend wirken vor allem die historischen, kulturellen und sprachlichen Unterschiede zwischen dem Rheinland und Westfalen-Lippe. Große Teile von Westfalen-Lippe, vor allem im Norden und Osten, fühlen sich kulturräumlich und historisch den angrenzenden Regionen Niedersachsens verbunden.[A 2] Aber auch innerhalb der anderen Regionen Nordrhein-Westfalens sind weitere ausgeprägte Regionalidentitäten vorhanden, die sich oftmals auf die in Mittelalter und Neuzeit gebildeten Territorien, ihre Herrscherhäuser und die damit einhergehenden konfessionellen Bindungen zurückführen lassen. Die heute 568,9 km[31] lange rheinisch-westfälische Binnengrenze zwischen den ehemaligen preußischen Provinzen innerhalb des heutigen Landes wird über die preußische Zeit hinweg als uralte Kulturgrenze angesehen, die sich bis auf die fränkisch-sächsische Stammesgrenze des 8. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt. Das für so ein kleines Gebiet bemerkenswert ausgeprägte Regionalbewusstsein der Lipper speist sich vor allem aus seiner langen Eigenständigkeit, denn kulturräumlich ist das Lipperland kaum vom restlichen Westfalen, insbesondere dem angrenzenden Minden-Ravensberg abzugrenzen. Die Identität der Rheinländer greift in ihrem Vorstellungsraum ebenfalls über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus und bezieht sich entlang des Rheins meist auf einen historischen Kulturraum, der in etwa der ehemaligen Rheinprovinz entspricht, also auch Teile des heutigen Rheinland-Pfalz und Randgebiete Ostbelgiens einbezieht (→ Rheinlande). Kennzeichnend für das Selbstbild der Rheinländer ist ferner ihr Bewusstsein für die Verflechtung mit und die Nachbarschaft zu Westeuropa.[32][33] Im 19. Jahrhundert pflegten viele Bewohner des späteren Nordrhein-Westfalen als „Musspreußen“ weitgehend ein eher distanziertes Verhältnis zu Preußen. Die Kluft vergrößerte sich für viele durch das Scheitern der Märzrevolution und durch den Kulturkampf, die repressiven Maßnahmen gegen die Bindung vieler Rheinländer und Westfalen an die römisch-katholische Kirche und an den Ultramontanismus. Dadurch begünstigte der im „fernen Berlin“ zentral gesteuerte Staat die rheinische und westfälische Identitätsentwicklung. Großen Einfluss hatte ferner, dass Preußen die Rheinländer, die bis dahin auf verschiedene Herrschaftsgebiete verteilt gewesen waren, nicht nur in der Rheinprovinz vereinigte, sondern auch die für das rheinische Selbstbild prägende Rheinromantik förderte, vor allem im Bereich Mittelrhein.[34][35] Entsprechendes lässt sich über die Westfalen sagen, die ebenfalls im 19. Jahrhundert durch Preußen in der Provinz Westfalen vereinigt wurden.

Bei den Landesbewohnern mit ausländischer Migrationsgeschichte, deren Anteil gerade in den verstädterten und industrialisierten Regionen nicht gering ist, kommt als identitätsbildender Faktor zur Geltung, dass ihre Kultur und Identität durch die Lebenswelt ihrer unterschiedlichen Herkunftskulturen mitgeprägt wird,[36] etwa bei sogenannten Ruhrpolen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Türkeistämmigen und ihren Nachfahren. Nicht gering ist zudem der Anteil jener Landesbewohner, die aus anderen Bundesländern oder als sogenannte Heimatvertriebene zugezogen sind und so eine in anderen deutschen oder vormals deutschen Landstrichen vorgeprägte Identität „mitgebracht“ haben. Das Merkmal der Mischung und Aufnahme verschiedener Menschen, Kulturen und Traditionen im Rheinland hatte den Schriftsteller Carl Zuckmayer 1946 – also schon lange vor der Arbeitsmigration der sogenannten Gastarbeiter – zu seiner Metapher vom Rhein als der „Völkermühle Europas“ geführt.[A 3]

Die alten Gegensätze zwischen den Landesteilen verblassen nur langsam. Die beiden Landschaftsverbände für Westfalen-Lippe und das Rheinland sind mit der regionalen Kulturpflege beauftragt und institutionalisieren gewissermaßen so die kulturräumliche Trennung des Landes. Mit Ostwestfalen-Lippe und insbesondere dem industriekulturell geprägten Ruhrgebiet sind aber mittlerweile auch landesteilübergreifende und neue identitätsstiftende Regionen entstanden. Durch den Prozess der europäischen Integration hat sich außerdem als eine weitere Identitätsebene – oberhalb des vorherrschenden Selbstbildes der Nordrhein-Westfalen als Deutsche – eine europäische Identität stärker ausgeprägt.

Über 60 Jahre nach der Gründung Nordrhein-Westfalens ist insgesamt festzustellen, dass das Landesbewusstsein, gefördert durch Veröffentlichungen, Veranstaltungen, Auszeichnungen, Hoheitszeichen und Staatssymbole, Museen mit landesspezifischen Themen, den Bau und die Präsenz repräsentativer staatlicher Gebäude sowie durch Institutionen wie z. B. den Westdeutschen Rundfunk, sich entwickelt und dass die Identität der Landesbewohner sich räumlich zunehmend an den Landesgrenzen orientiert. In unterschiedlicher Weise und Intensität haben die jeweiligen Ministerpräsidenten und Landesregierungen die nordrhein-westfälische Identität der Landesbewohner zu fördern und zu nutzen versucht, etwa Franz Meyers,[37] Johannes Rau und Jürgen Rüttgers. Von einem besonders starken allgemeinen Landesbewusstsein ist gleichwohl noch nicht zu sprechen.[38][39]

Siehe auch: Lied für NRW

Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften[Bearbeiten]

Der Aachener Dom ist die Kathedrale des Bistums Aachen und bedeutendes Beispiel der karolingischen Renaissance.

Größte religiöse Gruppe sind die römisch-katholischen Christen mit rund 40 Prozent der Gesamtbevölkerung. Zweitgrößte Gruppe sind evangelische Gläubige (rund 30 Prozent). Der Anteil der Konfessionslosen beträgt rund 25 Prozent. Die größte nichtchristliche Bevölkerungsgruppe mit einem religiösen Bekenntnis bilden Muslime, die überwiegend der sunnitischen Glaubensrichtung des Islam angehören.[40] Die Landesverfassung erkennt den Kirchen eine besondere gesellschaftliche Rolle zu, insbesondere in Bereichen des Bildungswesens, und garantiert das Recht auf freie Ausübung einer Religion.

Dialekte und Sprachen[Bearbeiten]

Die Dialekte und Sprachen in Nordrhein-Westfalen variieren wegen der kulturräumlichen Uneinheitlichkeit des Landesgebiets. Geprägt werden sie auch durch die sprachräumliche Herkunft zugezogener Bewohner; hierfür ist das Ruhrdeutsch ein Beispiel. Umgangs- und Amtssprache ist Deutsch; die niederdeutsche Sprache wurde weitgehend verdrängt. Historisch bedingt finden sich im rheinischen Landesteil fränkische Dialekte, in Westfalen-Lippe westfälische Dialekte. Durch Immigration und durch den Sprachunterricht an den Schulen hat sich die Mehrsprachigkeit der Bewohner im Laufe der letzten Jahrzehnte beträchtlich erhöht.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Nordrhein-Westfalen bzw. das Gebiet des heutigen Landes hat zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht. Mit an der Spitze internationaler Bekanntheit dürften der Komponist Ludwig van Beethoven, der Maler Peter Paul Rubens und der Rennfahrer Michael Schumacher stehen. Allein vier Bundespräsidenten wurden im späteren Nordrhein-Westfalen geboren: Gustav Heinemann, Heinrich Lübke, Johannes Rau, Walter Scheel. Mit Konrad Adenauer und Gerhard Schröder stammen auch zwei Bundeskanzler aus Nordrhein-Westfalen. Bekannte weitere Persönlichkeiten sind Otto III., Friedrich Engels, Joseph Beuys, Heinrich Böll, Annette von Droste-Hülshoff, Heinrich Heine, Wilhelm Conrad Röntgen und Alfred Krupp.

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

Fürstbischöfliches Schloss Münster, Sitz und Wahrzeichen der Westfälischen Wilhelms-Universität

Das nordrhein-westfälische Schulsystem sieht nach einer vierjährigen Regelzeit auf der Grundschule den Besuch einer der weiterführenden Schulformen Hauptschule, Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule vor. Höchste schulische Abschlussprüfung ist die Allgemeine Hochschulreife, die nach achtjähriger Regelschulzeit auf einer weiterführenden Schule als Zentralabitur abgelegt wird.

Noch in den 1950er Jahren gab es in Nordrhein-Westfalen nur wenige Hochschulen oder vergleichbare Bildungseinrichtungen. Traditionsreiche Universitäten bestanden mit der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, der Universität zu Köln und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Seit den 1960er Jahren wurden vermehrt neue Hochschulen gegründet. An den nordrhein-westfälischen Hochschulen sind etwa 470.000 Studenten eingeschrieben.[41] Die Universitäten Bochum, Duisburg-Essen, Hagen, Köln und Münster sind die größten Universitäten des Landes und gehören zu den zehn größten Universitäten in Deutschland. Insgesamt hat das Land inklusive der Fachhochschulen 26 öffentliche Hochschulen, sieben staatliche Kunst- und Musikhochschulen, 22 anerkannt private Hochschulen sowie vier Fachhochschulen, die nicht der Dienst- und Fachaufsicht des Landes unterliegen.[42] Neben den sonstigen Einrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft ist vor allem das Forschungszentrum Jülich als eine der größten Forschungseinrichtungen Europas bekannt. Die NRW Graduate Schools sind Einrichtungen der Spitzenforschung innerhalb der bestehenden Universitäten.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Werk von ThyssenKrupp bei Duisburg; ThyssenKrupp ist das größte der verbliebenen Unternehmen aus der Montanindustrie
Der Medienhafen in Düsseldorf ist ein Beispiel für den Strukturwandel in Nordrhein-Westfalen. Das frühere Hafen- und Industriegebiet in der Nähe des nordrhein-westfälischen Regierungsviertels wurde zu einem Büro- und Hotelstandort restrukturiert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Land von Kohle und Stahl war in den 1950er und 1960er Jahren eine durchaus treffende Selbst- und Fremdbeschreibung für Nordrhein-Westfalen. Das montanindustrielle Ruhrgebiet war nach dem Wiederaufbau wieder eine der wichtigsten Industrieregionen Europas und hat zum Wirtschaftswunder nicht nur im Land, sondern in der gesamten Bundesrepublik entscheidend beigetragen. Spätestens seit den 1960er Jahren begannen sich die negativen Seiten dieser industriellen Monostruktur zu zeigen. Immer wiederkehrende Stahl- und Kohlekrisen ließen den montanindustriellen Sektor immer mehr zusammenschmelzen. Dagegen erlebten im produzierenden Sektor die Unternehmen jenseits des Ruhrgebiets, insbesondere im Maschinenbau sowie in der metall- und eisenverarbeitenden Industrie, einen erheblichen Aufschwung. Der Strukturwandel fiel in Nordrhein-Westfalen regional sehr unterschiedlich aus. Während immer noch Teile des alten Reviers hohe Arbeitslosenzahlen aufweisen, hat sich ein Strukturwandel von der überwiegend industriell geprägten Gesellschaft zur Wissensgesellschaft vollzogen.

Trotz der Strukturprobleme und des jahrelangen unterdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums war das Land mit einem BIP von 582,1 Milliarden Euro im Jahr 2012 das wirtschaftsstärkste Land Deutschlands und eines der wichtigsten Wirtschaftszentren der Welt. Das Land erwirtschaftete 2012 rund 22,01 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung. Bei der Betrachtung des Bruttoinlandsprodukts pro Einwohner liegt Nordrhein-Westfalen im Mittelfeld der Länder Westdeutschlands.[43] Die Arbeitslosenquote beträgt 7,8 % (November 2014)[44]. Dieser Wert liegt über der bundesdeutschen und deutlich über der westdeutschen Arbeitslosenquote. Die nordrhein-westfälische Arbeitslosenquote ist die höchste aller westdeutschen Flächenländer.[45]

Nach Erhebungen des amerikanischen Wirtschaftsmagazins Fortune haben vier der hundert umsatzstärksten Unternehmen der Welt ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen.[46] Einer Erhebung des Wirtschaftsblattes zufolge waren 2009 in Nordrhein-Westfalen die zehn umsatzstärksten Unternehmen E.ON (Versorger), Metro (Einzelhandel), Deutsche Telekom (Telekommunikation), ALDI Nord + ALDI Süd (Einzelhandel), Rewe (Einzelhandel), RWE (Versorger), Deutsche Post AG (Logistik und Transport), ThyssenKrupp (Maschinen- und Anlagenbau), Deutsche BP (Versorger) und die Bayer AG (Pharma und Chemie).[47] Deutschlandweit kann das Land mit rund 135 Milliarden € (rund 29 Prozent aller Direktinvestitionen in Deutschland, beide Stand Ende 2009) die höchsten ausländischen Direktinvestitionen aller deutschen Länder verbuchen.[48]

Verkehr[Bearbeiten]

Einhergehend mit der zentralen Lage im wichtigsten europäischen Wirtschaftsraum, der hohen Bevölkerungsdichte, der starken Urbanisierung und der zahlreichen Wirtschaftsstandorte weist Nordrhein-Westfalen eines der dichtesten Verkehrsnetze weltweit auf.

Der Bahnhof Köln Eifeltor ist Deutschlands größter Containerumschlagbahnhof für den kombinierten Frachtverkehr Schiene/Straße.[49] Im Güterverkehr zählt der Bahnhof Hagen-Vorhalle zu den größten Rangierbahnhöfen Deutschlands. Der Duisburger Hafen gilt als Verkehrsdrehscheibe der deutschen Binnenschifffahrt. Bedeutendste Binnenwasserstraße in Nordrhein-Westfalen ist der Rhein. Die Ruhr spielt als Transportweg für die Montanindustrie des nach ihr benannten Ruhrgebiets eine wichtige Rolle. Der Flughafen Düsseldorf ist der drittgrößte deutsche Flughafen und das wichtigste internationale Drehkreuz des Landes.

Kultur und Freizeit[Bearbeiten]

Kunst- und Kulturlandschaft[Bearbeiten]

Die Neue Philharmonie Westfalen, eines der drei Landesorchester, in der Kölner Philharmonie

Die Förderung von Kunst und Kultur in Nordrhein-Westfalen ist in der Landesverfassung als ein Staatsziel festgeschrieben.[50] Nordrhein-Westfalen unterstützt eine Vielzahl an künstlerischen und kulturellen Projekten und Institutionen, fast ausschließlich im Lande, auf Bundesebene die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Kulturstiftung der Länder, die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland sowie das Goethe-Institut. Alleine durch die bloße Einwohnerzahl des Landes leben im Land zahlreiche Kulturschaffende, nach einer Schätzung etwa 30.000 Künstler.[51] Eine bedeutende Rolle bei der nationalen und internationalen Förderung des Films und der Medien spielt die Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen. Vergleichbares leistet die Kunststiftung NRW für den Bereich Kunst und Kultur.

Kennzeichnend für die Kunst- und Kulturszene Nordrhein-Westfalens ist ihre Vielfältigkeit und ihr Polyzentrismus. Gründe dafür liegen unter anderem in den ausgeprägten regionalen Unterschieden des Landes in kulturräumlicher Sicht, deren auffälligste Kulturgrenze zwischen Westfalen-Lippe und dem Rheinland verläuft, und in der Landesgeschichte, die das Entstehen einer auch in kultureller Hinsicht dominierenden Metropole oder Residenzstadt nicht ermöglichte. Bedeutende Kultureinrichtungen finden sich daher über das Land verteilt. Impulse für die Kultur- und Kunstentwicklungen im heutigen Land gingen nur selten „von oben aus“. Besonders die Arbeiterkultur im Ruhrgebiet ist dafür ein Beispiel. Die Arbeiterkultur bildete eine der Wurzeln für den Wandel des Ruhrgebiets von einer industriell dominierten Region hin zu einer „Kulturmetropole“, die – wie andere Industrieregionen Nordrhein-Westfalens – ihre Industriekultur weiter als wichtigen Bestandteil ihrer kulturellen Identität sieht. 2010 war das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas.

Mit der Art Cologne ist in Nordrhein-Westfalen die größte Kunstmesse Deutschlands und die älteste der Welt beheimatet.[52] Weitere bekannte Kunstmessen sind die Große Kunstausstellung NRW Düsseldorf und der Rundgang der Kunstakademie Düsseldorf. Düsseldorf und Köln sind bekannt als Zentren der Kunst und des Kunsthandels sowie Standorte bedeutender Kunstsammlungen und Ausstellungshäuser, darunter in Düsseldorf die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, die Kunsthalle Düsseldorf, das Museum Kunstpalast und das NRW-Forum, in Köln die Gemäldegalerie Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud sowie das Museum Ludwig. In Dortmund befindet sich das Museum Ostwall. Essen ist Standort des Museums Folkwang. Auf der Museumsmeile in Bonn befinden sich mit dem Kunstmuseum Bonn und der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zwei der bedeutendsten Kunstmuseen des Landes. Zu den bedeutendsten Theaterbühnen Deutschlands zählen das Schauspielhaus Bochum und das Schauspiel Köln. Die bekanntesten Opernhäuser sind die Oper Köln, das Opernhaus Dortmund, das Aalto-Theater in Essen sowie die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg. Das Theater Dortmund stellt eines der großen Dreispartenhäuser in Deutschland dar. Das Konzerthaus Dortmund, die Tonhalle Düsseldorf, die Philharmonie Essen und die Kölner Philharmonie sind die bekanntesten Konzerthallen des Landes. Bekannteste Kunsthochschulen sind die Kunstakademie Düsseldorf, die Hochschule für Musik Detmold und die Folkwang Universität der Künste.

Architektur[Bearbeiten]

Die größte Touristenattraktion des Landes und zugleich der Bundesrepublik ist der Kölner Dom mit rund sechs Millionen Besuchern jährlich. Neben dem Kölner Dom zählen auch der Aachener Dom und die Schlösser Augustusburg und Falkenlust, seit 2001 die Zeche und Kokerei Zollverein sowie seit 2014 auch das Kloster Corvey zu den UNESCO-Welterbestätten des Landes. Die Zeche ist das herausragendste Beispiel zahlreicher Industriedenkmäler in den Städten an Rhein und Ruhr, deren historische Innenstadtbereiche dagegen im Zweiten Weltkrieg oder bereits während der Industrialisierung vielfach zerstört wurden. Als Staat drückt sich Nordrhein-Westfalen durch eine Vielzahl staatlicher Bauten aus, insbesondere durch den Landtag Nordrhein-Westfalen und die Gebäude der Landesregierung im Regierungsviertel von Düsseldorf. Ludwig Mies van der Rohe ist der weltweit wohl bekannteste Architekt aus dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens.

Natur[Bearbeiten]

Die Senne in Ostwestfalen-Lippe ist die bedeutendste zusammenhängende Heidelandschaft

Die Natur in Nordrhein-Westfalen ist typisch für den mitteleuropäischen Naturraum. Verbreitet sind in Nordrhein-Westfalen vor allem Arten, die an ausgeräumte Kulturlandschaften oder waldige Mittelgebirgslandschaften angepasst sind. Die ursprüngliche artenreiche Flora und Fauna ist jedoch aufgrund der hohen Siedlungsdichte, der großen Industriezentren des Landes, des Bergbaus, der fast flächendeckenden landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Nutzung sowie der fast völligen verkehrstechnischen Erschließung wie in kaum einer anderen Region Europas bedroht. Der Strukturwandel im Ruhrgebiet und Umweltschutzmaßnahmen führten insgesamt zu einer starken Verbesserung der Luft- und Wasserqualität in der Region Rhein-Ruhr.[53] Nordrhein-Westfalen ist etwa zu 25 Prozent bewaldet. Für den Naturschutz und die Naherholung für die Bewohner der dichtbesiedelten Region Rhein-Ruhr weisen daher vor allem die bewaldeten Mittelgebirgsregionen des Landes eine bedeutende Rolle auf. Nordrhein-Westfalen hat Anteil an 14 Naturparks. Der größte dieser Parks ist der Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge in Ostwestfalen-Lippe. Mit dem Nationalpark Eifel besitzt das Land seit 2004 einen Nationalpark.

Tourismus[Bearbeiten]

Insbesondere die südlichen und östlichen Mittelgebirgsregionen sind Tourismusregionen. Wenngleich Nordrhein-Westfalen im nationalen oder europäischen Maßstab kein herausragendes Reiseland ist, sind diese Regionen dennoch Ziel vor allem für Erholung suchende Kurzurlauber aus den großen Ballungsräumen des Landes. Die großen Städte des Landes werben Touristen vor allem mit den oben beschriebenen kulturellen Einrichtungen. Düsseldorf ist Reiseziel japanischer, amerikanischer und britischer Touristen und zieht auch wohlhabende Einzelhandelskunden aus Russland und den arabischen Staaten sowie Kunden aus dem benachbarten Ausland an, vor allem aus den Niederlanden, aus Belgien und Luxemburg.

Kulinarisches[Bearbeiten]

Weinbau bei Oberdollendorf

In Bezug auf die nordrhein-westfälische Küche ist wieder die Zweiteilung in einen rheinischen und westfälisch-lippischen Teil zu erkennen. Zu der Rheinischen Küche zählen auch die Küchen des Niederrheins und des Bergischen Landes. Die Westfälische Küche und die hierzu zählende Lippische Küche sind im weiteren Sinne ein Teil der norddeutschen Küche. Die Westfälische Küche ist vor allem deftig und Fleisch spielt eine große Rolle. Die Rheinische Küche ist ebenfalls bodenständig, erscheint im Vergleich zur Westfälischen Küche aber etwas raffinierter. Im Südwesten des Landes am Rhein wird Wein im Weinbaugebiet Mittelrhein (Großlage Petersberg) angebaut. Ansonsten ist Nordrhein-Westfalen ein „Bierland“. Neben dem vor allem in Westfalen verbreiteten Pils gibt es mit Altbier und Kölsch zwei obergärige Biersorten, die vor allem im Rheinland verbreitet sind.

Sport[Bearbeiten]

Die Veltins-Arena in Gelsenkirchen ist vor der ESPRIT arena in Düsseldorf das größte vollüberdachte Stadion

Der Sport in Nordrhein-Westfalen wird vor allem durch den Fußball geprägt. Nicht nur alleine durch seine Größe und Bevölkerungsdichte zu erklären, weist die Region Rhein-Ruhr eine besonders hohe Dichte erfolgreicher Fußballvereine auf. Zur Tradition der Bergarbeiter im Revier zählte immer auch der Fußball. In der Fußball-Bundesliga ist Nordrhein-Westfalen gemessen an der Einwohnerzahl meist überrepräsentiert. Erfolgreichste Vereine sind Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, der FC Schalke 04, der 1. FC Köln, Bayer 04 Leverkusen und SC Paderborn 07. Das größte Fußballstadion Deutschlands ist mit über 80.000 Plätzen der Signal Iduna Park (ehemals und inoffiziell: Westfalenstadion) in Dortmund. Neben dem Fußball werden in Nordrhein-Westfalen aber auch viele andere Sportarten betrieben. Besonders viele Zuschauer ziehen dabei Handball, Eishockey und Basketball an.

Feiertage[Bearbeiten]

Neben den bundesweit gültigen Feiertagen Neujahr, Karfreitag, Ostern, Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Tag der Deutschen Einheit und Weihnachten sind in Nordrhein-Westfalen Fronleichnam und Allerheiligen gesetzliche Feiertage.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Nordrhein-Westfalen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Nordrhein-Westfalen

Literatur[Bearbeiten]

  •  Landeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): NRW-Lexikon. Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Recht, Kultur. 2 Auflage. Leske + Budrich, Leverkusen 2000, ISBN 3-8100-2336-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikisource: Nordrhein-Westfalen – Quellen und Volltexte
 Wiktionary: Nordrhein-Westfalen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Nordrhein-Westfalen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Nordrhein-Westfalen – in den Nachrichten

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. In Großbritannien wurde unter dem Ruhrgebiet (englisch: the Ruhr) schon seit der Beteiligung an der Alliierten Rheinlandbesetzung nach dem Ersten Weltkrieg ein durch Schwerindustrie geprägter Raum von Industriestädten an Rhein und Ruhr verstanden, nicht etwa das Ruhrgebiet nach heute verbreiteter Auffassung. – Vergleiche hierzu Abschnitt Ruhr: Historical development of the term „Ruhr“ in der englischsprachigen Wikipedia.
  2. Beispiele sind das sich historisch weit ins heutige Niedersachsen erstreckende Fürstbistum Münster oder die Territorien des Hauses Lippe und seiner Schaumburger Nebenlinie, die beiderseits heutiger Landesgrenzen lagen.
  3. Siehe hierzu auch eine Szene aus  George Hurdalek, Helmut Käutner, Gyula Trebitsch, Carl Zuckmayer, Helmut Käutner (Hrsg.): Des Teufels General. 23. Februar 1955 (Ausschnitt (Dauer 2:06 min) in YouTube, abgerufen am 27. August 2014). Vgl. auch Des Teufels General (1955) in der Internet Movie Database (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Die Amtssprache ist deutsch“, vgl. Verwaltungsverfahrensgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (VwVfG NRW). Bekanntmachung der Neufassung vom 12. November 1999. § 23. Amtssprache. Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein-Westfalen, 12. November 1999, abgerufen am 14. November 2012.
  2.  Bundesministerium der Justiz (Hrsg.): Gesetz zu der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen des Europarats vom 5. November 1992 vom 9. Juli 1998. In: Bundesgesetzblatt. Jahrgang 1998 Teil II, Nr. 25, Bonn 16. Juli 1998 (Anmerkung: Teil II und einzelne Bestimmungen des Teils III der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen werden im Land Nordrhein-Westfalen auf die Regionalsprache Niederdeutsch angewendet., PDF).
  3. Bevölkerung – Nordrhein-Westfalen. Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 22. September 2014, abgerufen am 23. September 2014.
  4. Arbeitslosenquoten im November 2014 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 27. November 2014.
  5. a) Die 216,755 Mrd. EUR beziehen sich auf den Haushalt (inkl. Extrahaushalte) des Landes ohne die Haushalte und Extrahaushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände. Von den 216,755 Mrd. EUR Gesamtschulden entfallen unter anderem 208,257 Mrd. EUR auf Verbindlichkeiten (Wertpapierschulden, Kredite, Kassenkredite) beim nicht-öffentlichen Bereich und 8,498  Mrd. EUR auf Verbindlichkeiten beim öffentlichen Bereich (Kredite und Kassenkredite). Zusätzlich ist Nordrhein-Westfalen weitere Verpflichtungen aus Bürgschaften über 33,173 Mrd. EUR eingegangen (Hinweis: Bürgschaften führen nicht zwangsläufig zu einer Auszahlung). Zusätzlich ist das Land kreditähnliche Rechtsgeschäfte über rund 5 Mrd. EUR eingegangen, vgl. Schulden der öffentlichen Haushalte. Fachserie 14. Reihe 5 - 2012. Statistisches Bundesamt, 31. Juli 2013, abgerufen am 20. April 2014 (PDF, korrigierte Fassung vom 23. Januar 2014).
    b) Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände belaufen sich auf 51,231 Mrd. EUR. Gemeinden und Gemeindeverbände bürgen zusätzlich für 7,534 Mrd. EUR und sind kreditähnliche Rechtsgeschäfte in Höhe von rund 219 Mio. EUR eingegangen, vgl. Schulden der öffentlichen Haushalte. Fachserie 14. Reihe 5 - 2012. Statistisches Bundesamt, 31. Juli 2013, abgerufen am 20. April 2014 (PDF, korrigierte Fassung vom 23. Januar 2014).
    c) Unter Berücksichtigung der Haushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände ergeben sich Gesamtschulden gegenüber dem öffentlichen und nichtöffentlichen Bereich in Höhe von rund 267,985 Mrd. EUR und Bürgschaften in Höhe von 40,707 Mrd. EUR, vgl. Schulden der öffentlichen Haushalte. Fachserie 14. Reihe 5 - 2012. Statistisches Bundesamt, 31. Juli 2013, abgerufen am 20. April 2014 (PDF, korrigierte Fassung vom 23. Januar 2014).
    d) Zur Beurteilung der relativen Verschuldung kann als Vergleichsgröße das Bruttoinlandsprodukt (BIP) herangezogen werden. Das BIP Nordrhein-Westfalens für das Jahr 2012 betrug rund 586,67 Mrd. €, vgl. Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen – Bruttoinlandsprodukt. Statistisches Bundesamt, Statistische Ämter der Länder, 28. März 2014, abgerufen am 20. April 2014.
  6. NW nach ISO 3166-2:DE
  7. Verwendung der Abkürzung NRW bei Rechts- und Verwaltungsvorschriften. RdErl. d. Ministeriums für Inneres und Justiz vom 17. Februar 1999 - V B 5/17 - 10.10. Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein-Westfalen - Referat 56 Redaktion-, 17. Februar 1999, abgerufen am 8. Februar 2012: „Die im […] Sprachgebrauch […] übliche Abkürzung NRW […] geht auf eine […] Bitte des Ministerpräsidenten […] zurück. Dabei wurde aber klargestellt, dass es bei der Abkürzung NW verbleibt, soweit Nordrhein-Westfalen in Rechts- und Verwaltungsvorschriften abgekürzt anzuführen ist.[…] Die Landesregierung hat nun am 20. Oktober 1998 beschlossen, dass bei Rechts- und Verwaltungsvorschriften des Landes die Abkürzung NRW anstelle von NW aufzunehmen ist. In neuen Rechts- und Verwaltungsvorschriften des Landes sowie im dienstlichen Schriftverkehr sind bei der Angabe von Fundstellen ausnahmslos die neuen Bezeichnungen […] zu verwenden.“
  8. Nordrhein-Westfalen in Zahlen. Bezirksregierung Köln, die Regierungspräsidentin, Abteilung 7, GEObasis.nrw, 1. Januar 2011, abgerufen am 22. Februar 2011 (PDF; 717 kB).
  9. Kurt Düwell: „Operation Marriage“. Die britische Geburtshilfe bei der Gründung Nordrhein-Westfalens. 14. September 2006, abgerufen am 28. August 2012 (PDF; 91 kB, Rede anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen vor Mitgliedern der Deutsch-Britischen Gesellschaft, Arbeitskreis Düsseldorf am 14. September 2006 im Goethe-Museum, Schloss Jägerhof, Düsseldorf).
  10.  Hans Reis: Konkordat und Kirchenvertrag in der Staatsverfassung. In: Jahrbuch des öffentlichen Rechts der Gegenwart, Neue Folge. Band 17, Tübingen 1968 (vgl. auch Klarstellung der völkerrechtlichen Rechtsnachfolge Nordrhein-Westfalens in Bezug auf das Konkordat des Freistaats Preußen mit dem Heiligen Stuhl in Art. 23 Abs. 1 der Landesverfassung Nordrhein-Westfalen).
  11. Friedrich Giese: Die staatsrechtlichen Verpflichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen gegenüber dem lippischen Lande. Landesverband Lippe, abgerufen am 26. August 2010 (pdf; 115 kB, Rechtsgutachten).
  12.  Karsten Bron, Andrea Glende, Parlamentarischer Beratungs- und Gutachterdienst des Landtags von Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Untersuchungen zu den Richtlinien für die Aufnahme des Landes Lippe in das Gebiet des Landes Nordrhein-Westfalen (Punktationen). Düsseldorf 27. März 2003 (Information 13/0719 des Landtags Nordrhein-Westfalen, 13. Wahlperiode, pdf; 145 kB, abgerufen am 29. August 2012).
  13. Einwohnerzahl und Bevölkerungsdichte in NRW. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. August 2010.
  14. a b c d Bevölkerung NRW. In: Landesdatenbank Nordrhein-Westfalen. Landesbetrieb für Information und Technik Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 26. August 2010 (Zahlen sind Fortschreibung des Bevölkerungsstandes. Die Zahlen ab 1965 beziehen sich auf die Bevölkerung zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres. Bis 1960 Mittlere Jahresbevölkerung. Bis einschließlich 1986 geschätzte Werte. Die Fortschreibung des Bevölkerungsstandes basiert ab 1987 auf den Ergebnissen der Volkszählung von 1987. Daten vor 1977 wurden auf den Gebietsstand 1. Juli 1976 umgerechnet).
  15. Bevölkerung in NRW nach Alter und Geschlecht. Landesbetrieb für Information und Technik Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 2009.
  16. Privathaushalte in NRW. Landesbetrieb für Information und Technik Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. Januar 2009.
  17. Mikrozensus. Landesbetrieb für Information und Technik Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. Januar 2009.
  18. Zusammengefasste Geburtenziffer in NRW 2004 bis 2007. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. Januar 2009 (pdf; 22 kB).
  19. Sozialberichte NRW. Personen mit Migrationshintergrund. Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. Januar 2009.
  20. Bevölkerung in NRW am 31. 12. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. Januar 2009.
  21. Ausländische Bevölkerung in NRW. Ergebnisse des Ausländerzentralregisters. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. Januar 2009.
  22.  Kerstin Ströker: Vorausberechnung der Bevölkerung 2005 bis 2025/2050 in NRW. In: Landesbetrieb für Information und Technik Nordrhein-Westfalen (ehemals Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik) (Hrsg.): Statistische Analysen und Studien Nordrhein-Westfalen. Korrigierte Fassung Auflage. 31, Düsseldorf 2006, ISSN 1619-506X (PDF, abgerufen am 27. August 2010).
  23. a b GENESIS-Online Datenbank. Statistisches Bundesamt (DESTATIS), 11. November 2011, abgerufen am 11. November 2011.
  24.  Julia Vollmer, Zefir – Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung, Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Auszug aus Deutschland im demographischen Wandel 2030. Datenreport. Gütersloh 2011, Nordrhein-Westfalen, S. 74ff (vgl. auch Wegweiser Kommune, PDF, Auszug, abgerufen am 27. August 2014).
  25.  Jürgen Herres: Das preußische Rheinland in der Revolution 1848/49. In: Stephan Lennartz, Georg Mölich (Hrsg.): Revolution im Rheinland. Veränderungen der politischen Kultur 1848/49 (= Bensberger Protokolle der Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Nr. 29). Köln 1998, S. 13–36 (html, abgerufen am 27. August 2014).
  26. Klaus Schmidt: 1848/1849: Franz Raveaux und die Anfänge des alternativen Karnevals. Urstunk – Teil 1. In: NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung. Peter Kleinert, 18. Februar 2009, abgerufen am 27. August 2014 (Online Flyer Nr. 185).
  27. Woher kommt die Narrenzahl 11? Bischöfliches Willigis-Gymnasium, abgerufen am 27. August 2014.
  28.  Guido Hitze: „Es ist furchtbar, aber es geht!“ – Das Bindestrich-Land Nordrhein-Westfalen: Bemerkungen zu Geschichte, politischer Kultur und Identität. In: Einsichten und Perspektiven. Bayerische Zeitschrift für Politik und Geschichte. 2011, Nr. 04, München (Artikel basiert auf einem Vortrag des Autors am 9. Dezember 2010 im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Online-Ausgabe, abgerufen am 19. Januar 2012).
  29. Ulrich von Alemann: Modell Montana. Was hält NRW zusammen? In: Webseiten der Philosophischen Fakultät der Fakultät für Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Der Dekan der Philosophischen Fakultät Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann, 2000, S. 5, abgerufen am 27. August 2014 (pdf, Aufsatz).
  30. Ulrich von Alemann: Nüchtern und ohne Leidenschaft: Ein Land hat sich gefunden. In: Webseiten der Philosophischen Fakultät der Fakultät für Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Der Dekan der Philosophischen Fakultät Univ.-Prof. Dr. Bruno Bleckmann, abgerufen am 20. Januar 2012 (pdf; 34 kB).
  31. Der geographische Mittelpunkt von Nordrhein-Westfalen. Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. Juli 2010.
  32.  Dieter Breuers, Gertrude Cepl-Kaufmann (Hrsg.): Das Rheinland und die europäische Moderne: Kulturelle Austauschprozesse in Westeuropa 1900–1950. Klartext-Verlagsgesellschaft, Essen 2008, ISBN 9783898619431.
  33. James M. Brophy: Vom Wiener Kongress zur Revolution von 1848/1849. In: Portal Rheinische Geschichte. 4. Mai 2011, abgerufen am 27. August 2014.
  34.  Wilhelm Janssen: Kleine rheinische Geschichte. Patmos Verlag, Düsseldorf 1997, ISBN 9783491342323, S. 11.
  35.  Martin Schlemmer: „Los von Berlin“: Die Rheinstaatbestrebungen nach dem Ersten Weltkrieg. Böhlau Verlag, Köln 2007, ISBN 9783412111069, S. 68, S. 495.
  36. Zentrale Ergebnisse der Sinus-Studie über Migranten-Milieus in Deutschland. Sinus Sociovision/Sinus-Institut, 8. Dezember 2008, abgerufen am 19. August 2010 (pdf; 65 kB).
  37.  Karl-Rudolf Korte, Martin Florack, Timo Grunden: Regieren in Nordrhein-Westfalen. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-531-14301-9, S. 28.
  38. Hans Heinrich Blotevogel: Regionalbewusstsein und Landesidentität am Beispiel von Nordrhein-Westfalen. Institut für Geographie der Universität Duisburg, abgerufen am 1. Juli 2010 (pdf).
  39.  Landeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Westfalen. In: NRW-Lexikon. Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Recht, Kultur. 1 Auflage Auflage. Leske + Budrich, Leverkusen 1996, ISBN 3810023361 ((html), abgerufen am 24. August 2010).
  40. Volkhard Krech: Was glauben die Menschen in Nordrhein-Westfalen? Erste Ergebnisse einer Untersuchung über religiöse Pluralität. Ruhr-Universität Bochum, abgerufen am 31. Dezember 2011.
  41. Statistik und Planung. Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. März 2010.
  42. Hochschullandschaft NRW. Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. Februar 2010.
  43. Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen 1991 - 2012. In: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder VGRdL. Statistische Ämter des Bundes und der Länder, abgerufen am 3. Oktober 2013 (Berechnungsstand: August 2012/Februar 2013. Nächste Aktualisierung: März 2014.).
  44. Arbeitslosenquoten im November 2014 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 27. November 2014.
  45. Arbeitslosenquoten im September 2011. -Länder und Kreise-. Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 20. Oktober 2011.
  46. Global 500. Our annual ranking of the world's largest corporations. CNN Money; Fortune, 2011, abgerufen am 20. Dezember 2011 (englisch).
  47. TOP 300. NRW Unternehmen. Wirtschaftsblatt, 2009, abgerufen am 20. Dezember 2011 (PDF; 911 kB).
  48. Die wirtschaftliche Beziehung Japans mit Nordrhein‐Westfalen. Die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens auf einen Blick. Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf, 2010, abgerufen am 20. Dezember 2011 (PDF; 755 kB).
  49. Helmut Frangenberg: Erweiterung. Neue Kräne für Güterbahnhof Eifeltor. In: ksta.de/Kölner Stadt-Anzeiger. Alfred Neven DuMont, Christian DuMont Schütte, Isabella Neven DuMont, 23. November 2012, abgerufen am 27. August 2014.
  50.  Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen. (Artikel 18: „Kultur, Kunst und Wissenschaft sind durch Land und Gemeinden zu pflegen und zu fördern.“).
  51. Kultur. Landesregierung Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. August 2010.
  52. Martina Schürmann: Art Cologne - der Kölner Kunst-Aufstieg geht weiter. WAZ NewMedia, 17. April 2012, abgerufen am 17. April 2012.
  53. Umweltakzente NRW 2006. Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 1. Januar 2012.

51.4783333333337.555Koordinaten: 51° N, 8° O