Nordwestuckermark

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nordwestuckermark
Nordwestuckermark
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nordwestuckermark hervorgehoben
53.32638888888913.69083333333365Koordinaten: 53° 20′ N, 13° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Höhe: 65 m ü. NHN
Fläche: 253,14 km²
Einwohner: 4496 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 17291
Vorwahlen: 039852, 039853, 039859, 039855
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 429
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Amtstraße 8
17291 Nordwestuckermark
Webpräsenz: www.gemeinde-nordwestuckermark.de
Bürgermeisterin: Sylvia Klingbeil
Lage der Gemeinde Nordwestuckermark im Landkreis Uckermark
Angermünde Berkholz-Meyenburg Boitzenburger Land Brüssow Carmzow-Wallmow Casekow Flieth-Stegelitz Gartz (Oder) Gerswalde Göritz Gramzow Grünow Hohenselchow-Groß Pinnow Lychen Mark Landin Mescherin Milmersdorf Mittenwalde Nordwestuckermark Oberuckersee Passow Pinnow Prenzlau Randowtal Schenkenberg Schöneberg Schönfeld Schwedt/Oder Tantow Temmen-Ringenwalde Templin Uckerfelde Uckerland Zichow BrandenburgKarte
Über dieses Bild
Schloss Arendsee um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Nordwestuckermark ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Uckermark in Brandenburg (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Der Name der uckermärkischen Gemeinde beschreibt exakt die Lage im nordwestlichen Teil der Uckermark. Mit 253 km² gehört Nordwestuckermark zu den 40 flächengrößten Gemeinden Deutschlands. Das Gemeindegebiet ist damit größer als die Stadt Frankfurt am Main oder fast doppelt so groß wie Schwerin.

Das im Norden Brandenburgs gelegene Gebiet der Gemeinde umfasst die eiszeitlich geprägte Hügel- und Seenlandschaft der Uckermark. Große Teile der Gemeinde Nordwestuckermark liegen im Naturpark Uckermärkische Seen, der direkt an den Naturpark Feldberger Seenlandschaft im benachbarten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte angrenzt. Von den Uckermärkischen Seen seien die fünf größten innerhalb des Gemeindegebietes genannt: Großer See, Dammsee, Großer Parmensee, Sternhagener See und Naugartener See. Die Gemeinde verfügt im Süden in der Zerweliner Heide über ausgedehnte zusammenhängende Waldgebiete. Die höchste Erhebung mit 129 m ü. NN befindet sich im Naturschutzgebiet Kiecker südwestlich des Ortsteils Fürstenwerder.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Nordwestuckermark hat folgende Ortsteile:[2]

  • Kraatz
  • Naugarten
  • Röpersdorf/Sternhagen

Weitere Gemeindeteile und Wohnplätze im Gemeindegebiet:[3]

  • Arendsee (Gemeindeteil)
  • Augustfelde (Gemeindeteil)
  • Ausbau
  • Beenz (Gemeindeteil)
  • Birkenhain
  • Bollmannshof
  • Bülowssiege (Gemeindeteil)
  • Charlottenhöh
  • Christianenhof (Gemeindeteil)
  • Damerow (Gemeindeteil)
  • Dochower Mühle
  • Falkenhagen (Gemeindeteil)
  • Ferdinandshof (Gemeindeteil)
  • Fiebigershof (Gemeindeteil)
  • Fischerhof (Gemeindeteil)
  • Friedenshof
  • Groß Sperrenwalde (Gemeindeteil)
  • Hof Sternhagen
  • Hohenzollchow
  • Horst (Gemeindeteil)
  • Kiecker
  • Kruseshof
  • Klein Sperrenwalde (Gemeindeteil)
  • Kröchlendorff (Gemeindeteil)
  • Lindenhagen (Gemeindeteil), bis 1949 Hindenburg
  • Neu Zollchow
  • Parmen (Gemeindeteil)
  • Raakow (Gemeindeteil)
  • Rittgarten (Gemeindeteil)
  • Röpersdorf
  • Schmachtenhagen (Gemeindeteil)
  • Schulzenhof (Gemeindeteil)
  • Sternhagen
  • Ulrichshof
  • Waldsiedlung (Gemeindeteil)
  • Warbende (Gemeindeteil)
  • Wilhelmshayn (Gemeindeteil)
  • Wilhelmshof (Gemeindeteil)
  • Wittstock (Gemeindeteil)
  • Zollchow

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde Nordwestuckermark wurde am 1. November 2001 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Ferdinandshorst, Fürstenwerder, Gollmitz, Kraatz, Naugarten, Röpersdorf/Sternhagen, Schapow, Schönermark und Weggun (Amt Nordwestuckermark) und der Gemeinde Holzendorf (Amt Prenzlau-Land) gebildet.[4] Gleichzeitig wurde das Amt Nordwestuckermark aufgelöst und die Gemeinde Nordwestuckermark amtsfrei.[4]

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Ferdinandshorst: 1825 wird Ferdinandshorst erstmals urkundlich erwähnt.
  • Lindenhagen: im Juni 1944 entstand ein Konzentrationslager, der Lagerkomplex Hindenburg als Außenlager des KZ Ravensbrück, um in der Nähe eine SS-Kommandostelle zu errichten (Birkenhain).
  • Birkenhain: In diesem Ortsteil errichtete und unterhielt der VEB Backkombinat Neubrandenburg ein Betriebs-Ferienlager, das durch die Großbäckerei Pasewalk ( GROPA ) betreut wurde.

Siedlungen und Wohnplätze im Gemeindegebiet[Bearbeiten]

  • Arendsee: Erste urkundliche Erwähnung mit dominus Johannes de Arnesse 1289.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Neubildung der Gemeinde Nordwestuckermark trat mit Wirkung vom 1. November 2001 in Kraft.[4] Frühere Eingemeindungen werden ebenfalls aufgeführt.[5]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Arendsee 1. Dezember 1997 Zusammenschluss mit Parmen-Weggun zu Weggun
Beenz 1. Mai 1998 Eingemeindung nach Gollmitz
Falkenhagen 31. Dezember 1997 Eingemeindung nach Holzendorf
Ferdinandshorst 1. November 2001
Fürstenwerder 1. November 2001
Gollmitz 1. November 2001
Holzendorf 1. November 2001
Kraatz 1. November 2001
Kröchlendorff 1. Januar 1968 Eingemeindung nach Gollmitz
Lindenhagen1 1. Juli 1961 Eingemeindung nach Sternhagen
Naugarten 1. November 2001
Parmen 1. Juli 1965 Zusammenschluss mit Weggun zu Parmen-Weggun
Parmen-Weggun 1. Dezember 1997 Zusammenschluss mit Arendsee zu Weggun
Rittgarten 1. April 1979 Eingemeindung nach Schapow
Röpersdorf 1. Dezember 1997 Zusammenschluss mit Sternhagen zu Röpersdorf/Sternhagen
Röpersdorf/Sternhagen 1. November 2001
Schapow 1. November 2001
Schönermark 1. November 2001
Sternhagen 1. Dezember 1997 Zusammenschluss mit Röpersdorf zu Röpersdorf/Sternhagen
Weggun 1. November 2001
Zollchow 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Röpersdorf
Fußnote

1Lindenhagen hieß bis zum 30. September 1949 Hindenburg.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Nordwestuckermark:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 8 210
1890 7 665
1910 7 704
1925 7 868
1933 7 122
1939 7 439
1946 11 450
1950 11 413
1964 8 481
1971 7 920
Jahr Einwohner
1981 6 301
1985 5 964
1989 5 758
1990 5 659
1991 5 497
1992 5 371
1993 5 435
1994 5 457
1995 5 546
1996 5 544
Jahr Einwohner
1997 5 603
1998 5 602
1999 5 568
2000 5 512
2001 5 429
2002 5 381
2003 5 335
2004 5 277
2005 5 164
2006 5 063
Jahr Einwohner
2007 5 035
2008 4 922
2009 4 810
2010 4 762
2011 4 558
2012 4 496

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[6].

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 24. September 2003 genehmigt.

Blasonierung: „Im goldenen Schild, bestreut mit schwarzen Getreidekörnern, eine grüne Windrose mit grün-schwarz facettiertem 16-strahligen Stern und ins rechte Obereck zeigendem schwarzen Richtungsweiser.“[7]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Frank Diemar gestaltet.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Die B 109 (BerlinPrenzlau) führt durch den Südosten des Gemeindegebietes, die B 198 berührt die Gemeinde im Nordosten (Ortsteil Holzendorf). In der östlich anschließenden Kreisstadt Prenzlau besteht Bahnanschluss sowie über die Anschlussstelle Prenzlau-Süd an der Bundesautobahn 11 eine Anbindung an das überregionale Straßennetz. Bis 2000 gab es im Gebiet der heutigen Gemeinde mehrere Bahnhöfe an der inzwischen stillgelegten Bahnstrecke Templin–Prenzlau.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Albert von Schlippenbach (* 26. Dezember 1800 in Prenzlau; † 26. Dezember 1886 in Arendsee), Dichter
  • Hans Steffen (* 20. Juli 1865 in Fürstenwerder; † 7. April 1936 in Davos), deutscher Geograph
  • Wilhelm Wittbrodt (* 8. November 1878 in Arendsee; † 12. Mai 1961 in Berlin-Neukölln), deutscher Reformpädagoge, sozialdemokratischer Politiker und Esperantist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Nordwestuckermark stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Literatur[Bearbeiten]

  • Liselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Website der Gemeinde Nordwestuckermark
  3. Gemeinde Nordwestuckermark auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung
  4. a b c Bildung einer neuen Gemeinde Nordwestuckermark. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 14. September 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 44, Potsdam, den 30. Oktober 2001, S.695 PDF
  5. Beitrag zur Statistik Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 19.15 Landkreis Uckermark PDF
  6. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  7. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nordwestuckermark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien