Norges Statsbaner

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Die Norges Statsbaner (NSB) ist die staatliche Bahngesellschaft in Norwegen.

Von 1883 bis 1996 betrieben die NSB fast den gesamten Eisenbahnverkehr in Norwegen und waren Bauherr und Eigentümer des Streckennetzes. Heute fahren die NSB nur Personenzüge. Das Streckennetz wurde 1996 an die staatliche Gesellschaft Jernbaneverket abgegeben.[1]

Geschichte der Eisenbahn in Norwegen[Bearbeiten]

In dem großenteils dünn besiedelten Hochgebirgsland Norwegen mit seiner Fjordküste und seinen großen Entfernungen war der Bau des Eisenbahnnetzes mit besonderen Schwierigkeiten verbunden. Viele für den Fernverkehr bestimmte norwegische Bahnstrecken wurden im 19. Jahrhundert zunächst in Schmalspur, zumeist Kapspur, ausgeführt und im 20. Jahrhundert auf Normalspur umgespurt.

Als erste Bahnstrecke in Norwegen wurde 1854 die 68 km lange Hovedbane zwischen Oslo, das damals Christiania hieß, und Eidsvoll in Normalspur in Betrieb genommen. In Eidsvoll gab es Anschluss an die auf dem Mjøsa eingerichtete Dampfschifflinie.

Vom Hamar am Mjøsa nach Norden wurde 1862 die Hamar–Grundsetbane nach Elverum in Kapspur gebaut.

Kongsvingerbanen zwischen Lillestrøm an der Hovedbane und Kongsvinger wurde 1862 in Normalspur eröffnet und später ostwärts mit dem schwedischen Bahnnetz verbunden.

In Mittelnorwegen wurde 1864 wiederum die Trondheim-Støren-Bane in Kapspur eröffnet. Mit dem Lückenschluss zur Hamar–Grundsetbanen durch die Rørosbahn entstand 1877 als Kombination aus Vollspurbahn, Binnenschiff und Schmalspurbahn die erste dampfbetriebene Binnenlandverbindung zwischen Oslo und Trondheim.

Bergensbanen wurde 1875 mit der 1883 fertiggestellten Teilstrecke von Bergen (Norwegen) nach Voss als Schmalspurbahn begonnen. Erst 20 Jahre später, von 1902 bis 1909, wurde die Strecke in Normalspur über die Hardangervidda mit dem übrigen Eisenbahnnetz verbunden. 1905 wurde die Spurweite der alten Teilstrecke angepasst.

Der westliche Teil der Bahnstrecke Luleå–Narvik von Kiruna zum norwegischen Hafen Narvik, (norwegisch Ofotbanen) wurde 1903 fertiggestellt. Die für die Hell–Sunnanbanen bestellte 15c 125 wurde direkt ab Werk im Februar 1902 an die Ofotbane geliefert. Als Leihgabe des NSB-Distrikts 4 in Trondheim fuhr sie den norwegischen Zug zur Feier der Vereinigung des norwegischen und des schwedischen Teils der Strecke Kiruna–Narvik–Fagernes am 15. November 1902 nach Riksgrensen.[2]

Mehrere wichtige Bahnstrecken Norwegens wurden erst im 20. Jahrhundert begonnen und fertiggestellt:

  • von 1913 bis 1921 die Dovrebahn, die die Fahrzeiten zwischen Oslo und Trondheim beträchtlich verkürzte.
  • von 1912 bis 1924 die Raumabane zum Hafen Åndalsnes
  • von 1920 bis 1944 die Sørlandsbane in Südnorwegen
  • Der Bau der Nordlandsbane wurde in vielen Einzelabschnitten von 1905 (Trondheim–Steinkjer) bis 1962 (Bodø am Polarkreis) ausgeführt.

1996 wurde die alte, umfassend operierende NSB aufgeteilt in das für die Infrastruktur zuständige Jernbaneverket (JBV) und die Norges Statsbaner AS (NSB AS), die an Zugverkehr im Wesentlichen Personenverkehr betreibt, während der Güterverkehr von mehreren anderen Gesellschaften übernommen wurde.

NSB seit 1996[Bearbeiten]

Seit der Bahnprivatisierung in Norwegen fährt die NSB nur noch mit der Tochtergesellschaft CargoNet AS, deren Mehrheitseigner die NSB selbst sowie als Minderheitseigner die schwedische Green Cargo AB (vorm. SJ Cargo) ist, nach Narvik. Der Nachtzug von Narvik nach Schweden wird von Statens Järnvägar gefahren. MTAB/MTAS fährt die Erzzüge in Eigenregie, früher waren das NSB und Statens Järnvägar, die staatliche Bahngesellschaft der Schweden, gemeinsam. Seit der ersten Ausschreibung unter der Mitte-rechts-Regierung Bondevik fährt die NSB-Tochter NSB Anbud alle Züge auf der Gjøvikbanen zwischen Oslo und Gjøvik, einschließlich der nur bis Jaren fahrenden und nicht vertakteten Vorortzüge.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eisenbahn in Norwegen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Streckennetz bei Jernbaneverket
  2. NSB Damplokomotiv type 15c. gamlenarvik.no, abgerufen am 21. Februar 2014 (norwegisch).