Norisbank

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Norisbank GmbH
Neues Logo Norisbank
Rechtsform GmbH
Gründung 1965 als Noris Kreditbank
Sitz Berlin, Deutschland

Leitung

  • Philip Laucks (Vorsitzender)
  • Rolf Närdemann
  • Frank Appel
Mitarbeiter etwa 500
Branche Banken
Produkte Girokonto, Tagesgeld, Festgeld, Ratenkredit, Kreditkarten, Depot
Website www.norisbank.de
Eine Norisbank-Filiale in Mainz

Die Norisbank GmbH (Eigenschreibweise norisbank) ist ein deutsches Kreditinstitut mit Hauptsitz in Berlin und seit dem 2. November 2006 Tochterunternehmen der Deutsche Bank.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Wurzeln der Norisbank reichen in das Jahr 1954 zurück. Ab diesem Jahr bot das Versandhaus Quelle die Finanzierung seiner Produkte über die Noris Kaufhilfe an.

Am 4. Juni 1965 wurde die Noris Kreditbank GmbH mit Sitz in Nürnberg gegründet. Das Geschäftsziel war die Erweiterung der Finanzierung des gesamten Warenangebotes von Quelle und der Tochterfirmen im Versand und im stationären Bereich. Im Jahre 1969 firmierte die Noris Kaufhilfe zur Noris Bank GmbH um. Mit der Umfirmierung ging eine Erweiterung der Produktpalette auf Bankdienstleistungen, wie Giro- und Sparkonten, einher.

1984 fusionierte die Norisbank GmbH mit der aus Hamburg stammenden Verbraucherbank GmbH. Beweggrund der Übernahme der bis dahin selbstständigen Verbraucherbank GmbH war der Zukauf des ersten deutschen Kundenselbstbedienung-Systems. Die Noris Verbraucherbank GmbH war bis Ende 1997 Teil des Quelle-Konzerns und wurde zum 19. Juni 1997 an die Bayerische Vereinsbank verkauft. Diese fusionierte die Noris Verbraucherbank GmbH mit der Franken WKV Bank GmbH (gegründet 1950).

Im Januar 1999 kam es zur Integration der Hypo Service-Bank (HSB), gegründet 1991, in die norisbank AG.

Nach Unsicherheiten im Jahre 2002, als die Hypovereinsbank über eine Integration der Norisbank in das eigene Filialnetz nachdachte, wurde im Dezember 2002 beschlossen, die Norisbank zu verkaufen. Am 1. Oktober 2003 wurde die DZ Bank, für einen Kaufpreis von 180 Millionen Euro, neuer Eigentümer der Norisbank AG.

Die DZ Bank verkaufte am 3. August 2006 für ca. 300 Millionen Euro die Filialen und den Namen Norisbank an die Deutsche Bank. Die Norisbank AG mit Sitz in Nürnberg firmierte daraufhin in Teambank AG Nürnberg um, während die verkauften Filialen von der neugegründeten Norisbank GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main fortgeführt wurden. Am 1. Oktober 2008 wurde der Sitz schließlich nach Berlin verlegt.

[Bearbeiten] Unternehmensentwicklung

Das Vorgängerinstitut der Noris Verbraucherbank GmbH, die Verbraucherbank GmbH, führte 1975 als erstes Geldinstitut in Deutschland die Kundenselbstbedienung ein, 1977 folgte einer der ersten Geldautomaten weltweit und 1980 das erste Online-Banking-Angebot in Deutschland.[1] Im Jahre 2000 verkaufte die Norisbank AG als erste Bank im Internet Kredite mit einer Online-Sofortzusage.

Im Juli 2005 betrat die Norisbank AG ein neues Geschäftsfeld: Den vollständig von anderen Bankdienstleistungen losgelösten Vertrieb des hauseigenen Konsumentenkredites „easy credit“ über Ratenkredit-Fachgeschäfte in Innenstädten, Einkaufszentren und Ausfallstraßen im Stadtgebiet.

Am 4. August 2006 unterschrieb das Unternehmen einen Verkaufsvertrag über ihre 98 Filialen, den Namen „Norisbank“ und die 334.000 Kunden an die Deutsche Bank. In dem Kaufpreis nicht enthalten sind die Mitarbeiter, das Produkt „easy credit“ und die Nürnberger Zentrale. Der vereinbarte Kaufpreis lag bei 420 Millionen Euro. Im Zuge des Verkaufs an die Deutsche Bank wurden einige Leistungen eingeschränkt: So wurde die Anzahl der Terminals in den Filialen reduziert, es sind keine Auslands-Überweisungen online möglich und die Kassen nahmen kein Hartgeld mehr entgegen. Zum 1. Januar 2008 wurde der klassische Schalterverkehr komplett eingestellt. Die jetzigen Filialen sind Beratungsbüros mit angehängter SB-Geräte-Zone.

Durch den Verkauf der Norisbank an die Deutsche-Bank-Gruppe schied die Norisbank zum 31. Oktober 2006 aus dem Geldautomaten-Verbund CashPool aus und kehrte damit wieder in den wesentlich größeren Geldautomaten-Verbund Cash Group zurück. Aufgrund der damaligen Zugehörigkeit zur Hypovereinsbank war die Norisbank bereits bis 2003 Mitglied in der Cash Group.

Das neue Geschäftsmodell versteht sich als Direktbank mit Filialen. In derzeit 95 Filialen können Kunden u.a. Beratung zu den Themen Geldanlage und Altersvorsorge erhalten. Trotz der Beratung in der Filiale erhalten Filialkunden die gleichen Konditionen wie über den Direktvertrieb. Die Deutsche Bank will im Rahmen einer Umstrukturierung Anfang 2012 die Filialen schließen und die Norisbank nur noch als Direktbank über das Internet auftreten lassen. Die Mitarbeiter sollen in die Deutsche Postbank ohne Kündigungen überführt werden.[2]

Einlagen bei der Norisbank sind mit über 53 Mio. Euro pro Kunde abgesichert.[3] Seit Marktstart (9/2007) wurden bereits 500.000 neue Kunden gezählt.[4]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vor-30-Jahren-Online-Banking-startet-in-Deutschland-1135331.html
  2. http://www.morgenpost.de/newsticker/finanzen_nt/Standardwerte_nt/article1900149/Deutsche-Bank-macht-Norisbank-Filialen-dicht.html Deutsche Bank macht Norisbank-Filialen dicht
  3. https://www.norisbank.de/allgemein/faq.html
  4. http://www.norisbank.de/unternehmen/presse.html
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