Norman Birnbaum

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Norman Birnbaum (* 21. Juli 1926 in New York City, New York) ist ein amerikanischer Soziologe und Publizist.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn polnischer Einwanderer erwarb seinen Doktor in Soziologie an der Harvard University. Er ist emeritierter Politikprofessor am Law Center der Washingtoner Georgetown Universität. Birnbaum dozierte weiterhin an der London School of Economics and Political Science, der University of Oxford, der Universität von Straßburg und dem Amherst College. Weitere akademische Berufungen gab es in Deutschland, Frankreich und Italien.

Er war als Berater von Robert und Edward Kennedy, des Nationalen Sicherheitsrats der USA, der United Auto Workers sowie der deutschen Grünen tätig, unterstützte die Präsidentschaftskampagnen von Kennedy, Jackson, Carter und Cranston und war Gründungsmitglied der Campaign for America's Future.

Birnbaum war Vorsitzender des Policy Advisory Council der New Democratic Coalition.

Er war Mitbegründer der New Left Review, war im Redaktionsausschuss der Partisan Review und ist in diesem bei The Nation. Birnbaum ist auch Mitherausgeber der politisch-wissenschaftlichen Monatszeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik.

Seit Juni 2014 publiziert er regelmäßig auf den "NachDenkSeiten", die von dem ihm befreundeten Albrecht Müller herausgegeben werden.

Werk[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

  • The crisis of industrial society, 1969
  • Toward a critical sociology, 1971
  • Social Structure and the German Reformation, 1980
  • The Radical Renewal: The Politics of Ideas in Modern America, 1988
  • Searching for the Light: Essays on Thought and Culture, 1993
  • After Progress, 2000

Deutsche Übersetzungen[Bearbeiten]

  • Die Krise der industriellen Gesellschaft, 1972
  • Nach dem Fortschritt. Vorletzte Anmerkungen zum Sozialismus, 2003

Zeitungsartikel (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Ein überflüssiger Ratschlag Offener Brief aus Washington an den Bundeskanzler. In: Die Zeit Nr. 15, 3. April 1992.
  • Über den Konflikt zwischen Kapitalismus und Demokratie. Die Zivilgesellschaft braucht selbstbewußte Bürger, nicht selbstherrliche Eliten. In: Die Zeit Nr. 44, 24. Oktober 1997.
  • Gott ist ein Amerikaner. Gore, Bush und die Frage nach der Religion. In: SZ, 31. Oktober 2000.
  • Tief im Erinnerungsloch. Das hegemoniale Projekt der USA. In: SZ, 9. Oktober 2002.
  • Unsere Demokratie verliert ihr Gesicht (PDF; 48 kB). An Amerikas Werten soll die Welt genesen. Doch zuerst muss die Nation in der Krise diese Werte wiederfinden. In: Die Zeit Nr. 45, 3. November 2005.
  • [1] Was ist die amerikanische Linke?. NachDenkSeiten vom 23. Oktober 2014

Weblinks[Bearbeiten]