North London Central Mosque

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North London Central Mosque

Die North London Central Mosque befindet sich im Londoner Stadtteil Finsbury Park, wurde in den 1990er Jahren errichtet und kann bis zu 1.800 Gläubige aufnehmen.

Bis zum Jahr 2005 war sie als Finsbury-Park-Moschee bekannt. Die Leitung der Moschee war in den 1990ern durch Streitigkeiten gespalten; dies erlaubte es radikal-islamischen Predigern (viele unter ihnen waren Flüchtlinge aus dem Algerischen Bürgerkrieg) die Führung dort zu übernehmen. Im Jahr 1996 wurde Abu Hamza al-Masri als Imam der Moschee eingesetzt, welche anschließend den Ruf als Zentrum des radikalen Islamismus in London entwickelte.

Das Hauptgebäude wurde 1994 in einer Zeremonie eröffnet, der auch Prinz Charles beiwohnte. Die Moschee befindet sich gegenüber dem Bahnhof Finsbury Park, nahe dem Emirates Stadium des Fußballclubs Arsenal London.

Die Central Mosque von Innen

Frühere Verbindungen zum Terrorismus[Bearbeiten]

Al-Qaida-Mitglieder einschließlich des „Schuhbombers“ Richard Reid sowie Zacarias Moussaoui besuchten die Moschee.[1] Im Jahr 2002 wurde berichtet, dass Waffenübungen innerhalb des Gebäudes abgehalten wurden.[2]

Geiselnahme von Beslan[Bearbeiten]

Am 3. Oktober 2004 enthüllte The Observer, dass der 46-jährige Kamel Rabat Bouralha die Moschee besuchte. Bouralha sowie die britischen Staatsangehörigen Osman Larussi und Yacine Benalia waren dem tschetschenischen Kriegsherren Schamil Bassajew ergeben. Bassajew prahlte damit, die Männer trainiert zu haben, die die Kontrolle über die Schule in Beslan nahmen und dort Sprengstoff verlegten. Ermittler nahmen an, dass die drei Männer, alle gebürtige Algerier, von London aus nach Tschetschenien reisten, um dort 2001 an den Kampfhandlungen teilzunehmen. Wie bei Bouralha nimmt man an, dass sie die Moschee in Finsbury Park besuchten und dem Netzwerk von Bassajew-loyalen Gruppen beitraten.

Im Jahr 2003 stürmten hundert bewaffnete Polizisten das Gebäude im Rahmen von Ermittlungen hinsichtlich des mutmaßlichen Wood-Green-Rizin-Anschlags.[3] Abu Hamza wurde schließlich im Jahr 2006 für sieben Jahre verhaftet, nachdem er wegen Anstiftung zum Mord und Hassverbrechen verurteilt wurde.[4]

Nach der Wiedereröffnung der Moschee im Jahr 2005 versucht der neue Vorstand, das Vertrauen in der Bevölkerung wiederzugewinnen.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Finsbury Park mosque's terrorist roll call 7. Februar 2006, The Independent
  2. AK-47 training held at London mosque 17. Februar 2002, guardian.co.uk
  3. Finsbury Park: Inside the British Jihad 8. April 2007, Global Politician
  4. Abu Hamza jailed for seven years 7. Februar 2006, BBC News
  5. The battle for the mosque 7. Februar 2006, BBC News

51.563605745556-0.10567367083333Koordinaten: 51° 33′ 49″ N, 0° 6′ 20″ W