Nosiviwe Mapisa-Nqakula

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Nosiviwe Mapisa-Nqakula (2012)

Nosiviwe Mapisa-Nqakula (* 13. November 1956) ist eine südafrikanische Politikerin des African National Congress (ANC) und seit Juni 2012 Ministerin für Verteidigung und Militärveteranen.

Leben[Bearbeiten]

Studium, Lehrerin und Funktionärin des ANC[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Mount Arthur High School absolvierte Nosiviwe Mapisa-Nqakula ein Lehramtsstudium für die Grundschule am College of Bensonvale Teacher Training und schloss dieses mit einem Diplom ab. Später absolvierte sie ein Fernstudium im Fach Projektmanagement bei den Canadian University Overseas Services.

1978 wurde sie zunächst Lehrerin an der Bensonvale Junior Secondary School und wechselte dann 1979 als Lehrerin an die Lehrerausbildungsstätte St Matthews Teacher’s Training College, ehe sie zwischen 1981 und 1982 Sozialarbeiterin bei dem Projekt Timothy Target war. Zwischen 1982 und 1984 wirkte sie als Assistant Director der Mazazane Open School, ein vom South African Institute of Race Relations getragenes Projekt.[1]

Im Jahr 1984 war sie im Auftrag des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) Leiterin einer Untersuchungsgruppe, die die Fahnenflucht von Mitgliedern von Umkhonto we Sizwe, des militärischen Arms des ANC, nach Angola untersuchte. Noch im selben Jahr nahm Mapisa-Nqakula an einer militärischen Ausbildung in Angola teil und ging 1985 in die Sowjetunion, wo sie zur weiteren Fortbildung als Mitglied von politischen und militärischen Strukturen tätig war. Ebenso besuchte sie 1985 das Seminar für Equality Development and Peace in Nairobi und das 2. ANC Consultative-Seminar in Kabwe. Nachfolgend arbeitete sie von 1986 bis 1988 in politisch-militärischen Strukturen des ANC.[1][2][3]

Danach war sie von 1988 bis 1990 Repräsentantin der Frauenabteilung des ANC in Angola und bei der Panafrikanischen Frauenorganisation. Nach ihrer Rückkehr wurde sie 1990 Mitglied des Nationalen Exekutivkomitees des ANC und war zwischen 1991 und 1993 Nationale Organisatorin der Frauenliga des ANC.

Abgeordnete und Ministerin[Bearbeiten]

Mapisa-Nqakula, die von 1993 bis 1995 Generalsekretärin der ANC-Frauenliga war, wurde 1994 als Kandidatin des ANC erstmals zum Mitglied der Nationalversammlung gewählt und gehört dieser seither an. Während dieser Zeit war sie zwischen 1994 und 1996 auch Mitglied der Verfassungsversammlung.

Während ihrer langjährigen Parlamentszugehörigkeit gehörte sie den Gemeinsamen Ständigen Ausschüssen für Verteidigung und für Nachrichtendienste an. Seit 2001 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Fraktion des ANC in der Nationalversammlung und war daneben zwischen 2001 und 2002 Chief Whip des ANC.

2002 erfolgte ihre Ernennung zur Vizeministerin im Innenministerium. Am 28. April 2004 wurde sie Nachfolgerin des langjährigen Innenministers Mangosuthu Buthelezi und bekleidete dieses Amt fünf Jahre lang bis zum 11. Mai 2009. Seit 2004 ist sie darüber hinaus Präsidentin der Frauenliga des ANC.

Im Anschluss wurde sie im Mai 2009 nach der Wahl von Jacob Zuma zum Präsidenten Südafrikas Ministerin für den Strafvollzug im Kabinett Zuma, während die bisherige Außenministerin Nkosazana Dlamini-Zuma ihre Nachfolgerin als Innenministerin wurde.

Am 12. Juni 2012 wurde Nosiviwe Mapisa-Nqakula neue Ministerin für Verteidigung und Militärveteranen als Nachfolgerin von Lindiwe Sisulu, die wiederum Ministerin für den öffentlichen Dienst und Verwaltung wurde.[4] Nach den Wahlen 2014 behielt sie ihren Ministerposten.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Ministry of Correctional Services: Nosiviwe Noluthando Mapisa-Nqakula, Ms. Kurzbiographie auf www.info.gov.za
  2. The Cabinet of Thabo Mbeki. auf www.news24.com
  3. World Conference to Review and Appraise the Achievements of the United Nations Decade for Women's Equality, Development and Peace (1985 July 15-26: Nairobi). The Nairobi forward-looking Strategies for the Advancement of Women. New York, United Nations, 1985.
  4. Changes to National Executive and South African Police Service (South African Government Information, 12. Juni 2012)
  5. Kabinettsliste Mai 2014 (englisch), abgerufen am 1. Juni 2014