Notaresco

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Notaresco
Wappen
Notaresco (Italien)
Notaresco
Staat: Italien
Region: Abruzzen
Provinz: Teramo (TE)
Koordinaten: 42° 39′ N, 13° 54′ O42.6513.9267Koordinaten: 42° 39′ 0″ N, 13° 54′ 0″ O
Höhe: 267 m s.l.m.
Fläche: 37 km²
Einwohner: 6.884 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 186 Einw./km²
Postleitzahl: 64024
Vorwahl: 085
ISTAT-Nummer: 067032
Volksbezeichnung: notareschini
Schutzpatron: San Gennaro (19. September)
Website: Notaresco

Notaresco ist eine Gemeinde mit 6884 Einwohnern und liegt in der Nähe von Castellalto und Morro d’Oro in der italienischen Provinz Teramo. Die Ortschaft ist Mitglied der Comunità Montana del Vomano, Fino e Piomba.

Geografie[Bearbeiten]

Zu den Ortsteilen (Fraktionen) zählen Caporipe, Capracchia, Cordesco, Grasciano, Guardia Vomano, Pianura di Notaresco, Pianura Vomano, Saggio, Torrio, Valle Vignale und Villa Scapoli.

Die Nachbargemeinden sind: Atri, Castellalto, Cellino Attanasio, Morro d’Oro, Mosciano Sant’Angelo und Roseto degli Abruzzi.

Die Gemeinde liegt rund 23 km vom Hauptort der Provinz, der Stadt Teramo und 13 km von der Adriaküste entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 errichtete das faschistische Regime in Notaresco ein Internierungslager (campo di concentramento). Die Internierten waren in zwei privaten Wohnhäusern, der Casa Mazzarosa und der Casa Carusi, untergebracht. Die ersten Internierten waren ausländische und staatenlose Juden, die 1942 ins Internierungslager Ferramonti di Tarsia überstellt wurden, um Platz für Jugoslawen zu gewinnen. Mit der Ankunft der Jugoslawen verschärften sich die Internierungsbedingungen. Die letzten Insassen verliessen das Lager erst im Januar 1944. [2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die romanische Kirche San Clemente al Vomano in der Nähe der Fraktion Guardia Vomano wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Die Kirche gehört zur Abtei der Benediktiner.

Das archäologische Museum G. Romualdi in Notaresco verfügt über archäologische Funde im Umkreis der Gemeinde aus der Jungsteinzeit und Altsteinzeit. Es wurden in der Fraktion Grasciano die Reste einer römischen Villa gefunden. [3]

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 3.850 4.211 5.069 4.903 6.032 6.641 6.130 6.502 6.770

Quelle: ISTAT

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

In der Umgebung der Gemeinde werden Reben der Sorte Montepulciano für den DOC - Wein Montepulciano d’Abruzzo angebaut.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Carlo Spartaco Capogreco, I campi del duce. L’internamento civile nell’Italia fascista (1940-1943), Torino 2004 (Einaudi), S. 220-221; Klaus Voigt, Zuflucht auf Widerruf. Exil in Italien 1933-1945 (Band 2), Stuttgart 1993 (Klett-Cotta), S. 68
  3. La Villa Romana di Grasciano