Nothammer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nothammer in einem Bus, im grauen Gehäuse befindet sich der Draht, der den Nothammer gegen Diebstahl sichern soll.
Nothammer und Sollbruchstelle im ICE

Ein Nothammer oder Rettungshammer ist ein einfaches Gerät zum Retten und Selbstretten bei Verkehrsunfällen. Zweck des Nothammers ist es, im Notfall Glasscheiben aus Einscheiben-Sicherheitsglas (Heck- und Seitenscheiben) relativ sicher einschlagen zu können, um die Flucht bzw. die Rettung aus einem Gefahrenbereich zu ermöglichen.

Der Nothammer besteht im Regelfall aus einem Kunststoffkörper mit Handschutz, an den oben eine Spitze aus Stahl, ein Schlagdorn oder Ähnliches angebracht ist. Nothämmer befinden sich in jedem Omnibus und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln, besonders bekannt sind hier die roten Geräte, die zwischen den Fenstern im Fahrzeug angebracht sind. Für den privaten Bereich eignen sich Nothämmer mit integriertem Gurtmesser, die im Fahrzeug mitgeführt werden. Manchmal sind Nothämmer in andere Werkzeuge integriert, wie z. B. Taschenlampen oder Messer. Diese Gerätschaften weisen in der Regel auch Gurtmesser auf. Das Vorgängermodell des heute bekannten Nothammers war T-förmig und hatte ebenfalls einen Kunststoffgriff, besaß jedoch an beiden Enden eine Metallspitze. Dieses Modell wird jedoch seit über 20 Jahren nicht mehr in Bussen und ähnlichem verbaut.

Bei der Feuerwehr werden Nothämmer kaum eingesetzt, hier greift man eher auf Federkörner und Glassäge zurück.

Nothämmer werden häufig entwendet, da sie auch an unbeaufsichtigten Stellen aufgehängt werden. Neuere Modelle oft mit einem Draht befestigt, der spontanes Mitnehmen verhindern soll. Der Draht befindet sich auf einer Spule, sodass der Hammer im Notfall weiterhin bis zu mehrere Meter herausgenommen werden kann. Neben dem Diebstahl macht sich ein Täter auch wegen Missbrauch von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln strafbar.