Notre-Dame-de-Lorette (Paris)

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Notre-Dame-de-Lorette

Die Pfarrkirche Notre-Dame-de-Lorette ist eine im Stil einer römischen Basilika erbaute Kirche in Paris. Sie befindet sich im 9. Arrondissement, etwa 100 m nördlich der Rue la Fayette. Sie ist nicht zu verwechseln mit der berühmten Kathedrale Notre-Dame de Paris.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bauzeit erstreckte sich von 1823 bis 1836. Architekt war Louis-Hippolyte Lebas, der auch am Bau der Pariser Börse, des Palais Brongniart, beteiligt war. Der Name der Kirche soll an das Wunder erinnern, dem zufolge Engel das Haus der Jungfrau Maria nach Loreto in Italien gebracht haben sollen.

Fenster mit der Darstellung der Himmelfahrt Mariens

Bleiglasfenster[Bearbeiten]

Die Bleiglasfenster in der Kirche sind die ersten Fenster, die von der Manufacture de Sèvres gefertigt wurden. Sie wurden in den 1830er Jahren nach Kartons namhafter Künstler ausgeführt, die Darstellung der Himmelfahrt Mariens stammt von Pierre Delorme.

Orgel[Bearbeiten]

Aristide Cavaillé-Coll erbaute in der Kirche 1836–1838 eine seiner ersten Orgeln. Der Komponist César Franck war hier von 1846 bis 1859 Organist.[1] Stolz und Haerpfer-Erman setzten sie 1881 bzw. 1975 instand. Sie ist als monument historique klassifiziert und hat folgende Disposition:

I Positif C–f3
Montre 8′
Bourdon 8′
Salicional 8′
Prestant 4′
Flûte 4′
Nasard 22/3
Doublette 2′
Tierce 13/5
Fourniture IV
Cymbale III
Cornet V
Trompette 8′
Cromorne 8′
Clairon 4′
II Grand-Orgue C–f3
Montre 16′
Bourdon 16′
Montre 8′
Bourdon 8′
Flûte cônique 8′
Prestant 4′
Flûte 4′
Nasard 22/3
Quarte 2′
Tierce 13/5
Grosse fourniture III
Fourniture III–IV
Cymbale IV
Cornet V
Bombarde 8′/16′
Trompette 8′
Hautbois 8′
Clairon 4′
III Récit expressif C–f3
Bourdon 8′
Flûte traversière 8′
Flûte octaviante 4′
Flûte à cheminée 4′
Flageolet 2′
Cornet III
Cor anglais 16′
Trompette 8′
Hautbois 8′
Voix humaine 8′
Pédale C–d1
Flûte 16′
Flûte 8′
Flûte 4′
Bombarde 16′
Trompette 8′
Clairon 4′
Orgel, Cavaillé-Coll 1838

Umgebung[Bearbeiten]

Direkt neben der Kirche befindet sich die gleichnamige Métrostation Notre Dame de Lorette der Linie 12. Neben der Kirche verläuft auch die nach ihr benannte Rue Notre-Dame-de-Lorette. Während seiner Zeit in Paris hat Jules Verne im Jahre 1851 unter anderem in dieser nach der Kirche benannten Straße gewohnt.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Mairie de Paris (Hrsg.): Vitraux parisiens. Les balades du patromoine Nr.11. Paris 2010

Zur Orgel

  •  Edward J. Hopkins und Edward Francis Rimbault: The Organ Its History and Construction: A Comprehensive Treatise on the Structure & Capabilities of the Organ. R. Cocks/H. Bailiere, London/New York 1870, S. 415 (Online).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Notre-Dame-de-Lorette (Paris) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1], [2]
  2. vgl. Zu Hause bei Jules Verne in Paris

48.8763861111112.339Koordinaten: 48° 52′ 35″ N, 2° 20′ 20″ O