Nová Ves nad Lužnicí

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Nová Ves nad Lužnicí
Wappen von ????
Nová Ves nad Lužnicí (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: Jindřichův Hradec
Fläche: 2379 ha
Geographische Lage: 48° 49′ N, 14° 56′ O48.81514.925555555556474Koordinaten: 48° 48′ 54″ N, 14° 55′ 32″ O
Höhe: 474 m n.m.
Einwohner: 337 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 378 06 - 378 09
Verkehr
Straße: Suchdol nad Lužnicí - České Velenice
Bahnanschluss: Třeboň - České Velenice
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 2
Verwaltung
Bürgermeister: Josef Dlabík (Stand: 2007)
Adresse: Nová Ves nad Lužnicí 109
378 09 Nová Ves nad Lužnicí
Gemeindenummer: 562360
Website: www.novaves.info

Nová Ves nad Lužnicí (deutsch Erdweis) ist eine Gemeinde in Tschechien mit 350 Einwohnern. Sie befindet sich sechs Kilometer nordwestlich von České Velenice und gehört zum Okres Jindřichův Hradec.

Geographie[Bearbeiten]

Das Dorf befindet sich linksseitig des Mäanderlaufes der Lainsitz an der Staatsstraße 103. Nachbarorte sind Dvory nad Lužnicí und Halámky im Norden, Neu-Nagelberg im Nordosten, Krabonoš im Osten, Breitensee im Südosten, České Velenice im Süden, Vyšné im Südwesten, Žofina Huť im Westen sowie Trpnouze, Hranice und Dolejší Chalupy im Nordwesten. Nordöstlich des Dorfes befindet sich ein ausgedehnter Baggersee.

Geschichte[Bearbeiten]

Seit dem 14. Jahrhundert erfolgte die Besiedlung des Weitraer Gebietes. Eine der dabei entstandenen Ortschaften war das seit 1499 im Weitraer Urbar nachweisbare Dorf Erdweis.

Seit 1784 war Erdweis nach Zuggers gepfarrt. Im Ende des 19. Jahrhunderts entstand eine Glasfabrik, die heute unter Skloform a.s. firmiert. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte die niederösterreichische Gemeinde zu dem Teil des Weitraer Gebiets, der im Vertrag von Saint-Germain 1920 der Tschechoslowakei zugesprochen wurde.

1930 lebten in Erdweis mit Sophienwald und Waldhäuser 887 Menschen, 1939 waren es 701. Nach dem Münchner Abkommen wurde der Ort von 1939 bis 1945 dem deutschen Landkreis Gmünd zugewiesen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam er zur Tschechoslowakei zurück und wurde nach der Vertreibung der deutschen Bewohner stark entsiedelt. Mit dem Bau des Eisernen Vorhangs lag die Gemeinde im Grenzgebiet. 1981 erfolgte die Eingemeindung nach České Velenice, seit 1990 bildet Nová Ves nad Lužnicí wieder eine selbstständige Gemeinde.

Neben Skloform ist im Ort mit der Fa. Lasselsberger ein weiteres Unternehmen ansässig. Nördlich von Krabonoš werden seit den 1970er Jahren Feldspat und Kiessande im Tagebau gefördert und zu Mörtel verarbeitet.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Nová Ves nad Lužnicí besteht aus den Ortsteilen Nová Ves nad Lužnicí (Erdweis) und Žofina Huť (Sophienwald) sowie den Ortslagen Krabonoš (Zuggers), Lesní Chalupy (Waldhäuser) und Záblatí (Mooshäuser).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nová Ves nad Lužnicí – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)