Novene

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Novene zum Heiligen Geist in einer portugiesischen Kirche

Die Novene (von lat. novem „neun“) ist eine vorwiegend in der katholischen Kirche übliche Gebetsform, bei der bestimmte Gebete an neun aufeinanderfolgenden Tagen verrichtet werden, die aus einem gleichbleibenden und einem täglich wechselnden Teil bestehen, um von Gott besondere Gnadengaben zu erflehen.

Solche Novenen sind z. B. zur Vorbereitung eines Hochfestes (Ostern, Weihnachten, Pfingsten) oder auch vor einer wichtigen persönlichen Entscheidung oder vor bedeutenden Lebensereignissen (etwa Weihe, Profess, Jungfrauenweihe, Eheschließung) verbreitet. Beim Tode von Klerikern oder Personen des geweihten Lebens wird oft eine Trauernovene gehalten.

Der Ursprung liegt wohl in der Pfingstnovene, dem neuntägigen Gebet um den Heiligen Geist, wie es die Apostel und die Jünger Jesu mit Maria nach der Himmelfahrt Jesu im Abendmahlssaal praktizierten. Sie geht auf den Pfingstbericht in der Apostelgeschichte 2,1–14 EU zurück, nach dem die ersten Christen nach der Himmelfahrt Christi zurückgezogen im Gebet lebten, bis am Pfingsttag der Heilige Geist über sie kam. Die Pfingstnovene gehört daher zum Brauchtum der Kirche. Darüber hinaus gibt es unter anderem Novenen zur Jungfrau Maria und zu den Heiligen.

Die ursprünglich römisch-katholische Gebetspraxis wird mittlerweile auch in der orthodoxen, anglikanischen und einigen lutherischen Kirchen gepflegt.

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