Nowogrodziec

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Nowogrodziec
Wappen von Nowogrodziec
Nowogrodziec (Polen)
Nowogrodziec
Nowogrodziec
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Bolesławiec
Fläche: 16,17 km²
Geographische Lage: 51° 12′ N, 15° 24′ O51.215.4Koordinaten: 51° 12′ 0″ N, 15° 24′ 0″ O
Höhe: 180 m n.p.m
Einwohner: 4230
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 59-730
Telefonvorwahl: (+48) 75
Kfz-Kennzeichen: DBL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: LubańBolesławiec
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 14 Ortschaften
Fläche: 176,26 km²
Einwohner: 15.240
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0201043
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Robert Relich
Adresse: Rynek 1
59-730 Nowogrodziec
Webpräsenz: www.nowogrodziec.pl

Nowogrodziec [nɔvɔˈgrɔʥɛʦ] (dt. Naumburg am Queis) ist eine Kleinstadt im Powiat Bolesławiecki in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Sie liegt am am Ostufer des Queis, rund 120 Kilometer westlich von Breslau. Die gleichnamige Stadt- und Landgemeinde hat rund 15.000 Einwohner (davon in der Stadt 4.000 auf 16,17 km²) und ist Mitglied der Euroregion Neiße.

Geschichte[Bearbeiten]

Als Stadt wurde Naumburg 1233 von Herzog Heinrich I. von Schlesien an der Furt der nördlichen Hohen Straße durch den Queis gegründet und mit Magdeburger Stadtrecht versehen. In der Stadt bestand vom 13. Jahrhundert an ein Kloster der Magdalenerinnen, von dem nur mehr Ruinen erhalten sind. Bis 1815 war Naumburg Grenzstadt zur Oberlausitz. Neben der Tuchmacherei wurde in Naumburg hauptsächlich Keramik hergestellt. Die Stadt war die schlesische Töpferstadt und lag in der Bedeutung und Größe der Innung weit vor dem für seine Töpfereien bekannteren Bunzlau. Im Juli 1936 tagte in Naumburg die Bekenntnissynode der Bekennenden Kirche der Kirchenprovinz Schlesien (sog. Naumburger Synode). Im 1938 eingegliederten Ortsteil Ołdrzychów (Ullersdorf am Queis) steht die letzte Kursächsische Postmeilensäule mit der Nr. 112 (Zählung ab Leipzig) im Zuge der Via Regia, unweit der alten Grenze der Oberlausitz und Schlesiens (Queis-Brücke), in Form einer Ganzmeilensäule von 1725, welche aus Anlass des EU-Beitrittes von Polen 2004 restauriert wurde.

Landgemeinde von Nowogrodziec[Bearbeiten]

Nowogrodziec umfasst neben dem Stadtkern auch eine Landgemeinde mit folgenden Ortsteilen:

  • Czerna (Tschirne, 1937–45 Tonhain)
  • Gierałtów (Gersdorf a. Queis)
  • Godzieszów (Günthersdorf)
  • Gościszów (Gießmannsdorf)
  • Milików (Herzogswaldau)
  • Nowa Wieś (Neundorf)
  • Ołdrzychów (Ullersdorf a. Queis)
  • Parzyce (Paritz)
  • Wykroty (Waldau/Oberlausitz)
  • Zabłocie (Thiergarten)
  • Zagajnik (Haidewaldau/Oberlausitz)
  • Zebrzydowa (Siegersdorf)

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Joseph Schnabel (1767–1831), Kirchenmusiker, Domkapellenmeister, Universitätsmusikdirektor in Breslau
  • Hugo Emil Schober (1820–1882), deutscher Agrarwissenschaftler
  • Gertrud Bäumer (1873–1954), deutsche Frauenrechtlerin und Politikerin, lebte von 1933 bis 1944/45 in der Landgemeinde Gießmannsdorf (heute Gościszów)
  • Oskar von Boenigk (1893–1946), Jagdpilot im Ersten Weltkrieg, Träger des Ordens Pour le Mérite und Generalmajor im Zweiten Weltkrieg
  • Rudolf Rückert (* 1929), deutscher Politiker (CDU) und Oberbürgermeister von Salzgitter
  • Hans Skirecki (* 1935), deutscher Schriftsteller und Übersetzer

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Micke: Urkundliche Geschichte der Stadt und des früheren Klosters Naumburg am Queis. Bunzlau 1844

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nowogrodziec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. Juli 2014.