Noworossijsk

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt in Russland, für Informationen zur zwischen 1797 und 1802 ebenfalls Noworossijsk genannten Stadt, siehe Dnipropetrowsk.
Stadt
Noworossijsk
Новороссийск
Vorlage:Infobox Ort in Russland/Wartung/Flagge
Wappen
Wappen
Föderationskreis Südrussland
Region Krasnodar
Stadtkreis Noworossijsk
Bürgermeister Wladimir Sinjagowski
Gegründet 1838
Stadt seit 1866
Fläche 835 km²
Bevölkerung 241.952 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 290 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 20 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 8617
Postleitzahl 353900–353925
Kfz-Kennzeichen 23, 93, 123
OKATO 03 420
Website admin.novoros.com
Geographische Lage
Koordinaten 44° 43′ N, 37° 46′ O44.71666666666737.76666666666720Koordinaten: 44° 43′ 0″ N, 37° 46′ 0″ O
Noworossijsk (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Noworossijsk (Region Krasnodar)
Red pog.svg
Lage in der Region Krasnodar
Liste der Städte in Russland

Noworossijsk (russisch Новоросси́йск) ist eine russische Hafenstadt in der Region Krasnodar. Sie liegt am Schwarzen Meer an den westlichen Ausläufern des Kaukasusgebirges und hat 241.952 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Die Stadt hat seit 2006 eine neue, zwei Kilometer lange Uferpromenade. Noworossijsk ist Universitätsstadt, Kulturzentrum und ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Darüber hinaus ist es als Marinestützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte von Bedeutung.

Geschichte[Bearbeiten]

Blick auf Noworossijsk
Straße in Noworossijsk
Strände in der Nähe der Stadt
Promenade am Schwarzen Meer

An der Stelle der heutigen Stadt wurde bereits von den alten Griechen eine Kolonie namens Bata gegründet. Der Ort wurde im 12. und 13. Jahrhundert eine genuesische Handelsniederlassung und später vom Osmanischen Reich erobert. Die Osmanen errichteten an der Mündung des Flusses Zemes eine Festung mit dem Namen Sudjuk Kale, um von hier aus Sklavenhandel zu betreiben. 1808 wurde die Festung von Russland erobert. Die Stadt wurde 1838 an der Stelle der 1812 von den Russen zerstörten Festung gegründet. Ihr Name geht auf die Provinz Neurussland (Noworossija) zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Hafen ausgebaut und ein wirtschaftlicher Aufschwung folgte.

Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt von 1942 bis 1943 Schauplatz heftiger Kämpfe. Noworossijsk war der östlichste Punkt an der Schwarzmeerküste, bis zu dem die deutsche Wehrmacht vordrang. Da diese hier abgewehrt wurde, bekam Noworossijsk 1973 die Auszeichnung einer Heldenstadt verliehen. Der spätere Generalsekretär der KPdSU Leonid Breschnew hatte südlich der Stadt seinen Kommandostand.

Das vormals italienische Schlachtschiff RN Giulio Cesare wurde zu Ehren der Stadt 1949 als Noworossijsk in die sowjetische Marine übernommen. Der Kreuzer Michail Kutusow, der bei der Explosion der Noworossijsk dem Schlachtschiff am nächsten lag und die Besatzung des Schiffes unterstützte, liegt heute als Museumsschiff im Hafen der Stadt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 16.897
1939 95.240
1959 93.461
1970 132.744
1979 159.135
1989 185.938
2002 232.079
2010 241.952

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft[Bearbeiten]

Noworossijsk ist dem Warenumsatz nach der größte Seehafen Russlands.[2] Es wird vor allem Erdöl verschifft (eine Pipeline aus Zentralasien führt hierher), daneben auch Getreide. Zu den bedeutendsten Industrien zählt die Zementindustrie. In der Umgebung von Noworossijsk liegt zudem eines der wenigen Weinanbaugebiete Russlands.

Sport[Bearbeiten]

Im Fußball ist die Stadt durch den Verein Tschernomorez Noworossijsk vertreten.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Bemerkenswerte Bauwerke[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Angaben der Hafengesellschaft (englisch), abgerufen am 26. Juli 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Noworossijsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien