Nowy Sącz

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Nowy Sącz
Wappen von Nowy Sącz
Nowy Sącz (Polen)
Nowy Sącz
Nowy Sącz
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 57,00 km²
Geographische Lage: 49° 37′ N, 20° 42′ O49.61666666666720.7Koordinaten: 49° 37′ 0″ N, 20° 42′ 0″ O
Höhe: 290 m n.p.m
Einwohner: 83.868
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 33-300
Telefonvorwahl: (+48) 18
Kfz-Kennzeichen: KN
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 28 Rabka Zdrój-Jasło
DK 75 Brzesko-Muszynka
DK 87 Nowy Sącz-Piwniczna Zdrój
Nächster int. Flughafen: Krakau-Balice
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 57,00 km²
Einwohner: 83.868
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1471 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1262011
Verwaltung (Stand: 2011)
Stadtpräsident: Ryszard Nowak
Adresse: Rynek 1
33-300 Nowy Sącz
Webpräsenz: www.nowysacz.pl

Nowy Sącz ['nɔvɨ 'sɔnʧ] (deutsch: Neu Sandez oder älter Neu Sandec; ungarisch: Újszandec) ist eine Stadt in der polnischen Wojewodschaft Kleinpolen und hat etwa 84.000 Einwohner. Die Stadt liegt nördlich der Sandezer Beskiden (Beskid Sądecki) in einer Talweitung an der Mündung der Kamienica in den Dohnst (Dunajec) auf 290 m Höhe über NN und ist ein regionales Industrie- und Dienstleistungszentrum.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahre 1292 von König Wenzel II. von Böhmen angelegt, das Stadtrecht erhielt er im 14. Jahrhundert von Władysław I. Ellenlang. In diesem Zeitraum stellten deutsche Kolonisten ca. 3/4 der Stadtbevölkerung (Walddeutsche). Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hielt sich eine deutsche Minderheitsbevölkerung im Ort (Sprachinsel).[2]

Besondere Privilegien, die von Kasimir dem Großen gewährt wurden, bewirkten einen raschen Aufstieg der Stadt. Der verheerende Brand von 1611, Epidemien und Kriege verursachten dann den Niedergang.

Nowy Sącz im 19. Jahrhundert

Ab 1772 gehörte die Stadt zum österreichischen Kronland Galizien und wurde dort zu einem wichtigen Verwaltungszentrum, von 1774 bis 1782 kurzzeitig Sitz eines Bezirksamts, wurde dann bis 1876 in ein Kreisamt umgewandelt und war dann bis zum Ende der österreichischen Herrschaft in Galizien (fiel 1918 an Polen) Sitz einer Bezirkshauptmannschaft. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Ort zu einem bedeutenden Zentrum des Chassidismus, hier wirkte Chaim Halberstam ab 1830 als Rabbiner. Im Ersten Weltkrieg befand sich für kurze Zeit das Hauptkommando eines Teiles der Ostfront (Przemysl) der verbündeten Truppen von Österreich-Ungarn und des Deutschen Reiches in Neu Sandez.

Von 1975 bis 1998 war Nowy Sącz die Hauptstadt der Woiwodschaft Nowy Sącz.

Politik und Verwaltung[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Nowy Sącz unterhält 11 Städtepartnerschaften.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Altstadt, Margarethenkirche, Stadtmuseum, Heiliggeistkirche, Alte Synagoge, Rathaus, Schlossruine.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sonstige mit der Stadt in Verbindung stehende Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Emanuel Ringelblum (1900–1944), polnisch-jüdischer Historiker, Politiker, Pädagoge und Publizist, verbrachte hier seine Jugend

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nowy Sącz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 3. Dezember 2014.
  2. Wojciech Blajer: Bemerkungen zum Stand der Forschungen über die Enklawen der mittelalterlichen deutschen Besiedlung zwischen Wisłoka und San. In: Późne średniowiecze w Karpatach polskich. Red. Jan Gancarski. Krosno 2007, ISBN 978-83-60545-57-7.