Nowy Tomyśl
| Nowy Tomyśl | ||||
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| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Großpolen | |||
| Landkreis: | Nowotomyski | |||
| Fläche: | 5,2 km² | |||
| Geographische Lage: | 52° 19′ N, 16° 8′ O52.31666666666716.133333333333Koordinaten: 52° 19′ 0″ N, 16° 8′ 0″ O | |||
| Höhe: | 70 m n.p.m | |||
| Einwohner: |
14.865 |
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| Postleitzahl: | 64-300, 64-301 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 61 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | PNT | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Straße: | A2 | |||
| Schienenweg: | Berlin–Warschau | |||
| Nächster int. Flughafen: | Posen-Ławica | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | |||
| Gemeindegliederung: | 18 Schulzenämter | |||
| Einwohner: |
24.978 |
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| Gemeindenummer (GUS): | 3015043 | |||
| Verwaltung (Stand: 2007) | ||||
| Bürgermeister: | Henryk Helwing | |||
| Adresse: | ul. Poznańska 33 64-300 Nowy Tomyśl |
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| Webpräsenz: | www.nowytomysl.pl | |||
Nowy Tomyśl (deutsch bis 1875 Neutomysl, danach Neutomischel), ist eine polnische Kreisstadt in der Woiwodschaft Großpolen. Mit den 18 umliegenden Dörfern bildet sie eine von vier Stadt- und Landgemeinden im gleichnamigen Powiat Nowotomyski.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Ursprünglich war die Region sehr waldreich, Funde deuten allerdings auf eine Siedlung schon vor 11.000 Jahren hin.
Im 18. Jahrhundert wurde das Gebiet von holländischen Siedlern bewirtschaftet. Die eigentliche Stadtgeschichte beginnt etwa 1780. Siedler konnten zu relativ günstigen Konditionen Waldflächen von der Szołdrski-Familie entlang den Flüssen Dojca, Czarna Woda (Schwarzwasser) und Szarka erwerben und in Ackerland verwandeln. Diese Möglichkeit nutzten Polen sowie aus Brandenburg, Schlesien und Pommern kommende Deutsche. Für die zumeist protestantischen Siedler wurde 1778/79 eine Kirche errichtet. Feliks Szołdrski, der Besitzer der Gebiete, sorgte dafür, dass um die Kirche herum eine Stadt als Zentrum für die umliegenden Siedlungen entstand. Am 8. April 1786 erhielt der Ort das Stadtrecht, das Dorf Tomischel wurde zu Alttomischel (Stary Tomyśl).
Mit der Teilung Polens 1793 fiel die Stadt an Preußen. Unter dem Einfluss Napoleons gehörte die Stadt von 1807 bis 1815 zum Herzogtum Warschau. Als Ergebnis des Wiener Kongresses fiel sie wieder an Preußen, 1848 wurde sie Kreisstadt. Bei der Volkszählung am 1. Dezember 1900 gaben 51,0% der Bevölkerung an, polnischer Nationalität zu sein. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Stadt am 3. Januar 1919, nach etwa 125 Jahren, wieder polnisch. Nachdem in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg die deutsche Bevölkerung Repressalien ausgesetzt war, hatte umgekehrt dann nach dem deutschen Einmarsch die polnische Bevölkerung unter der Germanisierungspolitik während des Zweiten Weltkrieges zu leiden, viele Einwohner wurden zu Zwangsarbeit verpflichtet.
Die Befreiung der Stadt von der deutschen Besetzung erfolgte am 27. Januar 1945. Der deutsche Bevölkerungsanteil wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Wappen
Das Wappen Neutomischels stellt ein gelbes hölzernes Boot auf rotem Grund dar.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Mit dem brandenburgischen Amt Biesenthal-Barnim wurde am 13. Dezember 1999 nach mehreren gegenseitigen Treffen ein Partnerschaftsvertrag über gegenseitige kommunale Zusammenarbeit unterzeichnet.
Mit der deutschen Stadt Goch (Niederrhein) besteht seit dem 15. März 1997 eine Partnerschaft, die bereits 1994 initiiert wurde.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museen
Museum der Korbmacherei und des Hopfenanbaus
[Bearbeiten] Bauwerke
Mehrere Bauwerke aus der Anfangszeit der Stadt sowie aus dem 19. Jahrhundert sind erhalten geblieben, wie die 1778 errichtete Herz-Jesu-Kirche, die 1895 errichtete Kirche der Muttergottes der unablässigen Hilfe, das Rathaus (1879), die Mühle (1885) und der Wasserturm.
Während der Zeit der holländischen Besiedlung entstanden die umliegenden Dörfer als Streusiedlungen, mehrere Gehöfte aus dieser Zeit sind erhalten geblieben.
[Bearbeiten] Parks
1972 wurde im Südosten der Stadt ein 34 ha großer Erholungspark angelegt. Etwa 10% davon nimmt der 1974 eingerichtete zoologische Garten ein. Er beherbergt exotische und geschützte Tierarten, der Eintritt ist kostenlos.
[Bearbeiten] Gemeinde
Die Stadt- und Landgemeinde umfasst neben dem Hauptort Nowy Tomyśl 18 Dörfer.
| Name | deutscher Name (1815-1919) |
deutscher Name (1939-45) |
Einwohnerzahl (2008) [3] |
|---|---|---|---|
| Bukowiec | Bukowiec | 1939-43 Buchenhain 1943-45 Buckwitz |
1022 |
| Boruja Kościelna | Kirchplatz Borui | Kirchplatz | 972 |
| Cicha Góra | Cichagora 1906-19 Schichagora |
Ziegenkrug | 411 |
| Chojniki | Kunik | Tannenwalde | 118 |
| Glinno | Glinau | Glinau | 1256 |
| Grubsko | Grubske | Buschdorf | 101 |
| Jastrzębsko Stare | Friedenhorst | Friedenhorst | 651 |
| Kozie Laski | Kozielaske 1901-19 Königsfelde |
(zu Königsfelde) | 171 |
| Nowa Boruja | Neu Borui | Neu Hopfengarten | 575 |
| Nowa Róża | Neurose | Neurose | 134 |
| Nowy Tomyśl | Neutomysl 1875-1919 Neutomischel |
Neutomischel | 15.258 |
| Paproć | Paprotsch | Hopfengrund | 799 |
| Przyłęk | Scherlanke | Scherlanke | 585 |
| Róża | Rose | Rose | 186 |
| Sątopy | Sontop | Sontop | 599 |
| Sękowo | Zinskowo 1901-19 Friedenwalde |
Friedenwalde | 419 |
| Stary Tomyśl | Alttomysl 1875-1919 Alttomischel |
Königsfelde | 594 |
| Szarki | Scharke | Hohenbrück | 137 |
| Wytomyśl | Witomysl 1875-1919 Witomischel |
Bruchdorf | 517 |
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Amei-Angelika Müller (1930-2007), Autorin
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 23. Juni 2011.
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 23. Juni 2011.
- ↑ Demografia w gminie Nowy Tomyśl. Abgerufen am 10. November 2008.