Nucleus (Band)

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Nucleus
Allgemeine Informationen
Genre(s) Fusionjazz
Gründung 1969
Auflösung 1989
Gründungsmitglieder
Trompete, Flügelhorn, Synthesizer
Ian Carr
Karl Jenkins
Brian Smith
Chris Spedding
Jeff Clyne
John Marshall
Letzte Besetzung
Trompete, Flügelhorn
Ian Carr
Sopransaxophon, Klarinette
Phil Todd
Keyboards
Geoff Castle
Bassgitarre
Dill Katz
Bass
Mo Foster
Schlagzeug
John Marshall
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Ray Russell
Piano
Dave MacRae
Gitarre
Allan Holdsworth
Bass
Roy Babbington
Schlagzeug
Clive Thaker
Gitarre
Ken Shaw
Saxophon, Flöte
Bob Bertles
Saxophon, Flöte
Tim Whitehead
Bass
Roger Sutton
Bass
Bill Christian
Perkussion
Trevor Tomkins
Bass
Chucho Merchan
Schlagzeug
Bryan Spring
Schlagzeug
Roger Sellers
Schlagzeug, Perkussion
Nic France
Schlagzeug
Mark Wood
Gastmusiker
Bass
Jack Bruce
Malcolm Griffiths
Synthesizer
Keith Winter
Trompete
Kenny Wheeler
Saxophon
Tony Roberts
Bassklarinette, Klarinette, Tenorsaxophon
Tony Coe
Trompete, Flügelhorn
Harry Beckett
Gesang
Norma Winstone
Gesang
Kieran White
Schlagzeug
Tony Levin

Nucleus war eine von Ian Carr gegründete britische Rockjazz-Band, die von 1969 bis 1989 bestand.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Band ist eine der ersten und erfolgreichsten Rockjazz-Gruppen Großbritanniens. Sie spielte zunächst in einer Combo-Besetzung, wurde aber seit der dritten Platte im Studio gelegentlich bis zum Big Band-Format ausgedehnt. Mit einer erweiterten Besetzung präsentierte Carr 1973 in der Queen Elizabeth Hall die Uraufführung seiner zyklischen Komposition „Labyrinth“. Auf der letzten „regulären“ Platte der Gruppe ist die Besetzung um ein Streichorchester erweitert.

Nucleus führte vornehmlich Kompositionen von Carr auf; auf den ersten Platten finden sich aber vor allem Kompositionen weiterer Gründungsmitglieder, beispielsweise von Karl Jenkins, Jeff Clyne oder Chris Spedding, die sich durch einen sehr dichten Sound auszeichnen. Nach eigenen Angaben[1] hat Carr mit Nucleus ein „umfassendes pluralistisches Konzept“ verfolgt, in dem neben improvisierten Passagen auskomponierte, neben tonalen freie Teile standen, die in einem „ausgewogenen Verhältnis von Spannung und Entspannung“ angeordnet waren.

Die Band war regelmäßig in Europa in Tour, wo sie auf Festivals wie dem Montreux Jazz Festival, aber auch in Jazzclubs und anderen Spielstätten auftrat; sie spielte aber auch auf dem Newport Jazz Festival.

Im August 2005 fand ein Teil früherer Mitglieder unter Leitung von Geoff Castle noch einmal für ein Konzert zusammen.

Diskografie[Bearbeiten]

  • Elastic Rock (Vertigo, 1970)
  • We'll Talk About It Later (Vertigo, 1970)
  • Solar Plexus (Vertigo, 1971)
  • Belladonna (Vertigo, 1972)
  • Labyrinth (Vertigo, 1973)
  • Roots (Vertigo, 1973)
  • Under the Sun (Vertigo, 1974)
  • Alleycat (Vertigo, 1975)
  • Snakehips Etcetera (Vertigo, 1975)
  • Direct Hits (Kompilation, Vertigo, 1976)
  • In Flagranti Delicto (Capitol, 1977)
  • Out of the Long Dark (Capitol, 1978)
  • Awakening (Mood, 1980)
  • Live at the Theaterhaus (Mood, 1985)
  • Old Heartland (MMC/EMI,1988)

Die meisten Alben sind bei BGO Records wiederveröffentlicht worden.

Beteiligung an anderen Alben[Bearbeiten]

  • Neil Ardley Kaleidoscope of Rainbows (Gull 1976)[2]
  • Various Artists Jazzbühne Berlin '79 (Amiga Jazz, 1979)[3]

Spätere Veröffentlichungen von Live-Mitschnitten[Bearbeiten]

  • The Pretty Redhead (aufgenommen 1971 and 1982) (Hux, 2003)
  • Live in Bremen (aufgenommen 1971) (Cuneiform, 2003)
  • Hemispheres (aufgenommen 1970 & 1971) (Hux, 2006)
  • UK Tour '76 (aufgenommen 1976) (MLP, 2006)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. zit. nach Martin Kunzler, Jazz-Lexikon Bd. 1. Reinbek 2002, S. 182
  2. Nucleus ist mit anderen Musikern am Titelstück beteiligt; die anderen Stücke ohne die Band. Vgl. *Vollständige Diskografie von Nucleus
  3. Nur ein Stück dieser Kompilation stammt von Nucleus, „Out of the Long Dark“