Nufenen GR
| GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Nufenen zu vermeiden. |
| Nufenen | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Graubünden (GR) |
| Bezirk: | Hinterrhein |
| Kreis: | Rheinwald |
| BFS-Nr.: | 3693 |
| Postleitzahl: | 7437 |
| Koordinaten: | 738082 / 15591446.540279.2388861569Koordinaten: 46° 32′ 25″ N, 9° 14′ 20″ O; CH1903: 738082 / 155914 |
| Höhe: | 1'569 m ü. M. |
| Fläche: | 28.03 km² |
| Einwohner: | 159 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 6 Einw. pro km² |
| Website: | www.nufenen.ch |
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Nufenen GR |
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| Karte | |
Nufenen (Betonung auf der ersten Silbe, rätoromanisch Nueinas) ist eine politische Gemeinde des Kreises Rheinwald im Bezirk Hinterrhein. Sie gehört zum Kanton Graubünden in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Wappen[Bearbeiten]
Blasonierung: In Rot schräglinks silberne Breitaxt mit goldenem Griff.
Die Axt steht für die Rodungsarbeit der ersten Siedler. Der Name der Gemeinde wird als Novena (neue Rodung) gedeutet.
Geographie[Bearbeiten]
Nufenen, das zweitoberste Dorf im west-östlich verlaufenden Trogtal des Rheinwalds, liegt links des Hinterrheins gegenüber der Mündung des Areuabachs. Der Gemeindebann erstreckt sich quer zum Tal und erreicht im Norden am Valserhorn (2'886 m ü. M.) und Bärenhorn (2929 m) die Wasserscheide gegen das Vorderrheingebiet. Rechts des Flusses dominieren die Gipfel von Einshorn (2944 m, höchster Punkt der Gemeinde) und Guggernüll (2886 m) beidseits der Mündungsschlucht des Areuatals, dessen oberer Abschnitt als Val Curciusa politisch zum Misox gehört. Als einzige Gemeinde des Tals wies Nufenen zeitweise die ansonsten für Walsergebiete typische aufgelockerte Siedlungsform auf, seit dem 19. Jahrhundert ist aber nur noch das Haufendorf an der historischen San-Bernardino-Route ganzjährig bewohnt. Charakteristisch für das innere Rheinwald sind die Waldarmut der schwächer geneigten sonnseitigen Talflanke und die unzähligen Heuställe im bis 2250 m hinauf reichenden Gürtel der Wiesen und Weiden.
Im Jahr 1997 wurden 54.9 % der Gemeindefläche landwirtschaftlich genutzt, der Wald nahm 14.8 % ein, die Siedlungen 0.9 %. Als unproduktiv galten 29.5 %.
Nachbargemeinden sind Vals, Safien, Splügen, Mesocco und Hinterrhein.
Geschichte[Bearbeiten]
Bis ins 13. Jahrhundert diente das innere Rheinwald – heutige Gemeinden Nufenen und Hinterrhein – Bauern aus dem Schams als Alpweide. Um 1280 siedelten sich auf Betreiben der Freiherren von Sax-Misox und der Freiherren von Vaz deutschsprachige (Walser) Kolonisten aus dem Pomatt an. 1343 wird das Dorf als Ovena erstmals urkundlich erwähnt. Wirtschaftliche Grundlagen des in den Drei Bünden als Nachbarschaft des Gerichts Rheinwald zum Grauen Bund gehörigen Ortes bildeten Landwirtschaft (Viehzucht) und der Passverkehr über den San Bernardino. Als ehemals grösstes Dorf der Talschaft gilt es bis heute als politischer Hauptort, obwohl die zentralen Funktionen mittlerweile an Splügen übergegangen sind. Die Eröffnung der Gotthardbahn traf 1882 das Bündner Transportgewerbe schwer; die Einwohnerzahl Nufenens sank von 1850 bis 1990 um fast zwei Drittel.
Bevölkerung[Bearbeiten]
| Jahr | 1850 | 1900 | 1950 | 1990 | 2005 |
| Einwohnerzahl | 344 | 206 | 170 | 121 | 159 |
Sprachen[Bearbeiten]
Als Walsersiedlung gehört Nufenen zu den deutschsprachigen Gemeinden des Kantons Graubünden. Deutsch ist einzige Behördensprache. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:
| Sprachen in Nufenen | ||||||
| Sprachen | Volkszählung 1980 | Volkszählung 1990 | Volkszählung 2000 | |||
| Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | |
| Deutsch | 126 | 92,65 % | 115 | 95,04 % | 123 | 96,85 % |
| Rätoromanisch | 4 | 2,94 % | 0 | 0,00 % | 0 | 0,00 % |
| Italienisch | 4 | 2,94 % | 0 | 0,00 % | 1 | 0,79 % |
| Einwohner | 136 | 100 % | 121 | 100 % | 127 | 100 % |
Herkunft und Nationalität[Bearbeiten]
Von den Ende 2005 159 Bewohnern sind 152 (= 95.60 %) Schweizer Staatsangehörige.
Wirtschaft[Bearbeiten]
Nach wie vor ist Nufenen agrarisch geprägt. Mit Stand Januar 2000 waren in der Landwirtschaft 54 Personen beschäftigt, im gewerblichen Bereich 6 und im Dienstleistungssektor 20. Im Dorf wohnen und arbeiten viele Bauernfamilien, die Anfang der 1990er Jahre auf biologische Landwirtschaft nach den Richtlinien der Organisation bio-suisse umgestellt haben. Nufenen verfügt weiter über eine Sennerei, einen kleinen Dorfladen, eine kleine Sägerei und eine mittelgrosse Schreinerei. Die touristische Infrastruktur des Tales konzentriert sich auf das benachbarte Splügen.
Öffentliche Infrastruktur[Bearbeiten]
Heute befindet sich in Nufenen der Kindergarten für das ganze Rheinwald. Früher gab es auch eine Dorfschule, die jedoch mangels Schülern geschlossen wurde. Sämtliche Schüler des Rheinwalds besuchen die Schule in Splügen, dem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Talschaft.
Nufenen liegt an der Autostrasse A13 und ist mit der Postautolinie (Chur–)Thusis–Bellinzona ans Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Im Dorfkern stehen die schlichte reformierte Kirche von 1643 und einige stattliche Bürgerhäuser.
Söhne und Töchter[Bearbeiten]
- Hans Meuli (1897-1971), Oberfeldarzt der Armee
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
Hinterrhein | Nufenen | Splügen | Sufers
Ehemalige Gemeinde: Medels im Rheinwald
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