Nuoro

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nuoro
Wappen
Nuoro (Italien)
Nuoro
Staat: Italien
Region: Sardinien
Provinz: Nuoro (NU)
Lokale Bezeichnung: Nùgoro
Koordinaten: 40° 19′ N, 9° 20′ O40.3166666666679.3333333333333554Koordinaten: 40° 19′ 0″ N, 9° 20′ 0″ O
Höhe: 554 m s.l.m.
Fläche: 192,27 km²
Einwohner: 37.064 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 193 Einw./km²
Stadtviertel Lollove
Angrenzende Gemeinden Benetutti (SS), Dorgali, Mamoiada, Oliena, Orani, Orgosolo, Orune
Postleitzahl: 08100
Vorwahl: 0784
ISTAT-Nummer: 091051
Volksbezeichnung: Nuoresi
Schutzpatron: Santa Maria della Neve
Website: Nuoro

Nuoro [ˈnu.o.ro] (sardisch: Nùgoro) ist eine Stadt im nordöstlichen Zentralsardinien und als Hauptstadt der Provinz Nuoro ein wichtiges Verwaltungszentrum und das Tor zur Barbagia. Die Stadt liegt an der Schnellstraße, die die Ost-Westachse der Insel bildet und zählt 37.064 Einwohner (Stand 31. Dezember 2013).

Straßenschild am Ortseingang von Nuoro
Blick auf Nuoro

Geografie[Bearbeiten]

Nuoro liegt im Zentrum der Insel am Fuße eines Berges (Monte Ortobene) auf einer Hochebene in etwa 600 m ü. M.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 12. Jahrhundert wurde Nuoro (als Nogoro) erstmals erwähnt, es gehörte damals zum Judikat Torres und war lange Zeit bäuerlich geprägt. Im Jahre 1779 wurde es Bischofssitz. Zur Stadt wurde Nuoro Anfang des 19. Jahrhunderts erhoben, es hatte damals nicht einmal 4000 Einwohner. Am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte Nuoro eine kulturelle Blüte, die der Stadt die Bezeichnung "sardisches Athen" einbrachte. Zur Provinzhauptstadt wurde Nuoro 1927 während des Faschismus erhoben, danach entwickelte es sich rasanter.

Piazza delle Grazie

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Nuoro hat zwei Anbindungen an die Schnellstraße SS 131 dir, an der westlichen Ausfahrt befindet sich ein großflächiges Industriegebiet. Der Verkehr fließt hauptsächlich durch einige größere Straßen, die kleinen Gässchen sind teilweise nur für Kleinwagen oder gar nicht für Kraftfahrzeuge passierbar.

Seit 1889 ist Nuoro Endbahnhof der schmalspurigen Bahnstrecke Macomer–Nuoro. Die Personenzüge auf der von der Strade Ferrate Secondarie della Sardegna gebauten Strecke werden seit 1989 durch die Ferrovie della Sardegna betrieben.

Weinbau[Bearbeiten]

Eine Besonderheit ist der auf traditionelle Weise (Vergärung über drei bis vier Wochen statt wie heute üblich wenige Tage) häufig aus der Tannat-Traube hergestellte Wein. Aufgrund des relativ hohen Anbaus in den Bergen sind die Trauben vermehrt dem Sonnenlicht ausgesetzt, wobei UV-Strahlung die Polyphenol-Synthese in Trauben beeinflussen kann. Dieser Wein gilt als eine Ursache für die besondere Langlebigkeit der Bewohner von Nuoro, weil Polyphenole bremsend auf die Endothelin-Synthese wirken.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zeh des Erlösers
In der Kathedrale

Die Kathedrale Santa Maria della Neve, wurde von 1834 bis 1873 im neu-klassizistischen Stil erbaut und gilt als Beispiel dieser Stilrichtung auf Sardinien.

Der "Monte Ortobene" ist der Hausberg der Nuoresen, der Zeh der Erlöserstatue wurde durch regelmäßige Berührungen goldfarben. Sie ist Ziel der Wallfahrt beim Festa Redentore Ende August. Die Nekropole Maria Frunza an den Granithängen des Monte Ortobene besteht aus fünf Domus de Janas, der Anlage von „Ianna Ventosa“ und vier weiteren Gräbern. Die Nuraghe Tanca Manna liegt an der Via Mughina, in einem Park auf einem Granitaufschluss am südlichen Stadtrand.

Töchter und Söhne der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kristine Jaath, Peter Höh. Sardinien. Reise Know-How Verlag Bielefeld, 2002. ISBN 3-8317-1285-9. S. 529ff

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nuoro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Der gesündeste Wein der Welt

Artikel: Nuoro - Kulturhauptstadt der Barbagia

Nuoro - Sehenswürdigkeiten und Monte Ortobene

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.