Nuovo Trasporto Viaggiatori

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Nuovo Trasporto Viaggiatori
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Torino Porta Susa
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Milano Porta Garibaldi
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Milano Rogoredo
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Venezia Santa Lucia
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Venezia Mestre
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Padova Centrale
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Bologna Centrale
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Firenze SMN
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Roma Tiburtina
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Roma Ostiense
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Napoli Centrale
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Salerno Centrale
   
   
Strecke – geradeaus
Torino–Salerno
   
   
Venezia–Roma

Der Nuovo Trasporto Viaggiatori (NTV) ist eine private italienische Eisenbahngesellschaft. Sie wurde von vier italienischen Industriellen gegründet, darunter Luca Cordero di Montezemolo, Präsident von NTV, von Ferrari und Fiat SpA, sowie Diego Della Valle, Inhaber der Tod's Group. Chef der Gesellschaft ist Giuseppe Sciarrone, zugleich geschäftsführendes Mitglied im Verwaltungsrat der privaten Güterverkehrsgesellschaft Rail Traction Company. Mit im Boot ist die Bank Sanpaolo IMI.

Ursprüngliches Ziel der Gesellschaft war es, ab Anfang 2011 in Konkurrenz zur staatlichen Trenitalia SpA Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen italienischen Großstädten anzubieten. Dafür wurden bei der französischen Alstom inzwischen 25 Exemplare des neuen Hochgeschwindigkeitszuges AGV bestellt.[1] Die Züge sind für jeweils 500 Passagiere ausgelegt und sollten unter dem Namen .Italo[2] zwischen 2009 und 2011 den Verkehr von Mailand nach Turin und Neapel/Salerno sowie von Rom nach Venedig aufnehmen.[3] [4] Nach der ursprünglichen Planung wollte das Unternehmen bis 2015 einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen, entsprechend 30.000 Fahrgästen pro Tag bzw. 3,3 Milliarden Personenkilometern jährlich. Die Gewinnschwelle sollte 2013 (bei einem Umsatz von 396 Millionen Euro) erreicht werden.[5]

Zielgruppe sind in erster Linie Geschäftskunden, die Züge sollen entsprechend eine Business-Class-Ausstattung erhalten.[6] Die Fahrt Rom - Mailand soll 120 EUR kosten.[7] Das Unternehmen wird seine Fahrkarten nicht über Trenitalia, sondern über eigene Fahrkartenautomaten und das Internet sowie Reisebüros verkaufen. Ein noch nicht näher bekanntes Premiumangebot soll tariflich dabei über dem Niveau von Trenitalia liegen, während andere Fahrkarten zu niedrigen Preisen verkauft werden sollen. Auf den Zügen soll ein Internetzugang per WLAN, Videodienste und Fernsehen angeboten werden.[5]

2009 begann NTV den Aufbau des Personalbestandes. 1000 Mitarbeiter sollen eingestellt werden, darunter 110 Triebfahrzeugführer.[7] Als Start der Fahrbetriebes wird nun März 2012 angegeben.[8]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Eigentümer und Finanzierung

Das ursprüngliche Grundkapital betrug eine Million Euro.[9] Anfang 2008 trat die Banca Intesa Sanpaolo mit seinerzeit 20 % in das Kapital der Gesellschaft ein, wofür sie zwischen 49 und 62 Millionen Euro aufwendete. Zudem räumte sie NTV eine Kreditlinie über 750 Millionen Euro ein.[3] Der Präsident Giuseppe Sciarrone hielt seitdem noch einen Kapitalanteil von 4 %, jeweils 24 % entfielen auf Montezemolo, Della Valle und den Unternehmer Gianni Punzo.[10] Im Oktober 2008 erwarb die französische Staatsbahn SNCF für 80 Millionen Euro einen 20%igen Anteil an dem Unternehmen.[11] Montezemolos Konsortium hält nun noch 54,5 %.[11]

Zwischen 2009 und 2012 investiert das Unternehmen 618,6 Millionen Euro in Züge. Für ein neues Betriebswerk sind 90 Millionen Euro vorgesehen, für weitere Ausgaben 81,3 Millionen Euro. Im ersten Betriebsjahr (2013) sollen 137,1 Mio. Euro (43,9 Prozent der Gesamtausgaben) für Trassenentgelte aufgewendet werden, 44,6 Mio. Euro für den Vertrieb (14,3 %), 38,8 Mio. Euro für Betriebspersonal (12,3 %), 21,7 Mio. Euro für Wartung (6,9 %) sowie 69,5 Mio. Euro für sonstige Ausgaben.[12] Das jährliche Trassenentgelt von 137,1 Millionen Euro wurde für zehn Jahre festgeschrieben.[5]

[Bearbeiten] Betriebskonzept

Ein zukünftiger AGV der Nuovo Trasporto Viaggiatori

Im Juli 2008 hat sich das Unternehmen zum geplanten Betriebskonzept geäußert. Demnach will NTV mit folgendem Angebot starten[13]:

Strecke Zukünftige
Fahrzeit
Anzahl
täglicher
Zugpaare
Turin-Mailand 1:00 h 8
Mailand–Rom non-stop 3:00 h 3
Mailand-Bologna-Florenz-Rom 3:10 h 13
Mailand-Bologna 1:00 h 14
Bologna-Florenz 0:35 h 18
Florenz-Rom 1:30 h 18
Rom-Neapel 1:10 h 16
Rom-Florenz-Bologna-Venedig 4:05 h 4
Neapel-Salerno 0:30 h 5

Die Wartung der Züge soll in einer Werkstätte bei Nola in der Nähe von Neapel erfolgen. Die Anlage wird auf einer Fläche von 150'000 m2 für 90 Mio. EUR durch den Betreiber des lokalen Containerterminals errichtet und umfasst 11 Gleise, sowie eine 55'000 m2 große Wartungshalle. Sie soll 300 Mitarbeiter beschäftigen. [14]

In Mailand und Rom werden nicht die Hauptbahnhöfe Centrale bzw. Termini angefahren, sondern Porta Garibaldi und Rogoredo bzw. Tiburtina und Ostiense.[15]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Internetpräsenz des Unternehmens in englischer Sprache

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Pressemitteilung von Alstom vom 17. Januar 2008
  2. NTV, Pressemitteilung 18. November 2008: NTV’s train will be called .Italo
  3. a b NTV cerca treni e finanziatori (NTV sucht Züge und Geldgeber, italienisch)
  4. Ecco il treno di Montezemolo (Hier kommt Montezemolos Zug, italienisch)
  5. a b c David Briginshaw: North-south high-speed line opens for business. In: International Railway Journal, ISSN 0744-5326, Dezember 2009, S. 20–24
  6. Anna Rousseau: Les padroni ont leur TGV de luxe. In: Challenges No. 110 vom 7. Februar 2008
  7. a b Dolomiten, 23. Dezember 2008: Montezemolos Bahngesellschaft stellt 1.000 Eisenbahner ein
  8. Bericht auf spiegel.de vom 14. Dezember 2011, abgerufen am 14. Dezember 2011
  9. Meldung des Corriere della Sera vom 12. Januar 2007 (italienisch)
  10. Artikel in La Repubblica vom 12. Januar 2008 (italienisch)
  11. a b SNCF steigt in den italienischen Schienenverkehr ein. In: Börsen-Zeitung Nr. 196 vom 10. Oktober 2008, S. 13
  12. John Glover: Global insights into high speed rail. In: Modern Railways. Bd. 66, Nr. 734, 2009, ISSN 0026-8356, S. 64–69.
  13. NTV targets 20% market share by 2015 . In: Railway gazette international, 1. September 2008
  14. International Railway Journal, 2. Juli 2009: NTV signs contract to build AGV depot
  15. http://www.ntvspa.it/en/nuovo-trasporto-viaggiatori/39/2/high-speed-railways-italy-city-time-frequency-travel
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