Nursel Köse

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Nursel Köse bei der Berlinale 2014.

Nursel Köse (* 1961 in Malatya, Türkei[1][2]) ist eine deutsche Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin.

Werdegang[Bearbeiten]

Nursel Köse kam als Studentin nach Deutschland. Sie ist diplomierte Architektin. Schon während ihres Studiums wirkte sie in diversen Off-Theater-Produktionen als Regisseurin, Schauspielerin und Kabarettistin mit. Außerdem übernahm sie die Projektleitung bei Jugend-, Kinder- und Frauentheaterprojekten in Deutschland. 1992 gründete sie mit „Die Bodenkosmetikerinnen“ das erste ausländische Frauenkabarett in Deutschland. In dieser Gruppe war sie als Regisseurin, Darstellerin und Texterin tätig und tourte bis 2007 durch das Land. Seit der Saison 2009 spielt sie in Istanbul die Hauptrolle in der türkischen Theaterkomödie „Bacemdeki Ayı“ und pendelt zwischen Istanbul und Berlin.

Ihren ersten Auftritt auf der Leinwand hatte sie 1988 in Hark Bohms bekanntem Film Yasemin. In Buket Alakuş’ preisgekröntem Kinofilm Anam (2001) spielte sie eine Hauptrolle. Danach folgten Rollen in den Filmen „Savannah“, „Kebab Connection“ und „Eine andere Liga“. Sie hatte Gastrollen u.a. in Serien wie „Türkisch für Anfänger“, „Die Familienanwältin“, „Abschnitt 40“, „Soko Köln“, sowieso im „Tatort Hamburg“ mit Mehmet Kurtuluş. 2007 spielte sie in Fatih Akıns Spielfilm „Auf der anderen Seite“, der bei den Wettbewerben der 60. Filmfestspiele von Cannes und der „44. Internationalen Filmfestspiele von Antalya“ (Türkei) mehrere Preise gewann und offizieller deutscher Beitrag für die Oscar-Verleihung 2007 war. Für ihre Rolle der „Yeter“ erhielt sie beim „44. Filmfestival in Antalya“, beim „Internationalen Filmfestival in Ankara“ und dem „Yesilçam-Filmfestival“ in Istanbul jeweils den „Preis für die beste Darstellerin in einer Nebenrolle“. 2009 kam ihr aktueller Kinofilm „Die Fremde“ von Feo Aladağ in die deutschen Kinos. Sie war in der zweiten Folge der Ziegler-Film Produktion „Mordkommission Istanbul“ zu sehen. 2009 drehte Köse auch in der Türkei mit Regisseuren wie Semir Aslanyürek („Yedi Avlu“), und spielt in Erfolgsserien wie „Kavak Yelleri“, „Kalpsiz Adam“ und „Kış Masalı“, „Kötü Yol". 2012 drehte sie einen Kinofilm mit dem Regisseur Züli Aladag „300 Worte Deutsch“, 2013 folgten der Kinofilm „Kuzu“ von Kutluğ Ataman und der Kinofilm „Kafkas“ von Erhan Güleryüz.

Nursel Köse schreibt Hörspiele, die unter anderem vom Westdeutschen Rundfunk WDR realisiert wurden, so „Die Ameisenfrau“ (1997), „Der Schlangenbrunnen“ (2000), „Der verbannte Vogel“ (2008) und ihr jüngstes Werk „Sürgün Kuşu“ (2008). In den 1990er Jahren veröffentlichte die Autorin Kurzgeschichten und den Lyrikband „Der Liebe zum Trotz“.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1988: Yasemin (Kino)
  • 2001: Anam (Kino)
  • 2002: Juls Freundin (TV)
  • 2002: Savannah (Kino)
  • 2003: Soko Köln (TV)
  • 2004: Elif & Thomas (TV)
  • 2005: Sessiz Gece (TV-Serie)
  • 2005: Kebab Connection (Kino)
  • 2005: Eine andere Liga (Kino)
  • 2006: Die Familienanwältin (TV-Serie)
  • 2006: Abschnitt 40 (Serie)
  • 2007: Türkisch für Anfänger (TV-Serie)
  • 2007: Auf der anderen Seite (Kino)
  • 2007: Kartallar Yüksek Uçar (TV-Serie)
  • 2008: Tatort „Im Netz der Spinne“ (TV-Serie)
  • 2008: Kavak Yelleri (TV-Serie)
  • 2008: Kalpsiz Adam (TV-Serie)
  • 2009: Mordkommission Istanbul „Mord am Bosporus“ (TV-Serie)
  • 2009: Yedi Avlu (Kino)
  • 2009: Kış Masalı (TV-Serie)
  • 2010: Die Fremde (Kino)
  • 2011: Al Yazmalim (TV Serie)
  • 2012: Kötü Yol (TV Serie)
  • 2012: 300 Worte Deutsch (Kino)
  • 2013: Kuzu (Kino)
  • 2013: Enkaz (Kurzfilm)
  • 2013: Dostojewskis Traum (Kurzfilm)
  • 2013: Kafkas (Kino)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • „Beste Darstellerin in einer Nebenrolle“ für die Rolle „Yeter“ („Auf der anderen Seite“)
  • 2007
  • 2008:

Bühne[Bearbeiten]

1992–2000: Die Bodenkosmetikerinnen (Kabarett)

Programme
  • „Weggekehrt“
  • „Oscar-verdächtig“
  • „Die Amazonen“
  • „Hommage an die Frauen“
  • „Best of – Die Bodenkosmetikerinnen“
  • „Vorsichtsmassnahmen“

2004–2008: Die Bodenkosmetikerinnen – Das Duo (Stand-Up)

Programme
  • „Arabesk“
  • „Hoffentlich verschleiert“

2009: „Bahcemdeki Ayi“ (Theater)

Literatur[Bearbeiten]

  • 1996: Der Liebe zum Trotz. (Lyrikband/Veröffentlichung: Verlag – Landpresse).
  • 1997: In meinem Gedächtnis wohnst Du. (Veröffentlichung der Gedichte BRÜN Verlag).
  • 1995–2000: Veröffentlichungen von Lyrik und Kurzprosa in der Zeitschrift Ütopya – Piya Verlag/Istanbul.

Hörspiele[Bearbeiten]

  • 1996: Die Ameisenfrau
  • 1998: Der Schlangenbrunnen
  • 2008: Der verbannte Vogel
  • 2008: Sürgün Kusu

produziert vom „WDR RADIO 5“

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. NRW Literatur im Netz
  2. filmportal.de