Nusse

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nusse
Nusse
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nusse hervorgehoben
53.65805555555610.57888888888931Koordinaten: 53° 39′ N, 10° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Amt: Sandesneben-Nusse
Höhe: 31 m ü. NHN
Fläche: 6,22 km²
Einwohner: 1053 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 169 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23896
Vorwahl: 04543
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 096
Adresse der Amtsverwaltung: Am Amtsgraben 4
23898 Sandesneben
Webpräsenz: www.nusse.de
Bürgermeister: Lars Wunsch (CDU)
Lage der Gemeinde Nusse im Kreis Herzogtum Lauenburg
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Nusse (Niederdeutsch: Nuss) ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.

Geographie[Bearbeiten]

Nusse liegt etwa 40 km östlich von Hamburg und 27 km südlich von Lübeck. Am Gemeindegebiet liegen der Ritzerauer See mit einer Badestelle und der Hofsee sowie das hügelige Endmoränental der Steinau, die aber zum Gemeindegebiet von Ritzerau gehören. Dort befindet sich ein alter germanischer Friedhof, der teilweise schon in den 60er Jahren entdeckt wurde, wo immer noch Ausgrabungsarbeiten verrichtet werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1194 als Nutze. Als Kirchspiel ist es im Ratzeburger Zehntregister von 1230 enthalten. Von 1370 bis 1937 gehörte das Kirchdorf Nusse als Exklave zur Freien und Hansestadt Lübeck. Im Zweiten Nordischen Krieg schlug Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1659 in Nusse zeitweilig sein Hauptquartier auf, der Lübecker Ratsherr wurde Friedrich Plönnies verhandelte als Gesandter des Rates der Stadt mit ihm in Nusse über die Kontributionen.

Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert durch den Lübecker Baumeister Johann Adam Soherr mit einem Westturm versehen. Ein Großfeuer beschädigte 1821 die alte Kirche aus dem 12. Jahrhundert und 51 Häuser des Dorfes. Die Kirche stürzte in der Folge ein und wurde dann 1836 gesprengt. Der Neubau aus den Jahren 1836/37 in Backstein, entworfen vom Lübecker Stadtbaumeister Johann Anton Spetzler, erhielt zunächst nur einen Dachreiter. Der neue Turm entstand erst aus Anlass einer Sanierung 1914 nach einem Entwurf des Lübecker Baurates Carl Mühlenpfordt. Die Kirche hat einen klassizistischen Kanzelaltar und verfügt über mehrere Lübecker Pastorenbilder.

Aufgrund des Groß-Hamburg-Gesetzes wurde Nusse 1937 lauenburgisch. Das Amt Nusse wurde 1948 gebildet. 1969 gründeten die Ämter Nusse und Breitenfelde eine Verwaltungsgemeinschaft. Nach deren Auflösung war Nusse seit 1997 wieder Sitz des Amtes, das im Jahr 2008 im Amt Sandesneben-Nusse mit Amtssitz in Sandesneben aufging.

Politik[Bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 sechs Sitze, die SPD und die FDP haben je drei Sitze und die Wählergemeinschaft AWN hat einen Sitz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Grün unter einem silbernen Wellenbalken ein zweiblättriger goldener Haselzweig mit drei Nüssen. Im linken Obereck ein von Silber und Rot geteiltes Schildchen, dessen unteres Feld den Wellenbalken teilweise überdeckt.“[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Nusse gibt es zwei Kindergärten und eine Grundschule.

In der Gemeinde gibt es diverse Einkaufsmöglichkeiten, zwei Tankstellen, ein Autohaus und mehrere Gaststätten.

Öffentliche Verkehrsanbindungen bestehen nach Mölln und Ratzeburg.

Der TSV Nusse von 1946 bietet mehreren Sportarten an (z. B. Fußball, Tennis, Tischtennis, Handball, Reiten, Schützensport). Überregional bekannt sind die TSV-Rollstuhlbasketballer, die „Nusse Rams“, deren erste Mannschaft zurzeit in der Zweiten Bundesliga spielt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Nusse stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weitere Personen[Bearbeiten]

  • Gottfried Andreas Sartori (1797–1873), Pastor in Nusse seit 1828, an den ein denkmalgeschützter Grabstein auf dem Kirchhof in Nusse erinnert

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nusse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein