Nyêmo

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Lage des Kreises Nyêmo (rosa) in der bezirksfreien Stadt Lhasa (gelb)
Tibetische Bezeichnung
Tibetische Schrift:
སྙེ་མོ་རྫོང་
Wylie-Transliteration:
snye mo rdzong
THDL-Transkription:
Nyemo
Chinesische Bezeichnung
Vereinfacht:
尼木县
Pinyin:
Nímù Xiàn

Nyêmo (auch: Nyemo) ist ein Kreis im Autonomen Gebiet Tibet der Volksrepublik China.

Lage und Bevölkerung[Bearbeiten]

Nyêmo gehört zum Verwaltungsgebiet der bezirksfreien Stadt Lhasa. 1999 zählte der Kreis 28.886 Einwohner.[1] Sein Hauptort ist die Großgemeinde Tarrong (dar grong དར་གྲོང་ / Tǎróng Zhèn 塔荣镇).

Administrative Gliederung[Bearbeiten]

Auf Gemeindeebene setzt sich der Kreis aus einer Großgemeinde und sieben Gemeinden zusammen. Diese sind (Pinyin/chin.):

„Zwischenfall von Nyêmo“[Bearbeiten]

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Während des Höhepunkts der Kulturrevolution in Tibet verbündete sich eine ehemalige Nonne mit einer der Fraktionen der Roten Garden. Sie behauptete, von Jowo besessen zu sein, der Buddhastatue im Jokang und nannte sich „die rechte Hand des Vorsitzenden Mao“. Im Juni 1969 ließ sie ihre tibetischen Kämpfer rund dreißig Gegner – ebenfalls Tibeter – töten oder grausam verstümmeln. Danach griffen sie eine Stellung unbewaffneter Soldaten der Volksbefreiungsarmee an und töteten dreizehn von ihnen. Es war einer der blutigsten Zwischenfälle während der Kulturrevolution in Tibet. Die Rebellion wurde schließlich von der Armee niedergeschlagen. Von einigen Exiltibetern wird die Nonne bis heute als Freiheitskämpferin und Heldin betrachtet und der Zwischenfall als tibetischer Widerstand gegen China romantisch verklärt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Melvin C. Goldstein, Ben Jiao, Lhundrup Tanzen: On the Cultural Revolution in Tibet. The Nyemo Incident in 1969. University of California Press: Berkeley / Los Angeles / London, 2009.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. fas.harvard.edu/~chgis

29.70222222222290.211388888889Koordinaten: 29° 42′ N, 90° 13′ O