Nyctinomops macrotis

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Nyctinomops macrotis
Nyctinomops macrotus.jpeg

Nyctinomops macrotis

Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Unterordnung: Fledermäuse (Microchiroptera)
Familie: Bulldoggfledermäuse (Molossidae)
Gattung: Nyctinomops
Art: Nyctinomops macrotis
Wissenschaftlicher Name
Nyctinomops macrotis
(Gray, 1839)

Nyctinomops macrotis ist eine Fledermausart aus der Familie der Bulldoggfledermäuse, welche in Nord- und Südamerika beheimatet ist. Der Name setzt sich aus dem Griechischen Nyctinomops (bedeutet so viel wie „Tier, das nachts frisst“) und macros (=„groß“) und otos (=„Ohr“) zusammen. Ein Synonym ist Tadarida molossa.

Beschreibung[Bearbeiten]

Nyctinomops macrotis ist die größte Vertreterin der Gattung Nyctinomops. Das Fell ist glänzend und von einer rötlich-braunen bis schwarzen Farbe. Die Haare sind zweifarbig mit einer hellen, fast weißen Basis und einer dunklen Spitze. Die Ohren sind groß und reichen nach vorne gelegt fast bis zur Schnauze. Sie sind wie bei anderen Vertretern dieser Gattung auf dem Kopf miteinander verbunden. Die Oberlippe ist mit Falten durchzogen. Die Nasenlöcher zeigen zur Seite, liegen weit auseinander und sind durch eine Furche voneinander getrennt. Die Flügel sind lang und schmal, was diese Art zu einem schnellen (>40 km/h), jedoch weniger wendigen Flieger macht.

Lebensweise[Bearbeiten]

Nyctinomops macrotis ist wie die meisten Fledermäuse nachtaktiv und ernährt sich von Insekten. Zu den bevorzugten Beutetieren zählen Falter, Grillen, Heuschrecken, fliegende Ameisen, Baumwanzen und Zwergzikaden. Nyctinomops macrotis nutzt verschiedenartige Echoortungsrufe zur Orientierung und zum Finden von Beute. In offenem Gelände produzieren sie kurze Rufe mit einer geringen Bandbreite und einer konstanten Frequenz. Nähern sie sich einem Beutetier, so sinkt die Frequenz des Rufs, wobei eine zweite frequenz-modulierte und breitbandige Komponente hinzukommt. In komplexen Umgebungen, wie z.B. in Wäldern, nutzt die Art Rufe mit verschiedenen, überlappenden Obertönen. Die Echoortungsrufe liegen generell meistens unter 20 kHz und sind somit für das menschliche Ohr als laute Klicks hörbar. Man findet die Art vor allem in rauen, felsigen Gebieten. Tagsüber verstecken sich die Tiere meist in Felsspalten, jedoch auch in Gebäuden, Höhlen und hohlen Bäumen, wo sie Gruppen von bis zu 150 Individuen bilden. Jedes Weibchen bringt im späten Frühling oder im Frühsommer jeweils ein einziges Jungtier zur Welt. Die Weibchen bilden nach der Geburt sogenannte Mutterkolonien, in denen sie ihre Jungen von den Männchen getrennt aufziehen. Zwischen August und September werden die Jungen selbständig.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Nyctinomops macrotis ist im Süden der Vereinigten Staaten, in Mexiko, auf Kuba, Haiti und Jamaika, sowie von Kolumbien bis Argentinien verbreitet. In Zentralamerika (Honduras, Nicaragua, Costa Rica und Panama) ist die Art nicht nachgewiesen. Sie wird von der IUCN dank der weiten Verbreitung als ungefährdet eingestuft.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • J. Milner, C. Jones, J. Knox Jones Jr. (1990): Nyctinomops macrotis. In: Mammalian Species, Nr. 361, S. 1–4

Quellen[Bearbeiten]

  1. Nyctinomops macrotis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nyctinomops macrotis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien