Nymphäum

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Dieser Artikel behandelt das Nymphenheiligtum. Zu weiteren Bedeutungen siehe Nymphaion.
Nyphaeum in Hierapolis

Ein Nymphäum (griechisch Nymphaion, lateinisch Nymphaeum) ist ein Nymphenheiligtum, gewöhnlich über einem Brunnen oder einer Quelle errichtet. Meist sind Nymphäen halbkreisförmige Gebäude in Säulenarchitektur, bisweilen mehrgeschossig. Im Hellenismus und der römischen Antike wurde der Begriff auf Quell- und Brunnenhäuser so wie auf repräsentative städtische Bauwerke mit Wasserbecken und mehrgeschossigen Säulenfassaden übertragen, die an der Mündung einer künstlichen Wasserleitung standen. Eines der berühmtesten Nymphäen der Antike wurde im Auftrag von Herodes Atticus in Olympia errichtet. Es diente neben der Wasserversorgung der Altis der Verherrlichung der Familie des Herodes Atticus.

Es gibt auch Nymphäen in Form natürlicher oder künstlich angelegter Grotten. Nymphäen in Form von Zentralbauten dienten als Basis frühchristlicher Baptisterien.

In der Neuzeit baute Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff 1767/68 im Wörlitzer Park mit der Grotte der Egeria ein Nymphäum nach.

[Bearbeiten] Quellen

  • Lexikon der Antike. 10. durchges. und erw. Aufl. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, Leipzig 1990. ISBN 3-323-00026-9

[Bearbeiten] Siehe auch

 Commons: Nymphäum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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