O,O-Diethyldithiophosphat

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Strukturformel
Strukturformel von O,O-Diethyldithiophosphat
Allgemeines
Name O,O-Diethyldithiophosphat
Andere Namen
  • Dithiophosphorsäure-O,O-diethylester
  • DEPA
Summenformel C4H11O2PS2
CAS-Nummer 298-06-6
PubChem 9274
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit unangenehmem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 186,23 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,17 g·cm−3 (20 °C)[1]

Siedepunkt

105 - 108 (20 hPa)[1]

Dampfdruck

0,66 hPa (57 °C) mbar ( °C)[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser (330 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Brechungsindex

1,512 (20 °C, 589 nm) (20°C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend 07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​332​‐​314​‐​400
P: 273​‐​280​‐​301+330+331​‐​305+351+338​‐​304+340 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Umweltgefährlich Giftig
Umwelt-
gefährlich
Giftig
(N) (T)
R- und S-Sätze R: 22​‐​23​‐​34​‐​50
S: 26​‐​36/37/39​‐​45​‐​61
Toxikologische Daten

1470 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

O,O-Diethyldithiophosphat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiophosphorsäureester.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

O,O-Diethyldithiophosphat kann durch Reaktion von Ethanol mit Phosphor(V)-sulfid gewonnen werden.[3]

\mathrm{4\ C_2H_5OH + P_2S_5 \longrightarrow 2\ (C_2H_5O)_2P(S)SH + H_2S}

Eigenschaften[Bearbeiten]

O,O-Diethyldithiophosphat ist eine farblose Flüssigkeit mit unangenehmem Geruch, die löslich in Wasser ist.[1]

Verwendung[Bearbeiten]

O,O-Diethyldithiophosphat wird als Zwischenprodukt zur Herstellung von Insektiziden wie Chlormephos, Ethion oder Phorat verwendet.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l Datenblatt O,O-Diethyldithiophosphat (PDF) bei Merck, abgerufen am 14. Juni 2012.
  2. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. Patentanmeldung EP0036485B1: Verfahren zur Umsetzung von Alkoholen und/oder Phenolen mit Phosphorpentasulfid. Angemeldet am 17. Februar 1981, veröffentlicht am 6. Mai 1983, Anmelder: Höchst, Erfinder: Werner Krause, Jürgen Grosse, Werner Klose.
  4.  Thomas A. Unger: Pesticide Synthesis Handbook. Elsevier, 1996, ISBN 978-0815514015, S. 362 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).