O-Klasse

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NS-Reichskriegsflagge
O-Klasse
Übersicht
Typ: Schlachtkreuzer
Einheiten: geplant: 3
in Dienst: 0
Technische Daten
Verdrängung: Entwurf: 35.410 t
Länge: 242 m
Breite: 27,5 m
Tiefgang: Maximal: 7,6 m
Geschwindigkeit: Maximal: 35 kn
Besatzung: 1500 Mann
Reichweite: 12.000 Seemeilen bei 16 Knoten
Antrieb:
  • 8 MAN 24-Zyl.-V-Dieselmotoren
    mit 2 Vulcangetrieben
  • 1 BBC- bzw. Blohm & Voss Dampfturbine (auf Mittelwelle)
    mit 4 Wagner-Dampfkesseln
  • 3 dreiflügelige Propeller (Mittelwelle: Ø 4,9 m; Außenwellen: Ø 4,85 m)

Bei den Schlachtkreuzern der O-Klasse handelt es sich um einen Entwurf der deutschen Kriegsmarine, der nie ausgeführt wurde.

Planung[Bearbeiten]

Die Schlachtkreuzer der O-Klasse wurden 1937 gleichzeitig mit den Nachfolgern der Schiffe der Deutschland-Klasse projektiert. Amtlich trugen die Schiffe die Bezeichnung „Schlachtschiff O“[1][2], den Ausdruck „Schlachtkreuzer“ gab es offiziell in der deutschen Marine nie.

Im Jahr 1939 wurde in Erwägung gezogen, drei der zwölf im Z-Plan vorgesehenen Panzerschiffe durch dieselbe Anzahl dieser neuen Schlachtkreuzer zu ersetzen. Bauaufträge wurden am 8. August 1939 an die Deutsche Werke Kiel AG, die F. Krupp Germaniawerft Kiel sowie an die Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven gegeben. „O“ ging an die Deutsche Werke und sollte auf der seit dem Stapellauf des Flugzeugträgers Graf Zeppelin nicht mehr belegten Helling 2 gebaut und zum 1. Juni 1943 abgeliefert werden. „P“ ist an die Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven gegangen und sollte auf der seit dem Stapellauf des Schlachtschiffes Tirpitz nicht mehr benutzten Helling 2 gebaut und ebenfalls zum 1. Juni 1943 abgeliefert werden. Mit dem Schlachtkreuzer „Q“ wurde die Friedrich Krupp Germania-Werft Kiel beauftragt. Dafür sollte die Helling VIII genutzt werden, sobald der planmäßig zum 1. Juli 1940 zum Stapellauf vorgesehene Flugzeugträger B abgelaufen war. Deshalb wurde der Ablieferungstermin auf den 1. Dezember 1943 gesetzt.[3]

Mit dem Bau wurde bei keinem der Schiffe begonnen, jedoch waren Bauteile schon vorhanden. So sollte jeder der drei Schlachtkreuzer eine von den vier im Bau befindlichen Kesselanlagen des Flugzeugträgers B erhalten und diese Antriebsanlagen des Trägers B sollten für den Flugzeugträger nachgebaut werden. Auch sollten die 38 cm-Geschütztürme, die für die Umrüstung der Schlachtschiffe Gneisenau und Scharnhorst von ihren 28 cm-Türmen auf die stärker armierten Türme vorgesehen waren, nun für die O-Klasse-Schlachtkreuzer verwendet werden und die beiden Schlachtschiffe sollten vorläufig weiterhin, bis zum Neubau weiterer 38 cm-Geschütztürme, ihre schwächere Bewaffnung behalten.

Die Schiffe waren für den Handelskrieg entworfen. Deshalb sollten sie ein gemischtes Antriebssystem erhalten. Dieselmaschinen waren für die Langstreckenfahrt bei mittlerer Geschwindigkeit vorgesehen, zusätzliche Turbinen waren für hohe Geschwindigkeit im Kampf gedacht.

Die Hauptaufgabe dieser Schlachtkreuzer war der Angriff auf feindliche Konvois, um Frachtschiffe zu versenken. Obwohl die Panzerung nur der eines Kreuzers entsprochen hätte, hätten diese Schiffe aufgrund der Waffenreichweite ihrer Hauptartillerie auch gut geschützte alliierte Konvois gefährden können.

Bewaffnung[Bearbeiten]

Artillerie

6 × 38 cm
6 × 15 cm
8 × 105 mm Flak
12 × 37 mm Flak
20 × 20 mm Flak

Torpedos

6 × 53,3 cm Torpedorohre

Einheiten[Bearbeiten]

Schlachtschiff O

  • Deutsche Werke Kiel (entworfen)

Schlachtschiff P

  • Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven (entworfen)

Schlachtschiff Q

  • Germaniawerft Kiel (entworfen)

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Siegfried Breyer: Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1921-1997 - Internationaler Schlachtschiffbau, Bernd & Graefe Verlag, Bonn 2002, ISBN 3-7637-6225-6, S.189
  2. Marineoberkommandoamt BNr A V a 477/39 GKdos. vom 26. Juni 1939 (BA/MA RM 7/1203)
  3. Siegfried Breyer: Der Z-Plan – Streben zur Weltmachtflotte, S. 32.