Organisation für Afrikanische Einheit
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Amtssprachen | Die Afrikanischen Sprachen sowie Arabisch, Englisch, Französisch und Portugiesisch Einige Mitgliedstaaten haben weitere Amtssprachen. |
| Generalsekretäre | Kifle Wodajo (1963–1964), Diallo Telli (1964–1972), Nzo Ekangaki (1972–1974, William Eteki (1974–1978), Edem Kodjo (1978–1983), Peter Onu (1983–1985), Ide Oumarou (1985-1989), Salim Ahmed Salim (1989-2001), Amara Essy (2001-2002) |
| Mitgliedstaaten | 53 |
| Gründung | 25. Mai 1963 |
| Sitz | Addis Abeba (Äthiopien) |
| Auflösung | 9. Juli 2002 |
Die Organisation für Afrikanische Einheit (englisch: Organisation of African Unity, OAU; französisch: Organisation de l'Unité Africaine, OUA) war eine von 1963 bis 2002 bestehende Organisation fast aller afrikanischer Staaten. Sie ist die Vorgängerorganisation der Afrikanischen Union.
Die OAU wurde am 25. Mai 1963 in Addis Abeba von 30 afrikanischen Staaten gegründet (Vorgängerorganisation war die Casablanca-Gruppe). Am 11. Juli 2001 fand die letzte Gipfelkonferenz der Organisation statt, auf der die Gründung der Afrikanischen Union beschlossen wurde. Am 9. Juli 2002 wurde die OAU aufgelöst. Zuletzt waren außer Marokko, das 1985 aus der OAU austrat, um gegen die Aufnahme von Westsahara zu protestieren (siehe: Westsaharakonflikt), alle 53 afrikanische Staaten in der Organisation vertreten.
Das Ziel der Organisation war, die Einheit und Solidarität der afrikanischen Staaten zu fördern und als eine einheitliche Stimme des Kontinents zu agieren. Es sollte den Kolonialismus in Afrika auslöschen und die Unabhängigkeit fördern.
Der Sitz der OAU war Addis Abeba in Äthiopien. Die Charta der Organisation wurde von 32 unabhängigen afrikanischen Staaten unterzeichnet.
Obwohl die OAU häufig als eine bürokratische Redeveranstaltung mit wenig Macht bezeichnet wurde, lobte der UN-Generalsekretär Kofi Annan die OAU für das Zusammenbringen der Afrikaner. Trotzdem hat die OAU in den 39 Jahren ihres Bestehens wenig für den Schutz der Rechte und der Freiheit der Einwohner des Kontinents gegen ihre politischen Führer ausrichten können.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Philip Kunig: Die Organisation für Afrikanische Einheit und der Prozeß des Nation Building. Die völkerrechtlichen Rahmenbedingungen, in: Archiv des Völkerrechts 20 (1982), S. 40 bis 57.
Interkontinental: APEC | Arabische Liga | Arktischer Rat | Commonwealth of Nations | Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft | Europarat | GUS | G8 | G8+5 | G20 | D-8 | NATO | OECD | OPEC | Organisation der Islamischen Konferenz | OSZE | Russisch-Weißrussische Union | Union für das Mittelmeer | Vereinte Nationen | Welthandelsorganisation
Afrika: AU | CEEAC | CEMAC | CEN-SAD | CEPGL | COMESA | EAC | ECOWAS | IGAD | IOC | MRU | SACU | SADC | UEMOA | UMA
Asien: ASEAN | Golf-Kooperationsrat | ECO | SAARC | Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit
Europa: Benelux | CEFTA | EWR | EU | EFTA | GUAM | Nordischer Rat | UEBL | WEU
Amerika: Andengemeinschaft | CARICOM | Mercosur | NAFTA | OAS | UNASUR | Zentralamerikanisches Integrationssystem
Ozeanien: Pacific Islands Forum
ehemalige: Völkerbund | RGW | OAU | UAS

