OKB-1 EF 140

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OKB-1 EF 140
Typ: Experimentalbomber
Entwurfsland: Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion
Hersteller: OKB-1
Erstflug: 30. September 1948

Die OKB-1 EF 140 war ein sowjetischer Experimentalbomber von 1948.

Er basierte auf dem deutschen Strahlbomber Junkers Ju 287 von 1944. Die Besonderheit der Ju 287 war deren negative Flügelpfeilung nach vorne. Diese sollte die „Hebelwirkung“ der am Pfeilflügel nach hinten verlaufenden Stoßwellen reduzieren. Bei positiver Pfeilung laufen sie nach außen, bei negativer nach innen zum Rumpf hin. Daher ist die Hebelwirkung nahezu aufgehoben. Die Entwicklung wurde von 1946 in die Sowjetunion verbrachten deutschen Ingenieuren der Junkerswerke in Podberesje durchgeführt. Ihr Leiter war Brunolf Baade. Das Flugzeug ähnelte im Basisaufbau der Ju 287, war aber ein Neuentwurf. Es war der Nachfolger der EF 131.

Es wurde nur eine EF 140 gebaut. Sie verwendete zwei Mikulin-AM-TKRD-01-Triebwerke. Der Erstflug erfolgte am 30. September 1948 in Tjopy Stan durch Paul Jülge.

Die EF 140 war als Bomber konzipiert. Man entschied sich aber aus dem Bomber einen Aufklärer zu bauen. So entstand die umgebaute Variante EF 140R mit größerer Spannweite und Klimow-WK-1-Triebwerken (modifiziertes Rolls-Royce-Nene-Triebwerk). Der Erstflug der EF 140R erfolgte am 12. Oktober 1949. Die Entwicklung wurde jedoch nach dem vierten Flug wegen nicht behebbarer starker Schwingungen des Tragflügels abgebrochen.

1950 wurde die Entwicklung des nächsten Prototypen EF 140 B/R ohne dessen Erstflug eingestellt.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße OKB-1 EF 140 OKB-1 EF 140R
Länge    19,50 m
Flügelspannweite    19,40 m 21,90 m
Tragflügelfläche    58 m² 61 m²
Höhe    5,70 m
Antrieb    2 × Mikulin AM-TKRD-01-Strahltriebwerk Schub: je 3300 kg 2 × Klimow WK-1-Strahltriebwerk Schub: je 2700 kg
Höchstgeschwindigkeit    904 km/h 837 km/h
Reichweite    2.000 km 3.600 km
Besatzung    vier Mann
Dienstgipfelhöhe    11.700 m 14.100 m
Leergewicht    12.500 kg
Startgewicht    23.000 kg 25.540 kg
Bewaffnung    4 × 20-mm-Kanonen 4 × 23-mm-Kanonen

Literatur[Bearbeiten]

  •  Dimitri Alexejewitsch Sobolew: Deutsche Spuren in der sowjetischen Luftfahrtgeschichte. Die Teilnahme deutscher Firmen und Fachleute an der Luftfahrtentwicklung in der UdSSR. Mittler, Hamburg 2000, ISBN 3-8132-0675-0.