ORDO – Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
ORDO – Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft
Titelblatt des Jahrbuches, Bd. 56
Beschreibung Fachzeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Fachgebiet Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie
Sprache Beiträge auf Deutsch oder Englisch
Verlag Lucius & Lucius, Stuttgart (Deutschland)
Erstausgabe 1948
Erscheinungsweise jährlich im November
Chefredakteur im Wechsel Martin Leschke (gerade Jahre) und Ingo Pies (ungerade Jahre)
Weblink Homepage der Zeitschrift
ISSN 0048-2129

Die Zeitschrift ORDO – Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft ist eine jährlich erscheinende Fachpublikation für den Bereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Geschichte[Bearbeiten]

ORDO wurde 1948 von dem Ökonomen Walter Eucken und dem Staatswissenschaftler Franz Böhm begründet. Die Zeitschrift war und ist bis heute der zentrale Ort wissenschaftlicher Diskussion des Ordoliberalismus.[1] Der Begriff Ordoliberalismus wurde zur Kennzeichnung einer bestimmten neoliberalen Richtung in Anlehnung an das Jahrbuch geprägt.[2] Im ORDO-Jahrbuch wurde das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft theoretisch entwickelt.

ORDO heute[Bearbeiten]

In ORDO werden Fragen der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung aus einer interdisziplinären, gesellschaftswissenschaftlichen Perspektive behandelt. Dabei überwiegen bislang Artikel von Ökonomen und Juristen gegenüber politikwissenschaftlichen, soziologischen und philosophischen Beiträgen.[3]

Die einzelnen ORDO-Bände sind ungefähr 400 bis 500 Seiten stark. Die durchschnittliche Artikellänge beträgt zirka 17 Seiten. Beiträge werden in deutscher oder in englischer Sprache veröffentlicht. Zur Veröffentlichung eingereichte Manuskripte werden extern und „doppeltblind“ begutachtet (Peer-Review).

ORDO erscheint seit 1996 in gedruckter Form und online im Verlag Lucius & Lucius, Stuttgart. Die ORDO-Bände werden regelmäßig in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und in der Neuen Zürcher Zeitung rezensiert.

Namhafte Autoren[Bearbeiten]

In ORDO veröffentlichten unter anderem die Nobelpreisträger James M. Buchanan, Milton Friedman, Friedrich von Hayek, Thomas C. Schelling und George J. Stigler, sowie z.B. Charles B. Blankart, Franz Böhm, Juergen B. Donges, Walter Eucken, Gerd Habermann, Justus Haucap, Stefan Homburg, Otmar Issing, Paul Kirchhof, Roland Kirstein, Frank H. Knight, Lambert T. Koch, Irving Kristol, Ludwig Lachmann, Fritz Machlup, Leonhard Miksch, Alfred Müller-Armack, Rüdiger Pohl, Thorsten Polleit, Karl R. Popper, Wilhelm Röpke, Murray Rothbard, Jacques Rueff, Alexander Rüstow, Günter Schmölders, Joachim Starbatty, Ulrich van Suntum, Roland Vaubel, Erich Weede, Carl Christian von Weizsäcker und Artur Woll.

Herausgeber[Bearbeiten]

Schriftleiter sind Martin Leschke, Josef Molsberger, Ingo Pies, Peter Oberender, Alfred Schüller, Thomas Apolte und Christian Müller. Weitere Herausgeber sind Clemens Fuest, Walter Hamm, Wolfgang Kerber, Hans Otto Lenel, Ernst-Joachim Mestmäcker, Wernhard Möschel, Razeen Sally, Viktor Vanberg, Christian Watrin und Hans Willgerodt.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Ralf Ptak, Grundlagen des Neoliberalismus, in Kritik des Neoliberalismus, VS Verlag, 2008, ISBN 3531158090, Seite 42
  2. Ralf Ptak, Vom Ordoliberalismus zur Sozialen Marktwirtschaft: Stationen des Neoliberalismus in Deutschland, VS Verlag, 2004, ISBN 3810041114, Seite 23
  3.  Frank Bönker, Agnès Labrousse, Jean-Daniel Weisz: The Evolution of Ordoliberalism in the Light of the Ordo Yearbook. A Bibliometric Analysis. In: A. Labrousse und J. D. Weisz (Hrsg.): Institutional Economics in France and Germany. German Ordoliberalism versus the French Regulation School. Springer, Berlin 2000, S. 159–182.

Weblinks[Bearbeiten]