Oamaru
| Oamaru | ||
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| Koordinaten | 45° 6′ S, 170° 58′ O-45.097561170.971169Koordinaten: 45° 6′ S, 170° 58′ O | |
| Einwohner | 12.700 (2004) | |
| Region | Otago | |
| Distrikt | Waitaki | |
Oamaru (
Aussprache?/i) ist die größte Stadt in Nord-Otago auf der Südinsel Neuseelands. Die Ortschaft liegt am State Highway 1, 80 km südlich von Timaru und 120 km nördlich von Dunedin an der Pazifikküste und ist Verwaltungssitz des Waitaki-Distrikts.
Oamaru ist an die Main South Line angeschlossen, auf der der Personenverkehr des Southerners im Jahre 2002 allerdings eingestellt wurde. Auf der Strecke verkehrt jedoch noch regelmäßig der Güterverkehr. Der historische Status, hinter Dunedin das zweitwichtigste Zentrum in Otago zu sein, ist in Gefahr, da die Stadt Queenstown im zentralen Otago durch ihre touristische Bedeutung weiter anwächst.
Der Name Oamaru stammt aus der Māorisprache und bedeutet Platz des Maru. Die exakte Identität des "Maru" ist nicht bekannt, weshalb darüber nur Vermutungen angestellt werden können.
[Bearbeiten] Geschichte
Es lassen sich bedeutende archäologische Funde in der Umgebung Oamarus aufweisen. Besonders an der Mündung des Waitaki River und Awamoa, wo die archaischen Moajäger um 1100 Spuren hinterließen, als die neuseeländische Māoribevölkerung vor allem an der Ostküste der Südinsel konzentriert war.
Gemäß James Cooks Logbuch befand er sich am 20. Februar 1770 mit der Endeavour drei Kilometer von der Küste entfernt und ganz nah an der Mündung des Waitaki. Er hielt fest, dass das Land sehr eben sei und das hügelige Hinterland erst vier bis fünf Meilen landeinwärts beginne. Die Region erschien ihm sehr öde und zeigte keine Spur von Einwohnern. Er ankerte dort vier Tage.
Tatsächlich lebten in der Region Māori und ab 1814 siedelten vereinzelt Robbenjäger, die den Neuseeländischen Seebären zu jagen begannen. Nachdem 1831 unter der Führung des Māori-Stammesführers Te Rauparaha ein Pā bei Kaiapoi nahe Christchurch gebrandschatzt wurde, zogen die Flüchtlinge südwärts und siedelten nahe Kakanui und im Gebiet zwischen Pukeuri und Waianakarua, einschließlich des Gebietes der heutigen Stadt Oamaru.
Edward Shortland besuchte die Region über den Landweg von Waikouaiti im Jahre 1844. Er fertigte eine Landkarte von der Region an und hielt auch Oamaru kartographisch fest. Er war einer von mehreren Europäern, die in den 1840er Jahren die Region zu Fuß erkundeten. James Saunders wurde ca. vor 1850 der erste europäische Regierungsvertreter des Distrikts, als er in diesem Gebiet siedelte, um mit den Māori an der Waitakimündung zu handeln.
In den 1850er Jahren kamen immer mehr europäische Siedler in die Gegend, darunter auch Hogh Robison, der 1853 am Oamaru River eine Hütte aus Grassode baute. Der Standort wurde 1859 von J. T. Thomson zur Stadt erklärt. Oamaru wuchs zum Zentrum für das landwirtschaftliche Hinterland zwischen den Kakanui Mountains und dem Waitaki River. Zudem wuchs der Hafen in Cape Wanbrow zu einem wichtigen Handels- und Fischereihafen.
Die Entwicklung der Gefrierfleischindustrie, die im nahe gelegenen Totora entstand, führte auch zum Aufschwung Oamarus. Institutionen wie das Athenaeum, die Waitaki Boys High School und Waitaki Girls High School wurden gegründet. Der örtlich Kalkstein eignet sich sehr gut für die Weiterverarbeitung und so prägten die künstlichere Umgang der Handwerker mit dem Kalkstein das Stadtbild. In der Zeit der 1880er-Jahre-Depression war Oamaru eine der schönsten und finanzstärksten Städte Australasiens.
Nachdem der Aufschwung abflaute, wuchs die Bevölkerung dennoch bis in die 1970er Jahre weiter. Die Schließung des Hafens und der Stillstand der neuseeländischen Industrie trafen Oamaru sehr hart. Als Reaktion darauf besann sich Oamaru als eine der ersten neuseeländischen Städte auf sein architektonisches Erbe und dessen kommerzielle Nutzung.
Eine öffentliche Galerie, die Forrester Galerie, wurde 1983 im neoklassizistischen Gebäude der Bank of New South Wales eröffnet. Auch andere Gebäude wurden restauriert. Ein Treuhandfond wurde eröffnet und die Restaurierungsarbeiten am historischen Hafenstadtteil vorangetrieben. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde das kulturelle Erbe zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Viele öffentliche Gebäude wurden mit dem regionalen Kalkstein errichtet, der besonders nahe Winston abgebaut wurde und unter dem Namen Oamaru stone bekannt ist. Der südliche Wirtschaftsdistrikt Oamarus gilt als einer der beeindruckendsten neuseeländischen Straßenzüge, was auf die Kalksteingebäude zurückzuführen ist. Dieser Stadtteil und das Hafenstadtviertel werden als historisches Erbe bewahrt.
Die meisten Straßen sind nach englischen Flüssen benannt, vor allem nach Flüssen im Nordwesten und Südosten des Landes. Die Hauptstraße ist die Thames Street, weitere wichtige Straßen sind Severn Street und Tyne Street.
Im Bereich des Hafens lebt eine Kolonie der Zwergpinguine, die so genannte Oamaru Blue Penguin Colony. Direkt südlich der Stadt befindet sich eine Kolonie Gelbaugenpinguine. Bis heute leben Pinguine vereinzelt auch unter einigen der strandnahen Gebäude, inklusive einem Musikclub namens Pinguin Club. Bei Einbruch der Dunkelheit kann man sie auf dem Weg zu ihren Nestern unter den Häusern beobachten.
Oamaru ist über das Waitaki Valley das östliche Tor zum Mackenzie-Becken.
Der Ortsname ist ein Shibboleth: Der lokale südliche Dialekt der Māori ignoriert das erste A im Namen (AUH-muh-ROO). Māori mit dem nördlichen Dialekt neigen dazu diese (korrekte) Aussprache als inkorrekt zu bezeichnen. Sie dehnen das A (o-UH-muh-ROO). So lässt sich anhand der Ortsnamenaussprache erkennen, ob der Sprecher aus dem Norden oder dem Süden ist.
[Bearbeiten] Weblinks
Nordinsel
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