Ober-Mörlen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ober-Mörlen
Ober-Mörlen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ober-Mörlen hervorgehoben
50.3727777777788.6905555555556240Koordinaten: 50° 22′ N, 8° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 240 m ü. NN
Fläche: 37,65 km²
Einwohner:

5.813 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 154 Einwohner je km²
Postleitzahl: 61239
Vorwahl: 06002
Kfz-Kennzeichen: FB
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 018
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Frankfurter Straße 31
61239 Ober-Mörlen
Webpräsenz: www.ober-moerlen.de
Bürgermeister: Sigbert Steffens (parteilos)
Lage der Gemeinde Ober-Mörlen im Wetteraukreis
Butzbach Münzenberg Rockenberg Ober-Mörlen Bad Nauheim Friedberg (Hessen) Rosbach v.d. Höhe Wöllstadt Karben Bad Vilbel Wölfersheim Reichelsheim (Wetterau) Niddatal Florstadt Echzell Reichelsheim (Wetterau) Nidda Hirzenhain Gedern Ranstadt Glauburg Altenstadt (Hessen) Limeshain Ortenberg (Hessen) Kefenrod Büdingen Lahn-Dill-Kreis Landkreis Gießen Vogelsbergkreis Hochtaunuskreis Frankfurt am Main Main-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Ober-Mörlen ist eine Gemeinde in der westlichen Wetterau in Hessen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Der Ort liegt an der Usa etwa 35 km nördlich von Frankfurt/Main und grenzt an den Hochtaunuskreis. Die höchste Erhebung auf dem Gemeindegebiet ist der Winterstein. Auf dem Berg, nach dem auch die örtliche Grundschule benannt ist, befindet sich ein Fernmeldeturm sowie ein Aussichtsturm.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Ober-Mörlen grenzt im Norden an die Stadt Butzbach, im Nordosten an die Gemeinde Rockenberg, im Osten an die Stadt Bad Nauheim, im Süden an die Stadt Friedberg (alle im Wetteraukreis) und die Gemeinde Wehrheim, sowie im Westen an die Stadt Usingen (beide im Hochtaunuskreis).

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Ober-Mörlen und Langenhain-Ziegenberg. Das ehemalige Wochenendgebiet Maiberg sowie das einstige Hofgut Hasselheck sind Bestandteile der Gemeinde Ober-Mörlen.

[Bearbeiten] Geschichte

Ober-Mörlen wird im Codex Laureshamensis 790 erstmals unter Nummer 3009 als Moruller Marca im Dokument 3756b als Morellere marca, was beides als „Mark des Mohren“ interpretiert wird, erwähnt. Langenhain (Langen Hain) wurde 1278 und die Burg Ziegenberg (Ziegenhain) 1388 erstmals urkundlich erwähnt. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde bei Langenhain-Ziegenberg das Führerhauptquartier Adlerhorst gebaut.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeindevertretung

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[2]

Kommunalwahl 2011
 %
40
30
20
10
0
37,1 %
24,8 %
18,3 %
13,9 %
6,0 %
n. k.
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-0,8 %p
-8,0 %p
+3,0 %p
+7,5 %p
+0,3 %p
-1,8 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 37,1 11 37,9 12
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 24,8 8 32,8 10
FWG Freie Wählergemeinschaft Ober-Mörlen 18,3 6 15,3 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 13,9 4 6,4 2
FDP Freie Demokratische Partei 6,0 2 5,7 2
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 1,8 0
Gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 49,7 53,0

[Bearbeiten] Bürgermeister

Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:

Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2006 Sigbert Steffens 83,5
Wahlbeteiligung in % 52,9
2000 Sigbert Steffens 87,4
Wahlbeteiligung in % 43,7
Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
1997(1) Erika Schäfer SPD 50,3
Sigbert Steffens 49,7
Wahlbeteiligung in % 68,3
1997 Erika Schäfer SPD 49,2
Thomas Senger CDU 16,9
Harald Stipp-Lass GRÜNE 4,5
Sigbert Steffens 29,3
Wahlbeteiligung in % 69,2

(1)Stichwahl

Der seit 2000 amtierende parteilose Bürgermeister Sigbert Steffens wurde am 26. März 2006 im ersten Wahlgang ohne Gegenkandidaten mit 83,5 % der Stimmen im Amt bestätigt. Die Wahlbeteiligung betrug 52,9 %.

[Bearbeiten] Wappen

altes Wappen aktuelles Wappen

Das alte Wappen wurde nach einem Gerichtssiegel von 1716 gestaltet. Es wird als redendes Wappen bezeichnet. Es zeigt in der oberen Hälfte ein Kurfürstentum Mainz (Kurmainzer Rad) vor den Herren von Eppstein (Eppsteiner Sparren) und unten den Kopf eines Mohren.

Das aktuelle Wappen wurde am 31. Mai 1967 durch das aktuell gültige Wappen im Zuge der hessischen Wappenreform, in der alle Wappen die typische Schildform erhielten, ersetzt. Hierbei wurden die bereits erwähnten heraldischen Zeichen beibehalten, der Mohrenkopf wurde aus gestalterischen Gründen verdoppelt und in die oberen rechten und linken Ecke platziert.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Ursprünglich landwirtschaftlich geprägt, erfährt die Gemeinde durch die günstige Lage zum Rhein-Main-Gebiet einen Wandel hin zum Standort von Zulieferindustrie.

[Bearbeiten] Verkehr

Verkehrstechnisch erschlossen ist die Gemeinde durch die Bundesstraße 275 und die Autobahn A 5 mit der Anschlussstelle Ober-Mörlen.Seit rund 35 Jahren geplant ist eine Ortsumgehung. Die neueste Variante sieht nun vor, die Gemeinde südlich zu umgehen. Dies würde bedeuten das die neue B275a die bisherige Trasse westlich (in Höhe des Maiberges) der Gemeinde nach Süden verlassen, die A5 queren, danach parallel, östlich der A5 in Höhe der Anschlussstelle Ober-Mörlen zur alten Trasse zurückführen würde. Außerdem besteht unter anderem die Planung, die Umgehung mit der im Juli 2009 eröffneten Ortsumgehung Friedberg (B3) zu verbinden. Dann würde in Höhe der Autobahnraststätte "Wetterau" eine neue Anschlussstelle entstehen.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Bauwerke

siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Ober-Mörlen

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Überregional bekannt ist die Ober-Mörler Fassenacht, die von den beiden Karnevalsvereinen (1. KG „Mörlau“ und Mörlauer Carneval Club) gepflegt wird und die einzigartige Figur des Mohren von Mörlau. Das große Freizeitangebot der Gemeinde wird durch rund 60 verschiedene Vereine realisiert und reicht von A wie Aero Club bis W wie Wanderclub.

[Bearbeiten] Literatur

  • Kurt Rupp: Ober-Mörlen - Erinnerungen in alten Bildern
  • Kurt Rupp: Das ehemalige Führerhauptquartier "Adlerhorst" mit den Bunkeranlagen in Langenhain-Ziegenberg. Ober-Mörlen 1997.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2010 (Hilfe dazu)
  2. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Ober-Mörlen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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