Ober-Ostern

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49.6599444444448.8440555555556Koordinaten: 49° 39′ 36″ N, 8° 50′ 39″ O

Ober-Ostern
Höhe: 322–353 m ü. NN
Fläche: 6 km²
Einwohner: 365
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 64385
Vorwahl: 06164 u. 06253

Ober-Ostern ist ein Ortsteil von Reichelsheim (Odenwald) im Odenwaldkreis, Hessen.

Der Name Ober-Ostern hat nichts mit dem Osterfest zu tun, sondern die Bezeichnung kommt von lat. Osterna (deut. etwa nasses Land). Mit den Jahren ist daraus Ostern geworden.

Am 31. Dezember 1971 wurde Ober-Ostern in die Gemeinde Reichelsheim i. Odw. eingegliedert.[1]

Erstmals urkundlich erwähnt ist Ostern 1398 im Zusammenhang mit dem dort auf Silber betriebenen Bergwerk der Ostra-Höhle. Zu jener Zeit angeblich gefundenes Silber kann man nach heutigem Stand der Mineralogie ausschließen. Der Ort hat 365 Einwohner auf einer Ortsfläche von 600 ha. Es gibt drei Gaststätten und vier Vereine (Freiwillige Feuerwehr, Gesangverein, den Kastelruther-Spatzen-Fanclub Ostertal und die Theatergruppe Noachtwäwwere). Des Weiteren gibt es noch eine Kelterei, ein Alten- und Seniorenheim, ein Autohaus und einen Wohnmobilhersteller als Arbeitgeber im Dorf, nicht zu vergessen mehrere große und kleine Landwirte.

Regelmäßige Veranstaltungen sind jeweils im ersten Wochenende im September Kirchweih (Hawwerkerb) und an Ostern der Ostermarkt mit dem größten Osterhasen-Hampelmann der Welt (Guinness-Buch der Rekorde). Im Zuge der Schaffung eines von der UNESCO unterstützten Geoparks im Odenwald rund um Reichelsheim wurden an vielen Stellen Tafeln zur Erklärung der lokalen Geologie aufgestellt (siehe bergbaukundlicher Wanderweg Rohrbach-Bockenrod). Auch wurde in Ober-Ostern ein Stollen, der früher zum Versuchsabbau von Schwerspat (Baryt) angelegt worden war, der Öffentlichkeit unter fachkundiger Führung zugänglich gemacht.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Johann Peter Arras (* 5. November 1870 in Ober-Ostern; † 30. Juni 1939 ebenda) hessischer Politiker (HBB) und Abgeordneter des Landtags des Volksstaates Hessen in der Weimarer Republik.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 358.

Weblinks[Bearbeiten]