Oberammergau
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Garmisch-Partenkirchen | |
| Höhe: | 837 m ü. NN | |
| Fläche: | 30,06 km² | |
| Einwohner: |
5.228 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 174 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 82487 | |
| Vorwahl: | 08822 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GAP | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 80 125 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schnitzlergasse 5 82487 Oberammergau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Arno Nunn | |
| Lage der Gemeinde Oberammergau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen | ||
Oberammergau ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Sie liegt im Ammertal am Fluss Ammer. Bekannt ist Oberammergau vor allem durch die alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele (zuletzt im Jahr 2010), die ortsansässigen Kunsthandwerker („Herrgottsschnitzer“) sowie die mit Lüftlmalerei verzierten Häuser. Sehenswerte Beispiele dieser barocken Malerei sind unter anderem die Fassaden am Forsthaus, am Mußldomahaus und am Pilatushaus.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Klima
Der Jahresniederschlag beträgt 1471 Millimeter und liegt im oberen Drittel der von den Messstellen des Deutschen Wetterdienstes erfassten Werte. Über 97 % der Orte haben niedrigere Werte. Der trockenste Monat ist der Februar; am meisten regnet es im Juli. Im niederschlagreichsten Monat fällt ca. 2,6 mal soviel Regen wie im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlagschwankungen liegen im oberen Drittel. Bei über 99 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Hofmark Oberammergau war ein Teil des Herrschaftsgerichts Murnau des Klosters Ettal und bis 1803 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts. Im Jahr 1818 entstand im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern die heutige Gemeinde.
Seit 1938 war die Gemeinde Standort der Wehrmacht. Vor allem Gebirgs-, Nachrichten- und Sanitäts-Truppenteile waren hier untergebracht.
Im Zweiten Weltkrieg wurde südöstlich des Orts in der ehemaligen Hötzendorf-Gebirgsjägerkaserne eine große Erprobungs- und Fertigungsanlage für Kampfflugzeuge der Firma Messerschmitt AG unter dem Namen Oberbayerische Forschungsanstalt errichtet. Zwangsarbeiter mussten dort unter der Regie der Nazis eine unterirdische Fabrik mit künstlichen Stollen im Berg Laber bauen.
Jedes Jahr findet der traditionsreiche König-Ludwig-Langlauf statt, bei welchem mehrere tausend Teilnehmer in der freien (Samstag) und der klassischen Technik (Sonntag) an den Start gehen.
Jedes Jahr findet das traditionsreiche König-Ludwig-Feuer statt.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat von Oberammergau setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen, zuzüglich Bürgermeister. Nach der Kommunalwahl vom 2. März 2008 ergab sich folgende Sitzverteilung:
| Partei/Liste | Sitze |
|---|---|
| CSU | 1 |
| SPD | 1 |
| Für unser Dorf | 6 |
| Dorfpolitik – neu überdacht | 2 |
| Die Frauenliste | 2 |
| Parteilose Wählergemeinschaft | 2 |
| Neutrale Ammergauer Liste | 1 |
| Mit Augenmaß | 2 |
| Entschieden für Oberammergau | 2 |
| Unabhängiges Mitglied | 1 |
| Gesamt | 20 |
[Bearbeiten] Bürgermeister
Erster Bürgermeister der Gemeinde ist Arno Nunn (ohne Liste), zweiter Bürgermeister ist Karl-Heinz Götz (Neutrale Ammergauer Liste).
[Bearbeiten] Wappen
Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau ein oben und unten durchgehendes goldenes Passionskreuz mit abhängendem silbernen Tuch, beiderseits eine wachsende silberne Schwurhand.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaft
[Bearbeiten] Bundeswehrverwaltungsschule
Oberammergau ist Standort der Bundeswehrverwaltungsschule IV bekannt. Dort werden Verwaltungsbeamte des mittleren Dienstes und Verwaltungsfachangestellte ausgebildet. Daneben werden zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter der Bundeswehrverwaltung durchgeführt.
[Bearbeiten] Verkehr
Oberammergau ist über die Bundesstraße 23 (Deutsche Alpenstraße) sowie über die stündlich verkehrende Ammergaubahn, die in Murnau am Staffelsee von der Linie München–Garmisch-Partenkirchen abzweigt und dort ihren Endpunkt hat, zu erreichen. Zwischen Oberammergau und Oberau zweigt eine Straße ab, die vorbei am Schloss Linderhof über den Ammersattel zum Tiroler Plansee und nach Reutte führt.
[Bearbeiten] Kultur
[Bearbeiten] Passionsspiel
Im Pestjahr 1633 hatten die Einwohner von Oberammergau gelobt, regelmäßig ein Passionsspiel aufzuführen. Heute finden die Oberammergauer Passionsspiele unter breiter Mitwirkung der Ortsbevölkerung alle zehn Jahre statt. Im Jahr 2000 besuchten rund 500.000 Besucher aus aller Welt das wohl bekannteste Passionsspiel der Welt im Oberammergauer Passionsstheater. 2010 führten die Einwohner der Gemeinde Oberammergau das Spiel zum 41. Mal auf, vor mehr als 515.000 Zuschauern bei 109 Vorstellungen.
[Bearbeiten] Bauwerke
→Liste der Baudenkmäler in Oberammergau
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Ludwig Thoma (* 1867, † 1921), Schriftsteller.
- Anton Lang (* 1875, † 1938), bekannter Jesus-Darsteller 1900, 1910, 1922
- Ernst Maria Lang (* 1916), Architekt in München und Karikaturist der Süddeutschen Zeitung von 1947 bis 2003.
- Max Streibl (* 1932, † 1998), Politiker (CSU), 1988 bis 1993 Bayerischer Ministerpräsident.
- Nikolaus Lang (* 1942), Künstler, Professor an der Akademie der Künste in München von 2000 bis 2005.
- Michaela Geiger (* 1943, † 1998), Politikerin (CSU), MdB und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
- Christian Stückl (* 1961), Regisseur und Intendant des Münchner Volkstheaters, Spielleiter der Passionsspiele in den Jahren 1990, 2000 und 2010.
[Bearbeiten] Literatur
- Ludwig Utschneider: Oberammergau im Dritten Reich – 1933–1945. Historischer Verein Oberammergau 1999 e. V., Oberammergau 2000, ISBN 3-9807212-0-5.
- Ludwig Utschneider: Die Straßennamen von Oberammergau. Historischer Verein Oberammergau 1999 e. V., Oberammergau 2005.
- Ludwig Utschneider: Bibliographie zur Geschichte Oberammergaus und der Passionsspiele. (= Der Ammergau, Schriftenreihe des Historischen Vereins Oberammergau; Band 3). Historischer Verein Oberammergau 1999 e. V., Oberammergau 2003, ISBN 3-9807212-2-1 (Volltext als PDF)
- Gerd Holzheimer, Elisabeth Tworek, Herbert Woyke (Hrsg.): Leiden schafft Passionen. Oberammergau und sein Spiel. A1 Verlag, München 2000, ISBN 3-927743-49-6.
- Christine Rädlinger: Oberammergau 1869–2000 – Zwischen Tradition und Fortschritt. Eigenverlag der Gemeinde Oberammergau 2002, ISBN 3-930000-08-3.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
[Bearbeiten] Weblinks
- Seite der Gemeindeverwaltung
- Offizielle Tourismus-Seite der Gemeinde
- Oberammergau: Wappengeschichte vom HdBG
- Historischer Verein Oberammergau 1999
- Oberammergau: Amtliche Statistik des LStDV
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Gemeindefreies Gebiet: Ettaler Forst
