Oberasbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Oberasbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Oberasbach
Oberasbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Oberasbach hervorgehoben
49.43510.971111111111314Koordinaten: 49° 26′ N, 10° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Fürth
Höhe: 314 m ü. NHN
Fläche: 12,11 km²
Einwohner: 17.141 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 1415 Einwohner je km²
Postleitzahl: 90522
Vorwahl: 0911
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 5 73 122
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
90522 Oberasbach
Webpräsenz: www.oberasbach.de
Bürgermeisterin: Birgit Huber (CSU)
Lage der Stadt Oberasbach im Landkreis Fürth
Landkreis Fürth Bayern Landkreis Ansbach Landkreis Roth Schwabach Erlangen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Fürth Nürnberg Obermichelbach Tuchenbach Puschendorf Veitsbronn Seukendorf Wilhermsdorf Langenzenn Cadolzburg Großhabersdorf Ammerndorf Roßtal Zirndorf Oberasbach Stein (Mittelfranken)Karte
Über dieses Bild
Lage

Oberasbach ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Fürth.

Geographie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Oberasbach grenzt im Norden und Westen, z. T. der Bibert folgend, an die Kreisstadt Zirndorf. Östlich bildet die Rednitz zumeist die Grenze zum Fürther und Nürnberger Stadtgebiet. Im Süden von Oberasbach liegt Stein.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt besteht aus den folgenden sechs Ortsteilen:[2]

  • Altenberg
  • Kreutles
  • Neumühle
  • Oberasbach
  • Rehdorf
  • Unterasbach

Geschichte[Bearbeiten]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1976 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Leichendorf mit damals etwa 150 Einwohnern eingegliedert.[3]

Ansicht von SW, im Hintergrund die Alte Veste


Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

In der aktuellen Wahlperiode (2014–2020) stellt die CSU mit Birgit Huber die erste Bürgermeisterin. Der zweite Bürgermeister ist Norbert Schikora (Bündnis 90 / Die Grünen). Dritter Bürgermeister ist Thomas Peter (FDP / FOB).

Stadtrat[Bearbeiten]

Oberasbacher Rathaus

Der Stadtrat besteht aus 24 Mitgliedern. Seit den Kommunalwahlen 2014 setzt sich dieser wie folgt zusammen:

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Bildung[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Oberasbacher Markttage[Bearbeiten]

Im 14-täglichen Rhythmus finden jeweils freitags die Oberasbacher Markttage statt. Im Ortszentrum um das Rathaus werden hier vorwiegend landwirtschaftliche Produkte angeboten.

Oberasbacher Kulturtage[Bearbeiten]

Jährlich finden an einem Wochenende im Juni die Oberasbacher Kulturtage statt. Hier werden unter anderem Skulpturen von regionalen Künstlern eingeweiht.

Bildung[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium
  • Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Oberasbach
  • Grundschule Altenberg
  • Pestalozzi-Grundschule Kreutles
  • Pestalozzi Hauptschule Kreutles
  • Volkshochschule Oberasbach/Zirndorf

Stadtbücherei[Bearbeiten]

Im Rathaus befindet sich im Untergeschoss die Stadtbücherei. Diese umfasst rund 20.000 Bücher, Videos und CDs. Alle Medien können kostenlos entliehen werden.

Jugendhaus[Bearbeiten]

Nahe der Kirche St. Johannes, neben der Pestalozzischule, befindet sich das Jugendhaus Oasis, das verschiedene Freizeitaktivitäten für Jugendliche anbietet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Oberasbach findet man zahlreiche Handwerksbetriebe, mehrere Supermärkte, Bäckereien und Metzgereien. Man findet auch mehrere Cafés, Bars und Restaurants. Dazu kommen kleinere industrielle Betriebe sowie eine überregional tätige Werbeagentur. Die kleinen Betriebe fördern besonders das regionale Angebot. Um diese lokalen Anbieter zu stärken, wurde der Oberasbacher Gewerbeverband ins Leben gerufen. Dieser zählt rund 50 Mitglieder und veranstaltet eine jährlich stattfindende Gewerbeschau.

Verkehr[Bearbeiten]

ÖPNV in Oberasbach

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Oberasbach liegt an der Rothenburger Straße, die die Hauptverkehrsader der Stadt ist. Die Rothenburger Straße beginnt in Nürnberg am Plärrer und ist ab der Kreuzung mit der Von-der-Tann-Straße (B 4 R) die Staatsstraße 2245, diese mündet bei Oberdachstetten in die Bundesstraße 13, sie ist die alte Hochstraße von Nürnberg nach Rothenburg ob der Tauber. Über die Anschlussstelle Nürnberg-Kleinreuth der Südwesttangente bestehen Verbindungen zum Kraftfahrstraßen- und Autobahnnetz. Oberasbach leidet unter starkem Verkehrsaufkommen, verursacht durch Pendler und Schwerlastverkehr.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Durch das Stadtgebiet verläuft die Bahnstrecke Nürnberg–Crailsheim, an der sich innerhalb Oberasbachs die zwei Haltepunkte Unterasbach und Oberasbach befinden. Die Strecke wird von der S-Bahnlinie S4 im 20/40 Minutentakt bedient.

Bis zum 25. September 1986 war Oberasbach zusätzlich durch die Bibertbahn am ehemaligen Haltepunkt Zirndorf-Altenberg erschlossen.

Nahverkehr[Bearbeiten]

Die Stadt Oberasbach liegt im Tarifgebiet des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg und ist mit zahlreichen Omnibuslinien gut erschlossen. Die Verbindung nach Nürnberg zum U-Bahnhof Gustav-Adolf-Straße stellen die Stadtbuslinien 70 bis 72 der VAG sowie die Regionalbuslinie 113 des OVF her. Direkte Verbindungen nach Fürth gibt es mit einigen wenigen Fahrten durch die Regionalbuslinien 112 und 152. Zusätzlich verkehren in Oberasbach die Linien 150, 154 und 155 des Stadtbusses Zirndorf/Oberasbach, die Verbindungen nach Zirndorf, Stein und zur S-Bahn herstellen.

Es wird darüber nachgedacht, die künftige Nürnberger U-Bahnlinie U3 (Nordwestring–Gebersdorf) mit einem Abzweig nach Oberasbach zu verlängern. Eine Realisierung ist mittelfristig nicht zu erwarten, da die Stadt Nürnberg erst die Strecke bis Gebersdorf bauen muss, zudem ist die Finanzierung noch ungesichert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche St. Lorenz

Die Kirche St. Lorenz ist ein einfacher geschlemmter Saalbau mit dreiseitigem Chor (1.Hälfte 15.Jh.) und quadratischem Glockenturm über dem Ostende des Schiffes. Die Polygonecken des Chores sind mit Strebepfeilern besetzt und einem Kaffgesims öffnen schlanke Maßwerkfenster die Wandflächen. Im Innern ist der Saal von einer Holztonnendecke überspannt und der Chor zeigt ein netzartiges Kreuzrippengewölbe, bei dem die Gewölbefläche mit den vier Evangelistensymbolen und stilisierten Pflanzen in Freskotechnik ausgemalt sind.

Auf der anderen Straßenseite ist ein ehemaliges Milchhaus erhalten.

Naturschutzgebiet[Bearbeiten]

Kreuzbach bei Altenberg: Sandbruch mit Treibholz

Östlich der Oberasbacher Ortsteile Altenberg und Unterasbach befindet sich das Naturschutzgebiet Hainberg, mit der größten zusammenhängenden Sandtrockenrasenfläche Nordbayerns. Bis Anfang der 1990er-Jahre wurde der Hainberg noch als Truppenübungsplatz der US-Armee genutzt.

Durch das Gelände fließt der Kreuzbach, der in der Mitte einen im Umriss birnenförmigen Teich ausbildet. Dieser kleine Bach wird auch Asbach (wovon sich der Ortsname ableitet) genannt und befindet sich ausschließlich auf Oberasbacher Gemeindegebiet. Im oberen Teil in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundertes für die Landwirtschaft stark begradigt und kanalisiert, verhaltene Renaturisierungsmaßnahmen seit 1990, im Bereich des Hainbergs mehr natürlicher Verlauf mit dem künstlich angelegtem Teich. Er mündet an der Fernabrücke zwischen Oberasbach und Nürnberg in die Rednitz.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberasbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 714.