Oberau
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Garmisch-Partenkirchen | |
| Höhe: | 659 m ü. NN | |
| Fläche: | 17,86 km² | |
| Einwohner: | 3052 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 171 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 82496 | |
| Vorwahl: | 08824 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GAP | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 80 126 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Schmiedeweg 10 82496 Oberau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Imminger (CSU) | |
Oberau ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografische Lage
Oberau liegt an der Loisach in der Region Zugspitzland. Nach Garmisch-Partenkirchen sind es 8 km, nach dem nordwestlich gelegenen Oberammergau etwa 9 km, Die Landeshauptstadt München ist 90 km entfernt, nach Innsbruck in Tirol sind es 70 km.
[Bearbeiten] Geschichte
Oberau gehörte bis 1803 zum Kloster Ettal und war Teil des Kurfürstentums Bayern. Der Ort war Bestandteil des klösterlichen Herrschaftsgerichtes Murnau. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Erste urkundliche Nennung aus dem Jahr 750 n. Chr. Bis zum 19. Jahrhundert bestand die Gemeinde nur aus wenigen Anwesen, die bis 1803 im Obereigentum des Klosters Ettal standen. Bis 1802 war Oberau Grenzort. Südlich des Dorfes war Bayern zu Ende und es begann die Grafschaft Werdenfels. Die Loisach dienste den Oberauer Flößern, die vor allem Gipsstein und Holz nach München und Wien brachten, als Verkehrsweg. Der Verkauf von Gips brachte dem Ort vom Ende des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts eine besondere Zeit des Wohlstandes.
Die Lage an der Gabelung zweier alter Fernstraßen, die Venedig mit Augsburg verbanden, war eine weitere Quelle des Wohlstandes.
Als in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die Eisenbahn die Flößerei verdrängte und die Gipsproduktion unrentabel wurde, waren es wiederum die Wasserkraft und der Holzreichtum, die den Ort vor Bedeutungslosigkeit und Armut bewahrten. Industriebetriebe siedelten sich an, Oberau wurde Bahnstation und die neue Ettaler Bergstraße wurde eröffnet.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1970 | 1987 | 2000 | 2005 | 2006 |
| Einwohner | 2426 | 2599 | 2839 | 3108 | 3097 |
2005: 30. Juni ; 2006: 31. Dezember
[Bearbeiten] Politik
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1,398 Mio. €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 183.000 €.
[Bearbeiten] Gemeinderat
Die Kommunalwahl vom 2. März 2008 ergab folgende Sitzverteilung im Gemeinderat:
| Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) | 55,8 % | 9 Sitze |
| Freie Wählergemeinschaft Oberau (FWG) | 29,6 % | 5 Sitze |
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) | 14,6 % | 2 Sitze |
[Bearbeiten] Wappen
Auf dem Wappen ist auf blauem Hintergrund über fließendem Wasser ein weißes Mühlrad dargestellt. In Blau über gewelltem silbernen Schildfuß ein silbernes Wasserrad. Das Mühlrad symbolisiert die Wasserkraft des Giessenbaches und die Loisach als Verkehrsweg. Die 14 Schaufeln des Mühlrades stellen die 14 bäuerlichen Betriebe dar, sie im Tal gesiedelt haben. Die Farben Silber und Blau erinnern an die engen Beziehungen zum Kloster Ettal.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft
Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im Produzierenden Gewerbe 275 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 143 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 954. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe.
Zudem bestanden im Jahr 1999 11 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 152 ha.
Oberau ist fast ein Kurort
[Bearbeiten] Verkehr
Durch Oberau führt die Bundesstraße 2, von der innerhalb des Ortes die Bundesstraße 23 Richtung Oberammergau, Peiting und Augsburg abzweigt. Der Ort liegt zwischen dem Ende der Bundesautobahn 95 (München–Garmisch-Partenkirchen) und der ebenfalls autobahnähnlich ausgebauten, im Jahr 2000 in Betrieb genommenen Umfahrung des Nachbarortes Farchant. Täglich fahren etwa 42.000 Autos durch die enge Ortsmitte. Dies führt immer wieder zu Staus und belastet Einwohner und Urlaubsgäste sehr. Daher fordern Bürger seit nahezu 40 Jahren, durch den Bau eines Tunnels diese Verkehrsbelastung zu vermindern. Die im Jahr 2001 gegründete Bürgerinitiative zur Verkehrsentlastung Oberau, kurz VEO, hat es sich zur Aufgabe gemacht, auf die verheerende Verkehrssituation aufmerksam zu machen und fordert seitdem vehement den Bau des Oberauer Westtunnels sowie der B23 neu.
Im Schienenverkehr ist Oberau Haltepunkt der Bahnlinien München–Garmisch-Partenkirchen und München–Innsbruck.
[Bearbeiten] Bildung
Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:
- Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 98 Kindern
- Volksschule: 1 mit 16 Lehrern und 276 Schülern
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Joseph Alois Daisenberger (1799–1883), Textdichter der Oberammergauer Passionsspiele
[Bearbeiten] Weblinks
- Oberau: Wappengeschichte vom HdBG
- Oberau im Zugspitzland
- Oberau auf der Site des Landkreises Garmisch-Partenkirchen
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