Oberau-Haslach

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Stadtviertel Oberau-Haslach
Italienische Bezeichnung: Oltrisarco-Aslago
Castel Flavon.jpg
Haselburg mit Oberau im Hintergrund
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Südtirol (BZ)
Gemeinde: Bozen
Koordinaten: 46° 29′ N, 11° 21′ O46.48388888888911.343611111111246Koordinaten: 46° 29′ 2″ N, 11° 20′ 37″ O
Höhe: 246 m s.l.m.
Fläche: 10,92 km²
Einwohner: 13.925 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 1275 Einw./km²
Demonym: Oberauer/Haslacher
Präsident Giuliano Gobbetti (PD)
Telefonvorwahl: 0471 CAP: 39100
Website: Offizielle Website

Oberau-Haslach (italienisch Oltrisarco-Aslago) ist eines der fünf Stadtviertel der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen (Italien). Mit seinen knapp 14.000 Einwohnern ist es nach Europa-Neustift das bevölkerungsmäßig kleinste Stadtviertel Bozens. Im Süden des Viertels befindet sich die bedeutsame Industriezone Bozens.

Geografie[Bearbeiten]

Oberau-Haslach wird an seiner Nordseite von einem aus dem Kohlerer Berg herausragenden Felsvorsprung geschützt, dieser trägt den Namen Virgl und bedeutet in der römischen Militärsprache befestigter Felskopf. Der Eisack markiert die westliche Grenze des Stadtviertels. Im Osten bilden die steilen Flanken des Kohlerer Berges die Grenze des Stadtviertels und gleichzeitig auch die Stadtgrenze.

Geschichte[Bearbeiten]

Oberau und Haslach sind typische Siedlungsnamen des Hochmittelalters. Von Haslach erhielt die Höhenburg Haselburg ihren Namen. Um das Jahr 1238 werden die Herren von Haselburg erstmals erwähnt, später ging die Burg in den Besitz der Herren von Küepach über.

Die Anhöhen rund um Haslach, Virgl und Haselburg, wurden schon früh besiedelt, besonders in der Zeit der Völkerwanderung, als der Talkessel auch durch die Eisackfluten versumpft war. Später entstanden dort Burgen (Weineck, Weißhaus, Rosenbach und Haselburg), Kirchen (St. Gertraud) und Gehöfte (Pfarrhof). Zwischen 1849 und 1911 gehörte das Viertel, aufgeteilt in die drei Malgreien Oberau, Haslach und Grutzen, zur Landgemeinde Zwölfmalgreien.

Bis Anfang der 1960er Jahre bestand Haslach aus einigen wenigen Bauernhöfen. Von Grutzen abgetrennt wurde hingegen die Industriezone von Bozen. In den 1930er Jahren wurde in Oberau der neue Bozner Stadtfriedhof angelegt. Nach 1960 begann hier eine rege Bautätigkeit und aus dem ruhigen Haslach wurde ein belebtes Stadtviertel von Bozen. Allerdings wurden die Stadtviertel erst in den 1990er Jahren gebildet. Neue Wohnsiedlungen, wie die großräumige Anlage von „Rosenbach“, verdichten neuerdings das bereits engmaschige Gefüge von Haslach und Oberau.

Mit 41,5 Jahren hat die Bevölkerung von Haslach das niedrigste Durchschnittsalter aller Bozner Stadtteile.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Landesberufsschule „Luigi Einaudi“

In Oberau-Haslach befinden sich italienische und deutsche Kindergärten sowie Grund- und Mittelschulen, eine italienische Berufsschule, ein Jugendzentrum, ein Bürgerzentrum, eine Stadtteilbibliothek, ein Sozial- und Gesundheitssprengel, eine Mensa für Senioren, eine Gemeindeapotheke, die Freiwillige Feuerwehr, ein Pfadfinder-Stamm, ein Leichtathletikplatz und einige Sportvereine. Seit 2007 gibt es in Haslach Bozens erste Stadtviertelzeitung „Taxi“.

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Staffler: Die Hofnamen von Zwölfmalgreien und Leifers (Bozner Jahrbuch für Geschichte, Kultur und Kunst 1952), Innsbruck 1952.
  • Markus Perwanger: Das Siedlungswerk in Haslach, Brixen 1985.
  • Georg Schraffl: Kunst und Geschichte zwischen Virgl und Haselburg, Bozen 1994.

Weblinks[Bearbeiten]

 Portal: Bozen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Bozen
 Commons: Oberau-Haslach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bozens ansässige Bevölkerung nach Stadtviertel