Oberaula

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberaula
Oberaula
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberaula hervorgehoben
50.8580555555569.4708333333333326Koordinaten: 50° 51′ N, 9° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Schwalm-Eder-Kreis
Höhe: 326 m ü. NHN
Fläche: 43,95 km²
Einwohner: 3199 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 36280
Vorwahl: 06628
Kfz-Kennzeichen: HR
Gemeindeschlüssel: 06 6 34 019
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hersfelder Straße 4
36280 Oberaula
Webpräsenz: www.oberaula.de
Bürgermeister: Klaus Wagner (CDU)
Lage der Gemeinde Oberaula im Schwalm-Eder-Kreis
Kassel Landkreis Fulda Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Kassel Landkreis Marburg-Biedenkopf Landkreis Waldeck-Frankenberg Vogelsbergkreis Vogelsbergkreis Werra-Meißner-Kreis Knüllwald Homberg (Efze) Frielendorf Schwarzenborn (Knüll) Neukirchen (Knüll) Oberaula Ottrau Schrecksbach Willingshausen Schwalmstadt Gilserberg Jesberg Neuental Bad Zwesten Borken (Hessen) Morschen Malsfeld Wabern (Hessen) Felsberg (Hessen) Spangenberg Melsungen Körle Guxhagen Edermünde Gudensberg Niedenstein FritzlarKarte
Über dieses Bild

Oberaula ist eine Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Oberaula liegt am Südhang des Knüllgebirges im oberen Aulatal und seinen Nebentälern.

Die nächstgelegenen Städte sind Bad Hersfeld (etwa 25 km östlich gelegen), Schwalmstadt (etwa 24 km westlich gelegen), Homberg (Efze) (etwa 26 km nördlich gelegen) und Alsfeld (etwa 21 km südwestlich gelegen).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Oberaula grenzt im Nordosten an die Gemeinde Neuenstein, im Osten an die Gemeinde Kirchheim, im Südosten an die Gemeinde Breitenbach am Herzberg (alle drei im Landkreis Hersfeld-Rotenburg), im Südwesten an die Gemeinde Ottrau, im Westen an die Stadt Neukirchen sowie im Norden an die Stadt Schwarzenborn (alle drei im Schwalm-Eder-Kreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den sechs Ortsteilen Oberaula (Sitz der Gemeindeverwaltung), Hausen, Friedigerode, Ibra, Olberode und Wahlshausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Oberaula wurde um 856 das erste Mal als Ovilah (übersetzt etwa: „der Ort in einer feuchten Flussaue“ oder „der Ort am Eulenwasser“) erwähnt.

Der Ortsteil Hausen wurde im Jahre 1160 das erste Mal erwähnt. Im Ortsteil Hausen stand schon früh eine Wasserburg der Abtei Fulda, auf deren Resten dann die Freiherren von Dörnberg im Jahre 1674 ihr Renaissanceschloss bauten.

Während der Zeit des napoleonischen Königreichs Westphalen (1807-1813) war Oberaula Hauptort des Kantons Oberaula und Sitz des Friedensgerichts. Bis 1945 bestand das Amtsgericht Oberaula

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der kommunalen Gemeindegebietsreform schlossen sich am 1. April 1972 die Orte Oberaula und Hausen zusammen. Am 1. Januar 1974 folgte die Bildung der Großgemeinde Oberaula, als Friedigerode, Ibra, Olberode und Wahlshausen eingemeindet wurden.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Wahl 2011
 %
60
50
40
30
20
10
0
59,9 %
40,1 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+9,2 %p
-9,2 %p
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 59,9 14 50,7 12
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 40,1 9 49,3 11
Gesamt 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 59,1 55,9

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister Klaus Wagner (CDU) wurde am 27. September 2009 mit einem Stimmenanteil von 62,2 % gewählt. Vor ihm war Karl Heinz Vestweber (SPD) Bürgermeister, er wurde 1997 nach einer Stichwahl gegen Klaus Wagner gewählt. Karl Heinz Vestweber wurde 2003 mit einem Stimmenanteil von 73,7 % wiedergewählt[3].

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein goldener Dreiberg im Schildfuß, darin ein dreiblättriger grüner Eichenbruch. Auf dem Dreiberg eine rotbewehrte silberne Eule, begleitet von je drei sechsstrahligen silbernen Sternen.“

Die blaue Hintergrundfarbe stammt aus einer alten Überlieferung, in der eine blaue Fahne erwähnt wird. Die Eule steht für Oberaula und die sechs Sterne stehen für die Ortsteile der Gemeinde. Die Sterne wurden gewählt, weil die Grafen von Ziegenhain, die einen Stern in ihrem Wappen führten, hier über Jahrhunderte viel Einfluss hatten. Der Dreiberg steht für das Knüllgebirge, in dem die Gemeinde liegt, und der Eichenbruch zeigt die Zugehörigkeit zum ehemaligen Fremdenverkehrsverband Kurhessen–Waldeck an.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Das französische Marsanne ist seit 1996 die Partnerstadt von Oberaula.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche mit Turm aus dem 15. Jahrhundert

Bauwerke[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Oberaula liegt an der Bundesstraße 454, die die Gemeinde an das überregionale Straßennetz anbindet. Insbesondere ist hier das in etwa 10 km Entfernung gelegene Kirchheimer Dreieck der A7 und der A4 zu erwähnen.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Nordhessischen Verkehrs Verbund (NVV) gewährleistet.

Die Knüllwaldbahn, über die die Gemeinde an das Schienennetz angebunden war, gibt es seit 1984 nicht mehr. Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind Bad Hersfeld, Schwalmstadt und Homberg/Efze (stillgelegt). Die ehemalige Bahnlinie wurde zu einem Radweg umgebaut, der von Treysa bis an die Grenze zum Landkreis Hersfeld-Rotenburg verläuft.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Marie G. Goletz (1995): Chronik Oberaula Band I und II. Plag gGmbh, Schwalmstadt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberaula – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 412f.
  3. Daten zu den Direktwahlen des Bürgermeisters in Oberaula