Oberdischingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberdischingen
Oberdischingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberdischingen hervorgehoben
48.30259.8341666666667483Koordinaten: 48° 18′ N, 9° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 483 m ü. NN
Fläche: 8,84 km²
Einwohner: 2003 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 227 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89610
Vorwahl: 07305
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 088
Adresse der Gemeindeverwaltung: Schlossplatz 9
89610 Oberdischingen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Benno Droste

Oberdischingen ist eine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Oberdischingen liegt an der Donau, zwischen Ehingen (Donau) (9 km) und Ulm (18 km).

[Bearbeiten] Historische Geographie

Zugleich führt durch Oberdischingen der historische Jakobspilgerweg, der in Santiago de Compostela (Spanien) endet. Oberdischingen liegt am Teilstück Ulm - Konstanz. So wird Oberdischingen heute wieder von vielen Menschen zu Fuß auf dem Weitwanderweg besucht.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an den Ortsteil Niederhofen der Gemeinde Allmendingen, im Osten und Süden an die Stadt Erbach und im Westen an Öpfingen.

Oberdischingen 1920

[Bearbeiten] Geschichte

Oberdischingen wurde erstmals 1148 urkundlich erwähnt. 1343 geriet es unter österreichische Herrschaft. 1520 wurden die Freiherren von Stotzingen mit dem Dorf belehnt, die es 1661 an die Familie der Grafen Schenk von Castell verkauften. Der als Malefizschenk bekannt gewordene Franz Ludwig Schenk von Castell richtete hier sein Zuchthaus ein. 1806 kam Oberdischingen - wie die gesamte Gegend - zu Württemberg. 1960 überschritt der Ort die 1.000-Einwohner-Grenze.

[Bearbeiten] Religionen

„Schwäbisches Pantheon“

1275 wird Oberdischingen Sitz einer eigenen Pfarrei. Oberdischingen ist überwiegend katholisch.

[Bearbeiten] Politik

Oberdischingen gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Ehingen (Donau) an.

[Bearbeiten] Bürgermeister

[Bearbeiten] Gemeinderat

Bei der Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • Gemeindeliste - 52,8 % - 5 Sitze
  • Bürgerliste - 47,2 % - 5 Sitze

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Oberdischingen ist durch die Bundesstraße 311 an das überregionale Straßennetz angebunden.

[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen

Oberdischingen verfügt über eine Haupt- und eine Werkrealschule. Die Grundschule befindet sich in Öpfingen, die ersten beiden Schuljahre können jedoch in der Außenstelle Oberdischingen absolviert werden. In manchen Schuljahren sind auch die 3. und 4. Klasse in Oberdischingen.

Ein Heimatmuseum ist in Planung.

[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen

In Oberdischingen gibt es zwei Fußballplätze und vier Tennisplätze.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Oberdischingen 2004

Oberdischingen liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße.

Das außergewöhnliche historische Ortszentrum ist sehenswert: Häuser im französisch-barocken Mansard-Stil wurden durch den durch seine Rolle bei der Strafverfolgung im Oberschwaben des 19. Jahrhundert auch „Malefizschenk“ genannten Franz Ludwig Reichsgraf Schenk von Castell (1736–1821) erbaut.

[Bearbeiten] Bauwerke

Kanzleigebäude am Schlossplatz
Dreifaltigkeitskapelle
  • Katholische Pfarrkirche „Zum heiligsten Namen Jesu“ von 1804, auch Schwäbisches Pantheon genannt. Sie ersetzte die ehemalige Liebfrauenkirche, von der nur noch ein Mauerbruchstück als Gedenkstein (gegenüber dem Pfarrhaus) erhalten ist. Die Glocke von 1510 ist ebenfalls noch erhalten.
  • Wallfahrtskirche Dreifaltigkeitskapelle von 1712
  • Im dreiflügligen Kanzleigebäude aus dem Jahr 1767 befindet sich heute das Rathaus, ein Gemeindehaus und ein Vereinsheim


Malefizweiber der Narrengesellschaft Oberdischingen

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

  • Treibende Kraft der schwäbisch-alemannischen Fasnet ist die Narrengesellschaft Oberdischingen mit den aus der Geschichte des Ortes abgeleiteten Narrengruppen „Gauner“, „Henkertrommler“, „Malefizweiber“ und „Schlossgeister“.


[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Ehrenbürger

  • 1919: Dr. Adolf Munding Arzt in Oberdischingen
  • 1977: Prof. Dr. Stefan Ott (1900–1978) Oberdischinger Bürger, Germanist und Autor des Heimatbuches
  • 1984(?): geistlicher Rat Pfarrer Martin Übelhör, Dorfpfarrer von 1959 bis 1984

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand

[Bearbeiten] Literatur

  • Stefan Ott: Oberdischingen. Heimatbuch einer Gemeinde an der oberen Donau. Weißenhorn: Anton H. Konrad Verlag, 1977. ISBN 3-87437-144-1

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Oberdischingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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