Oberflächenversorgtes Tauchen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ein Taucher bei Unterwasserarbeiten in einem Aquarium, mit Versorgungsleitung.

Als oberflächenversorgtes Tauchen (engl. hookah diving, gelegentlich auch nargileh oder narghile diving) bezeichnet man das Tauchen mit schlauchgestützter Luftversorgung und modernem Gerät. Die Methode wird manchmal auch als Nabelschnurtauchen oder einfach Luftschlauchtauchen bezeichnet und ist letztendlich die Fortführung des traditionellen Helmtauchens mit modernen, teils einfacheren Mitteln. Sie findet vorwiegend im Bereich des professionellen Berufstauchen Anwendung im:

  • Tiefwasser, Sättigungstauchen und Offshorebereich, zwischen Taucherglocke und Taucher
  • im Flussbereich beim industriellen Goldschürfen mit taucherunterstützten Saugleitungen
  • bei Arbeiten in Schwimmbädern, Tanks, Kläranlagen, etc.
  • im Hafenbereich, etwa von kleinen Schiffen aus, zur Kontrolle des Unterwasserschiffes etc.
  • bei Bauarbeiten unter Wasser.
Ein mobiler Kompressor für oberflächenversorgtes Tauchen.

Eine einfache Ausrüstung besteht aus Kompressor oder Stand-Flaschenbatterie an Land, einem langen Luftschlauch sowie Atemregleren. Hinzu kommt die normale Tauchausrüstung wie Tauchanzug, Taucherblei, Maske, Flossen, ect. Bei älteren Zweischlauchautomaten wird der Atemregler auf der Brust getragen, bei Taucherhelmen entfällt dieser meist. Im größeren Tiefen kommt eine Bail-Out-Flasche oder ein Kreislaufgerät hinzu. Damit soll bei einem Unterbruch der Luftversorgung, ein sicherer Notaufstieg mit oder ohne Dekompression oder die Rückkehr zur Taucherglocke ermöglicht werden.