Oberharmersbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Ortenaukreis | |
| Höhe: | 303 m ü. NN | |
| Fläche: | 40,92 km² | |
| Einwohner: |
2475 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 60 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 77784 | |
| Vorwahl: | 07837 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OG | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 17 088 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Dorf 30 77784 Oberharmersbach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Siegfried Huber (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Oberharmersbach im Ortenaukreis | ||
Oberharmersbach ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ortenaukreis.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Geographische Lage [Bearbeiten]
Oberharmersbach liegt im mittleren Schwarzwald im Tal des Harmersbachs, der bei Biberach in die Kinzig mündet. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Harmersbach in 280 Meter Höhe bis zum Gipfel des Brandenkopf in 945 Meter über NN, die Dorfmitte liegt auf etwa 300 Meter über NN. Fast drei Viertel der Fläche ist bewaldet. Der Ort liegt im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Oppenau, im Nordosten an Bad Peterstal-Griesbach, im Osten an Oberwolfach, im Süden an die Stadt Hausach und Fischerbach, im Südwesten an die Stadt Zell am Harmersbach und im Westen an Nordrach.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Zur Gemeinde Oberharmersbach gehören das Dorf Oberharmersbach, die Weiler Riersbach Dörfle, Vor Hagenbach und Vor Riersbach, die Zinken Adelbach, Amselgrund, Billersberg, Engelberg, Häldele, Hagenbach-Berg, Hermersberg, Holdersbach, Hub (mit Hinterdorf), In Riersbach, In Waltersbach, In Wickersbach, Jauschbach, Jedensbach, Krähenstein, Krochte (Ober u. Unter), Langenberg, Langhärdle, Langhard, Limrain, Ottenbach, Roßbach, Vor Waltersbach, Vor Wickersbach, Waldhäuser und Zuwald, die Höfe Durben, Fußbühl, Gorgisenberg, Hark, Holzhack, Mißlinke und Wittum und die Wohnplätze Almendgrund, Bolaien, Eckle, Frickenberg, Grabengründle, Grommet und Löcherberg. Im Gemeindegebiet lagen die 1330 genannten und abgegangene Ortschaften Gütersbach und Hagnau.[2]
Geschichte [Bearbeiten]
Oberharmersbach wurde erstmals 1139 auf einer Urkunde unter dem Namen Hademarsbach erwähnt. Der Ort ist Teil des ehemals freien Reichstales Harmersbach, und war somit direkt dem Kaiser unterstellt. Das Harmersbachtal war das einzige reichsfreie Tal, neben den Reichsstädten, im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Eine eigene Gerichtsbarkeit, mit Vogt und Zwölferrat, sorgte für Ordnung und Gerechtigkeit. Der Rat tagte im Gasthaus zur Stube in der heute noch vorhandenen Ratsstube. Im Jahre 1902 wurde, unweit der Stube, das Rathaus fertiggestellt. Auf der heutigen Galgenmatt stand einst ein Galgen als Zeichen der eigenen Rechtsprechung. Das Reichstal Harmersbach erstreckte sich über die Gemeinden Unter- und Oberharmersbach. Unterharmersbach gehört heute zur Stadt Zell a. H. Im Jahre 1803 wurde das Großherzogtum Baden gegründet, zu dem das Tal fortan gehörte. Das Gemeindewappen zeigt den Hl. Gallus mit dem Bären, der nach einer Legende hier im Tal gewesen sein sollte. Die Pfarrkirche St. Gallus wurde 1839 aus einheimischen Buntsandstein im neuromanischen Stil erbaut. Sie zählt zu einer der größten Kirchen im Erzbistum Freiburg. Oberharmersbach gehörte früher zum Landkreis Wolfach. Mit dessen Auflösung 1973 kam der Ort zum neuen Ortenaukreis.
Religionen [Bearbeiten]
Die Gemeinde ist auch heute noch römisch-katholisch geprägt, obwohl das Umland stärker von der Reformation geprägt wurde. Zur Pfarrkirche St. Gallus gehört auch die Maria-Hilf-Kapelle in Zuwald.
Politik [Bearbeiten]
Die Gemeinde gehört der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Zell am Harmersbach an. Dieser Verwaltungsgemeinschaft gehören, außer Oberharmersbach und Zell, noch die Gemeinden Biberach und Nordrach an.
Bürgermeister [Bearbeiten]
Der aktuelle Bürgermeister der Gemeinde Oberharmersbach ist Siegfried Huber von der CDU.
Gemeinderat [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 brachte folgendes Wahlergebnis:
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Oberharmersbach liegt am Westweg, einem Fernwanderweg, der an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.
Bauwerke [Bearbeiten]
Pfarrkirche St. Gallus [Bearbeiten]
Schon bevor diese Galluskirche gebaut wurde, stand am gleichen Platz eine kleine Barockkirche. Die Grundsteinlegung für die jetzige Kirche war im Jahre 1839. Nach sieben Jahren Bauzeit – aus einheimischem Sandstein im neuromanischen Stil erbaut – konnte sie 1846 eingeweiht werden. Der Turm der Kirche ist 63 Meter hoch. Mit den Innenmaßen von 57 Metern Länge, 24 Metern Breite, einer Innenhöhe von 18 Metern und insgesamt 2000 Sitz- und Stehplätzen für die Kirchenbesucher, ist diese Kirche einer der größten in der Erzbistum Freiburg.
Maria-Hilf-Kapelle [Bearbeiten]
Die Maria-Hilf-Kapelle im Ortsteil Zuwald wurde 1883 erbaut. Zuerst war sie in Privatbesitz, 1931 ging sie in das Eigentum des Erzbischöflichen Stuhles über. 1959 überließ die Erzdiözese Freiburg die Kapelle der Pfarrgemeinde Oberharmersbach.
Naturdenkmäler [Bearbeiten]
Der Brandenkopf, ein 945 Meter hoher Berg, liegt teilweise (u.A. die Bergspitze) auf Oberharmersbacher Gebiet.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Traditionell lebten die Oberharmersbacher von der Land- und Forstwirtschaft, die auch heute noch eine Rolle spielen. Es gibt noch etwa 40 landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe und 50 Nebenerwerbsbetriebe. Die Holzverarbeitung ist zu einer Industrie geworden. Strukturell bestimmend ist heute allerdings der Tourismus, im Jahr 2004 wurden 95.000 Übernachtungen registriert.
Verkehr [Bearbeiten]
Oberharmersbach-Riersbach ist Endpunkt der Harmersbachtalbahn, einer Nebenstrecke der Schwarzwaldbahn, die nach Biberach (Baden) führt. Den in den Tarifverbund Ortenau integrierten Verkehr führt die Ortenau-S-Bahn (OSB) mit Dieseltriebwagen.
Bildung [Bearbeiten]
In Oberharmersbach existiert mit der Brandenkopfschule eine Grund- und Hauptschule.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 438–439
Weblinks [Bearbeiten]
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