Oberhelfenschwil

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Oberhelfenschwil
Wappen von Oberhelfenschwil
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Toggenburgw
BFS-Nr.: 3375i1Expression-Fehler: Unerkanntes Wort „xxxxx“f4
Postleitzahl: 9621
Koordinaten: 726494 / 24614947.3540469.112957798Koordinaten: 47° 21′ 15″ N, 9° 6′ 47″ O; CH1903: 726494 / 246149
Höhe: 798 m ü. M.
Fläche: 12.68 km²
Einwohner: 1319 (31. Dezember 2013)[1]
Website: www.oberhelfenschwil.ch
Oberhelfenschwil

Oberhelfenschwil

Karte
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Oberhelfenschwil ist eine politische Gemeinde im Kanton St. Gallen in der Schweiz. Sie befindet sich im Wahlkreis Toggenburg. Zu Oberhelfenschwil gehört ein Teil des Dorfes Necker, die Wasserfluh sowie die Weiler Metzwil, Rennen, Schwanden, Wigetshof und Füberg.

Oberhelfenschwil liegt 13 Kilometer südöstlich von Wil SG, 6 km nordöstlich von Wattwil und 7 km südwestlich von Degersheim SG (jeweils Luftlinien).[2]

Oberhelfenschwil zählt 1325 Einwohner (Stand: 1. Januar 2013)[3] und ist somit die sechstkleinste Toggenburger Gemeinde.

Geographie[Bearbeiten]

Blick von Grund zum Dorf Oberhelfenschwil

Das Dorf liegt auf einer Anhöhe zwischen den Flüssen Thur und Necker. Die höchste Stelle ist mit 1100 m ü. M. der Köbelisberg-Waldschwilerberg, an der Grenze zur Gemeinde Wattwil. Der tiefste Punkt liegt auf 580 m ü. M. am Ufer der Thur bei Dietfurt («Thurrank»).[3]

Die Gesamtfläche beträgt 1265 Hektaren.[3] Davon sind 4,2 Prozent Siedlungs- und 61,7 Prozent Landwirtschaftsfläche. 33,6 der Fläche sind Wald und Gehölze und 0,5 Prozent sind unproduktive Fläche (2006).[4]

Die angrenzenden Gemeinden sind Ganterschwil im Norden, Neckertal im Osten, Wattwil im Süden, Lichtensteig im Südosten sowie Bütschwil im Westen.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1900 1950 2000 2010
Einwohner 1872 1079 982 1456 1341

Am 31. Dezember 2012 lebten 1325 Menschen in Oberhelfenschwil. Der Ausländeranteil betrug 2008 8,3 % und liegt damit klar unter dem kantonalen Durchschnitt von 21,5 %. Etwa ein Viertel der ausländischen Bevölkerung waren Bürger von Deutschland. Dahinter folgten Bürger einer der Staaten des ehemaligen Jugoslawiens und Italiener.[5]

Sprachen[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung im 2000 bezeichneten 91,6 % Deutsch als ihre Hauptsprache. Die zweithäufigste Sprache ist mit 1,9 % Albanisch, gefolgt vor Serbokroatisch mit 1,4 %.[4]

Politik und Recht[Bearbeiten]

Legislative[Bearbeiten]

Wähleranteile
Partei Anteile in Prozent
SVP 29,1
CVP 28,6
FDP 15,7
SPS 11,0
Grüne 8,3
Andere 7,3

Die gesetzgebende Gewalt bildet in Oberhelfenschwil die Bürgerversammlung. Sie findet in der Regel alljährlich einmal statt, meistens Ende März. Anlässlich der Nationalratswahlen im 2007 erreichten die Parteien nachfolgende Wähleranteile:[4][5]

Exekutive[Bearbeiten]

Blick zum Gemeindehaus von Oberhelfenschwil

Die ausführende Behörde ist der Gemeinderat. Seine Amtsdauer beträgt vier Jahre. Er wird im Majorzverfahren vom Volk gewählt. Er führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Bürgerversammlung und die Aufgaben, die ihm vom Kanton und vom Bund zugeteilt wurden. Als Vorsteher der Exekutive übt der Gemeindepräsident seine Tätigkeit im Vollamt, die übrigen Gemeinderäte im Nebenamt aus.

Der Gemeinderat besteht aus 7 Personen und wird von der Gemeinderatsschreiberin unterstützt.[6]

Judikative[Bearbeiten]

Für Rechtsstreitigkeiten ist das Kreisgericht Toggenburg, mit Sitz in Lichtensteig, zuständig. Oberhelfenschwil verfügt zudem über einen Vermittler (Friedensrichter).

Wirtschaft[Bearbeiten]

Blick von der Skilift-Talstation in Richtung Grund

Die grössten Arbeitgeber in Oberhelfenschwil sind die Karl Egli Zimmerei, die Mock AG Tiefbau und die Werkzeugbau Oberhelfenschwil AG.

Oberhelfenschwil hat einen kleinen Skilift, der vor allem von Einheimischen rege genutzt wird. Die Talstation befindet sich an der Berligstrasse. Der Skilift führt auf einer Länge von rund 330 Metern den Südhang via Altegg in Richtung Grund hinauf.

Das Hauptmerkmal der Wirtschaftsstruktur des nebelarmen Höhenkurorts liegt in der Ausgeglichenheit von Land- und Forstwirtschaft, Tourismus (Camping, Ski), Gewerbe, Dienstleistungen (Pflege- und Kurzentrum) und Kleinindustrie (Bau- und Metallindustrie).[7]

Verkehr[Bearbeiten]

Oberhelfenschwil ist von den Ortschaften Necker, Dietfurt und Ganterschwil auf den öffentlichen Strassen erreichbar.[2] Ein Postautobetrieb ergänzt zudem das Bedürfnis der Bevölkerung.

Geschichte[Bearbeiten]

1874 wurden die Ortschaften Hof, St. Loretto und Blatten von der Gemeinde Oberhelfenschwil an Lichtensteig übertragen. 1952 stimmten Mogelsberg und Oberhelfenschwil einen Gebietsabtausch zu. Oberhelfenschwil bekam von Mogelsberg den Weiler Rennen sowie die Höfe Adelbach, Berg und Schlatt (46 Einwohner), während dessen Mogelsberg die ehemalige Oberhelfenschwiler Exklave Hiltisau mit 38 Einwohnern bekam.

Der Ort wird im Jahre 882 erstmals urkundlich erwähnt. Die Urkunde befindet sich im Stiftsarchiv St. Gallen.[8]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen ist gespaltet von gold und silber. Heraldisch rechts ist in schwarz ein dreigeteilter Turm ersichtlich. Hinten sechsmal horizontal geteilt von silber und schwarz.

Kunst, Kultur[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick von der Ruine Neutoggenburg zu den Berner Alpen
Ruine Rüdberg

Sehenswürdigkeiten von Oberhelfenschwil sind die simultan von Katholiken und Reformierten genutzte Kirche Oberhelfenschwil, die Ruinen Neutoggenburg, Rüdberg und Fürberg (heutige Bezeichnung Füberg) sowie die Leichtwindanlage auf dem Freudenberg.[9]

Ruine Neutoggenburg[Bearbeiten]

Die Ruine Neutoggenburg - einst Stammsitz der Grafen von Toggenburg - wurde anfangs des 13. Jahrhunderts gebaut und dürfte wohl als Ersatz der alten Stammburg gedient haben. Sie befindet sich ca. 500 m nördlich des Weilers Wasserfluh und kann von Schwanden aus erreicht werden. In der rund 400-jährigen Geschichte der Grafen von Toggenburg wurde deren Herrschaft über grosse Teile des Kantons St. Gallen, Vorarlbergs und Graubündens ausgedehnt. Nach dem Tod des letzten Grafen im Jahr 1468 erwarb die Fürstabtei St. Gallen unter dem Abt Ulrich Rösch die Grafschaft Toggenburg. Die Burg begann seit daher zu zerfallen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Jahre 1982 konnte Oberhelfenschwil sein 1100-jähriges Bestehen feiern.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberhelfenschwil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. a b c Swisstopo - Landeskarte der Schweiz 1: 25'000, Blatt 1094 («Degersheim»)
  3. a b c Oberhelfenschwil in Zahlen. Pol. Gemeinde Oberhelfenschwil, abgerufen am 20. Mai 2013.
  4. a b c Bundesamt für Statistik - Regionenporträts. BFS, abgerufen am 10. August 2010.
  5. a b Fachstelle für Statistik Kanton St.Gallen. Kanton St. Gallen, abgerufen am 8. November 2011.
  6. Gemeinderat Oberhelfenschwil. Pol. Gemeinde Oberhelfenschwil, abgerufen am 20. Mai 2013.
  7. Hans Büchler: Oberhelfenschwil. HLS - Historisches Lexikon der Schweiz, 13. August 2009, abgerufen am 10. August 2010.
  8. Geschichte Oberhelfenschwil. Pol. Gemeinde Oberhelfenschwil, abgerufen am 10. August 2010.
  9. Sehenswürdigkeiten Oberhelfenschwil. Pol. Gemeinde Oberhelfenschwil, abgerufen am 10. August 2010.