Oberhof

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der thüringischen Stadt Oberhof. Für weitere Bedeutungen siehe Oberhof (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Oberhof
Oberhof
Deutschlandkarte, Position der Stadt Oberhof hervorgehoben
50.70555555555610.725800Koordinaten: 50° 42′ N, 10° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Höhe: 800 m ü. NHN
Fläche: 23,47 km²
Einwohner: 1666 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98559
Vorwahl: 036842
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 047
Adresse der
Stadtverwaltung:
Zellaer Straße 10
98559 Oberhof
Webpräsenz: www.oberhof.de
Bürgermeister: Thomas Schulz (Freie Wähler)
Lage der Stadt Oberhof im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Altersbach Aschenhausen Belrieth Benshausen Bermbach Birx Breitungen Brotterode-Trusetal Christes Dillstädt Einhausen (Thüringen) Ellingshausen Erbenhausen Fambach Floh-Seligenthal Frankenheim/Rhön Friedelshausen Grabfeld (Gemeinde) Grabfeld Henneberg (Thüringen) Hümpfershausen Kaltensundheim Kaltenwestheim Kühndorf Leutersdorf Mehmels Meiningen Meiningen Melpers Metzels Neubrunn Oberhof Oberkatz Obermaßfeld-Grimmenthal Oberschönau Oberweid Oepfershausen Rhönblick Rippershausen Ritschenhausen Rohr Rosa Roßdorf (Thüringen) Rotterode Schmalkalden Schwallungen Schwarza Springstille Steinbach-Hallenberg Stepfershausen Sülzfeld Unterkatz Untermaßfeld Unterschönau Unterweid Utendorf Vachdorf Viernau Wahns Wallbach Walldorf (Werra) Wasungen Wölfershausen Zella-Mehlis ThüringenKarte
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Oberhof ist eine Landstadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen (Deutschland). Sie liegt am Kamm des Thüringer Waldes auf etwa 815 m ü. NN in der Nähe des Rennsteigs.

Oberhof ist als deutsches Wintersportzentrum bekannt. Besonders populär sind hier die Sportarten Biathlon, Rennrodeln bzw. Bobsport, Skilanglauf und die Nordische Kombination. Die Stadt lebt vom Tourismus. Im Jahr 2009 kamen 132.000 Gäste mit insgesamt 426.000 Übernachtungen nach Oberhof.[2] Damit ist Oberhof nach Erfurt und Weimar der meistbesuchte Ort in Thüringen sowie der meistbesuchte Ferienort im Thüringer Wald. Es ist auch ein staatlich anerkannter Luftkurort.

Oberhof ist auch bekannt für sein Sportgymnasium, welches das Zentrum der Wintersport-Nachwuchsförderung in Thüringen darstellt sowie für die dort stationierte Sportfördergruppe der Bundeswehr, welche einige der Oberhofer Leistungssportler betreut.

Geografie[Bearbeiten]

Oberhof liegt im Thüringer Wald, einem Mittelgebirge, in etwa 815 Metern Höhe. Südlich des Ortes verläuft der Rennsteig, der den Kamm des Gebirges darstellt. Die Stadt liegt auf einer Hochfläche, weshalb es im bebauten Gebiet keine großen Höhenunterschiede gibt. Direkt ans Stadtgebiet grenzt südlich der 904 Meter hohe Schützenberg. Etwa vier Kilometer südöstlich liegen mit dem 983 Meter hohen Großen Beerberg und dem 978 Meter hohen Schneekopf die beiden höchsten Berge Thüringens. Südwestlich von Oberhof liegen auch zwei Rennsteigpässe: der Pass am Grenzadler (ehemalige sächsisch-preußische Grenze) und der Pass am Rondell. Sie waren seit alters her Übergänge von Handelsstraßen. Bei Oberhof entspringen auch mehrere Flüsse, die Gera im Osten, die Ohra im Norden, die Hasel im Süden und die Schönau im Westen.

Die Umgebung Oberhofs ist komplett bewaldet, meistverbreitete Baumart ist die Fichte.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten]

Stadtansicht Oberhof
Blick vom Schneekopf (978 m) auf Oberhof. Aus dieser Perspektive erkennt man sehr gut die Lage der Stadt Oberhof auf dem Hauptkamm des Thüringer Waldes in etwa 800 m Höhe.

Das Stadtgebiet hat die Form eines auf den Kopf gestellten T, wobei sich der älteste Siedlungskern im Südosten befindet. Später wuchs der Ort dann in Richtung Westen und in den letzten 50 Jahren auch in Richtung Norden. Das Gründle, eine natürliche Feuchtfläche im Nordosten der Stadt blieb bis 1997 unbebaut. Dann wurden dort die Rennsteigthermen Oberhof und ein Hochseilgarten errichtet.

Oberhof besitzt keine Ortsteile.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Oberhof liegt im nordöstlichsten Zipfel des Landkreises Schmalkalden-Meiningen und grenzt im Südwesten an drei weitere Gemeinden dieses Kreises, nämlich an Oberschönau, Steinbach-Hallenberg und Zella-Mehlis. Im Osten grenzt die Stadt an die Gemeinden Gehlberg, Gräfenroda und Frankenhain im Ilm-Kreis. An die zum Landkreis Gotha gehörigen Gemeinden Luisenthal, Crawinkel und Gräfenhain grenzt Oberhof im Norden.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima Oberhofs ist sehr rau, deshalb konnte sich der Ort vor 1900 auch nicht entwickeln. Entgegen anderen Orten des Thüringer Waldes liegt Oberhof ungeschützt nach Norden, Westen und Osten auf einer Hochfläche. Die nächstgelegene Wetterstation ist auf der Schmücke in etwa sechs Kilometern Entfernung am Rennsteig (Klimadiagramm). Die jährliche Niederschlagsmenge ist mit etwa 1300 mm sehr hoch, die Jahresdurchschnittstemperatur liegt mit 4,4 °C im niedrigen Bereich. Die durchschnittliche Juli-Temperatur liegt bei 12,8 °C, die Januar-Temperatur bei -4,0 °C. Schnee liegt üblicherweise von Mitte November bis Ende März.

Geschichte[Bearbeiten]

Oberhof um 1900
Ehemaliges Jagdschloss von 1830

Oberhof wurde 1470 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort im Amt Schwarzwald gehörte zu verschiedenen Ernestinischen Herzogtümern, zuletzt von 1826 bis 1918 zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha. 1830 ließ Herzog Ernst I. ein Jagdschloss errichten. 1861 kamen die ersten Feriengäste in den Ort. Mit der Fertigstellung des Brandleitetunnels der Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen erhielt Oberhof 1884 einen Bahnanschluss, der den Ausbau des Fremdenverkehrs ermöglichte. 1901 besuchten 4.948 Gäste den Ort, 1913 waren es 12.772.[3]

Nach der Gründung des Thüringer Wintersportverbandes, auf Initiative des Oberhofer Arztes Dr. Karl Weidhaas, im Februar 1905 in Oberhof entwickelte sich der Ort zu einem Mittelpunkt des Wintersports. Unter dem Einfluss des Herzogs Carl Eduard, der Wintersport betrieb und ein Schlosshotel (1908) sowie ein Golfhotel (1912) bauen ließ, wurde Oberhof ein mondäner Wintersportort. Im Jahr 1906 wurde die erste Bobbahn und die erste Skisprungschanze eingeweiht.

Am 21. September 1912 wurde in Oberhof im Herzoglichen Golfhotel als Deutsches Reichskomitee für die wissenschaftliche Erforschung des Sportes und der Leibesübungen der Vorläufer der Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention gegründet. Es war weltweit die erste sportmedizinische Vereinigung. Deutschland gilt damit als Mutterland dieses Fachgebietes. Aus Anlass des 100. Jahrestages wurde in Oberhof eine neue Gedenktafel am ehemaligen Golfhotel enthüllt, die von dem Sportmediziner Professor Karl-Hans Arndt aus Erfurt gestiftet worden war.[4]

Im Jahr 1931 wurden im Ort erstmals Weltmeisterschaften ausgetragen, und zwar im Zweierbob und in der Nordischen Kombination auf der Hindenburgschanze. 1939 wurde Oberhof als Luftkurort in die amtliche Liste der Großdeutschen Heilbäder eingetragen.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten etwa 170 Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern Zwangsarbeit verrichten: beim Forstamt, bei der Bahnmeisterei, in Wehrmachtsreservelazaretten und im Fremdenverkehrsgewerbe. Im April 1945 kamen beim Todesmarsch des KZ Bad Salzungen drei Häftlinge ums Leben und wurden später auf dem Waldfriedhof an der Crawinkler Straße begraben, wo ein Gedenkstein an sie erinnert.[5]

Im November 1950 wurden insgesamt 48 Familien, überwiegend Eigentümer von Hotels und Pensionen, auf Anweisung des Thüringer Innenministeriums aufgrund angeblicher „Wirtschaftsverbrechen“ entschädigungslos enteignet und aus Oberhof vertrieben. Alles Inventar musste für die volkseigene Weiternutzung in den Gebäuden bleiben. Schon drei Monate später fanden Wintersportmeisterschaften statt.[6] Anschließend wurde Oberhof von der DDR-Führung systematisch zu einem Urlaubs- und Sportzentrum ausgebaut. Die Pensionen wurden als Ferienobjekte des FDGB weiterbetrieben. 1952 wurde Oberhof in den neugegründeten Bezirk Suhl eingegliedert. Von 1951 bis 1956 fanden die DDR-Wintersportmeisterschaften in Oberhof statt. 1964 wurde der Bau der Großschanze am Rennsteig für das Skispringen abgeschlossen und 1971 die Rennschlittenbahn fertiggestellt, auf der 1973 erstmals die Rennrodel-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde.

Am 17. November 1957 wurde die evangelische Christuskirche eingeweiht. Grundsteinlegung für den Neubau, der ein Gotteshaus von 1783 ersetzte, war im Frühjahr 1953. Es war die erste neugebaute Kirche in der neugegründeten Deutschen Demokratischen Republik.[7]

Walter Ulbricht ließ für sich und hochrangige Parteikader 1963 das Gästehaus des DDR-Ministerrates, eine exklusive Nobelherberge, nahe Oberhof (Lage50.706810.70815) errichten. Einige Hektar Wald wurden dafür gerodet. Hinsichtlich der Materialbeschaffung wurde das geheime Objekt wie eines zur Landesverteidigung bevorzugt, auch Importmaterialien aus dem nichtsozialistischen Währungsgebiet wurden großzügig verwendet. 1990 wurde das Gästehaus geschlossen und verfällt seitdem.[8]

Von 1968 bis 1978 erfolgte unter flächengreifendem Abriss der vorhandenen Bausubstanz ein Aus- und Umbau Oberhofs, der den Charakter des Ortes völlig veränderte. Der Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht zog für die Planungen seinen Berliner Architekten Hermann Henselmann heran. Beide liebten repräsentative Symbolarchitektur. Mit der Ablösung von Ulbricht wurden nicht alle Planungen verwirklicht. Die Aufnahmekapazität der Hotels und Heime wurde auf 4500 Betten vergrößert. Dazu wurden unter anderem die großen Hotelanlagen Panorama (1969) in der Form von Sprungschanzen, Rennsteig (1973) in der Form eines Rennsteigsteins und Fritz Weineck (1975) errichtet. Ein neues Wohnviertel entstand in Plattenbauweise.

Nach der Wende wurden im Jahre 2002 das FDGB-Hotel Rennsteig, ein 15-stöckiges Hochhaus im Zentrum des Ortes, ausgestattet wie ein Interhotel, und im Jahre 2003 das 500-Betten Hotel Schützenberg (ehemals Fritz Weineck) abgerissen. Es wurden wieder kleinere Hotels und Pensionen eingerichtet. Von den 50 im Jahre 1950 vertriebenen Familien leben heute acht wieder in Oberhof.

2011 hat der Ort 3500 Gästebetten.

Am 7. Oktober 1985 erhielt Oberhof das Stadtrecht.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 31. Dezember):

  • 1665: 51
  • 1705: 150
  • 1900: 400
  • 1933: 1149
  • 1939: 1086
  • 1994: 2189
  • 1995: 2118
  • 1996: 2052
  • 1997: 1981
  • 1998: 1884
  • 1999: 1845
  • 2000: 1803
  • 2001: 1726
  • 2002: 1693
  • 2003: 1647
  • 2004: 1613
  • 2005: 1632
  • 2006: 1673
  • 2007: 1594
  • 2008: 1533
  • 2009: 1513
  • 2011: 1527
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat besteht aus 12 Mitgliedern:

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Am Südostrand der Stadt, in der Nähe des 868 m hohen Pfanntalskopfs bietet der Rennsteiggarten Oberhof als Botanischer Garten für Gebirgsflora auf sieben Hektar einen Überblick über etwa 4000 verschiedene Pflanzenarten aus vielen Gebirgsregionen der Erde.

Sport[Bearbeiten]

Der Tourismus spielt in Oberhof eine wichtige Rolle. Das größte Hotel ist das Panorama
Freizeitbad H2Oberhof

Zu den Besonderheiten Oberhofs gehört die Konzentration vieler Wintersportanlagen auf engstem Raum, so zum Beispiel die Sprungschanzen (Schanzenanlage im Kanzlersgrund, Jugendschanze Oberhof), die DKB-Ski-Arena Oberhof sowie die Rennrodelbahn Oberhof. Diese kann im Winter, wenn gerade keine Wettkämpfe auf ihr stattfinden, von jedermann für Ice-Rafting oder zum Bobfahren genutzt werden. Von Mai bis September gibt es auch Angebote für Sommerbobfahrten. Für Abfahrtsläufer wurde 1998 ein 800 m langer Hang für Abfahrtsläufer und Snowboarder einschließlich Sessellift, Beschneiungsanlage und Flutlichtbetrieb geschaffen. Die Stadt eignet sich im Winter auch besonders für Skilangläufer auf vielen Kilometern gespurter Loipen, während im Sommer die Gegend gut geeignet für Wanderungen ist. Auch der Rennsteig-Radfernweg führt durch die Stadt. Die jüngsten sportlichen Großereignisse in Oberhof waren die Austragung der Biathlon-Weltmeisterschaften 2004 in der Rennsteig-Arena Oberhof und die Rennrodel-Weltmeisterschaft 2008 auf der Rennrodelbahn Oberhof. 2009 wurde dann die DKB-Skisporthalle Oberhof in Betrieb genommen, auf deren 1,9 km langen Rundkurs mit bis zu 12 % Steigung man auch im Sommer Langlaufskisport betreiben kann.

Am Grenzadler befindet sich auch die Sportfördergruppe der Bundeswehr. Dort gehen unter anderem Biathleten, Bobfahrer, Nordische Kombinierer, Rennrodler und Langläufer des Bundeskaders ihrem Training nach. Auch erfolgreiche Trainer wie Frank Ullrich sind dort Sportsoldaten.

Die Rennsteig-Thermen, ein Freizeitbad mit Saunalandschaft, wurde in den Jahren 1994 bis 1996 gebaut, im November 1996 eröffnet und im Oktober 2008 wegen immenser Betriebskosten geschlossen. Im Dezember 2011 begann der Umbau des Bades, das am 20. Januar 2014 unter dem neuen Namen H2Oberhof wiedereröffnet wurde. Die Kosten betrugen 8,7 Millionen Euro. Außerdem gibt es den Hochseilgarten Woodjump, in dem man in 10 bis 14 m Höhe 20 Hochseilstationen erklettern kann.

In Oberhof beginnt der Rhön-Rennsteig-Radweg und Haseltal-Radweg.

Mit dem Herzoglichen Golfclub Oberhof besitzt die Stadt nicht nur einen der ältesten, sondern auch den einzigen denkmalgeschützten Golfclub in Deutschland.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaft Oberhofs ist einzig und allein auf den Tourismus gestützt. Somit sind die größten Arbeitgeber verschiedene Hotels, außerdem gibt es zahlreiche Gaststätten, Sportgeschäfte, ein Spaßbad, einen Hochseilgarten, ein Exotarium, das Thüringer Wintersportmuseum sowie weitere für den Tourismus benötigte Infrastruktureinrichtungen, wie den Oberen Hof als Stadtkern. Auch die Wintersportstätten schaffen zahlreiche Arbeitsplätze. Im Sportgymnasium Oberhof ersetzen heute Biomasse und Sonnenenergie die fossilen Energieträger.[10]

Verkehr[Bearbeiten]

Oberhof liegt an der Landesstraße 3247 (ehemals Bundesstraße 247), welche das etwa 20 Kilometer südlich gelegene Suhl mit dem 30 Kilometer nördlich gelegenen Gotha verbindet. Über die L 3247 sind auch die A-71-Anschlussstelle Oberhof (etwa acht Kilometer südlich) und die A-4-Anschlussstelle Gotha (etwa 23 Kilometer nördlich) erreichbar. Landesstraßen führen von Oberhof nach Schmalkalden im Westen, Ilmenau im Osten sowie Gräfenroda und Crawinkel/Arnstadt im Nordosten.

Einen Bahnanschluss hat Oberhof seit dem 1. August 1884 an der Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen. Der Bahnhof liegt jedoch etwa fünf Kilometer südlich der Stadt in einer Schlucht 160 Meter tiefer. Dort besteht alle zwei Stunden Anschluss nach Erfurt und Würzburg (RE 7: „Mainfranken-Thüringen-Express“) sowie nach Erfurt und Meiningen mit der Südthüringenbahn-Linie 4, ebenfalls alle zwei Stunden. Zusätzlich verkehrt im Winter an drei Wochenenden der „Rodelblitz“, ein Zug auf der Relation EisenachBad SalzungenSchmalkaldenZella-Mehlis–Oberhof–Arnstadt. Dieses Angebot ist darauf ausgerichtet, Tagesgäste nach Oberhof zu bringen. Vom Bahnhof verkehren regelmäßig bei Abfahrt und Ankunft der Züge Anschlussbusse vom bzw. ins Stadtzentrum. Weitere Busverbindungen gibt es in alle nahe gelegenen Mittelzentren. Oberhof ist im Fernbusnetz von Berlin Linien Bus von Erfurt, Halle an der Saale und Berlin erreichbar.[11]

Durch Oberhof verlaufen der Bergwanderweg Eisenach–Budapest sowie der Rennsteig-Radwanderweg.

Medien[Bearbeiten]

Die regionale Tageszeitung der Stadt ist das Freie Wort, Lokalausgabe Zella-Mehlis.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sportler, die in Oberhof trainieren[Bearbeiten]

Sportler, die in Oberhof trainierten[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Alexander Lion (1870–1962), Begründer der deutschen Pfadfinder-Bewegung, arbeitete in den 1920er- und 1930er-Jahren als Arzt in Oberhof.
  • Sandra Hüller (* 1978 in Suhl), Schauspielerin, verbrachte ihre frühe Kindheit in Oberhof.

Oberhofer Gebäude[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

  • Sport voran – seid bereit. Kurz-Dokumentarfilm, DDR 1951. Musik: Günter Kochan

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Oberhof – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Thüringer Landesamt für Statistik
  3. Ulrich Hess: Geschichte Thüringens 1866 bis 1914. Weimar 1991, ISBN 3-7400-0077-5, S. 118, 341
  4. 100 Jahre Deutsche Sportmedizin - Verbandsgründung in Oberhof. Ärzteblatt Thüringen 23 (2012), S. 535
  5. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 255, ISBN 3-88864-343-0
  6. Rauswurf aus dem Paradies Spiegel.de
  7. www.insuedthueringen.de: Christuskirche. Der erste Bau eines Gotteshauses in der DDR ist 50 Jahre her. 17. November 2007
  8. mdr, 22. Januar 2013, 20.45 Uhr
  9. Chronik der Deutschen Botschaft in Oslo; abgerufen am 22. März 2010
  10. Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz: Bioenergie in Thüringen... Erfurt 2011, S. 36/37
  11. Fahrplan von BerlinLinienBus