Oberkirch LU

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LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Oberkirchf zu vermeiden.
Oberkirch
Wappen von Oberkirch
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Sursee
BFS-Nr.: 1095i1f3f4
Postleitzahl: 6208
UN/LOCODE: CH OBK
Koordinaten: 651355 / 22307647.1566668.115839512Koordinaten: 47° 9′ 24″ N, 8° 6′ 57″ O; CH1903: 651355 / 223076
Höhe: 512 m ü. M.
Fläche: 10.95 km²
Einwohner: 3892 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 355 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 11,4 % (31. Dezember 2013)[2]
Website: www.oberkirch.ch
Karte
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Oberkirch ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Sursee des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Oberkirch liegt am Nordwestende des Sempachersees an der Suhre und ist mit der nördlich liegenden Stadt Sursee zusammengewachsen. Nebst der Hauptsiedlung sind auch die Ortsteile Seehäusern (im Nordosten am Sempachersee; 506 m ü.M.) und Kotten (westlich von Sursee) mit der Nachbarstadt verwachsen. Der Weiler Renzligen/Sennhof (667 m ü.M.) liegt 2,2 km südwestlich, der Ortsteil St. Margrethen (523 m ü.M.) südöstlich des Dorfs. Grösster Ortsteil ausserhalb der Hauptsiedlung ist allerdings Unterer Leidenberg (541 m ü.M.) 2 km im Nordwesten.

Oberkirch grenzt im Norden an Sursee, auf der anderen Seite des Sees im Nordosten an Schenkon und im Osten an Eich, im Südosten an Nottwil, im Süden an Buttisholz, im Südwesten an Grosswangen und im Nordwesten an Mauensee.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 1'141
1900 935
1910 933
1941 1'016
1950 1'166
1970 1'612
1980 1'866
1990 2'311
2000 2'661
2004 2'970
2007 3'358

Die Bevölkerung sank im gesamten 19. Jahrhundert stark. Allein zwischen 1850 und 1900 um 18,1 %. Dies als Folge der Abwanderung der Landbevölkerung in die Industriezentren. Nach einer Stagnation im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wuchs die Einwohnerzahl auf rund 1'000 Personen an. Bei dieser Marke blieb sie bis 1941. Danach setzte ein ungebrochenes Bevölkerungswachstum ein. Dies führt dazu, dass die Einwohnerschaft heute drei Mal grösser ist als 1941 (1941-2007:+230,5 %). Da Oberkirch im Norden mit der Gemeinde Sursee zusammengewachsen ist, profitiert sie von der Nähe zu diesem regionalen Zentrum.

Sprachen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 92,71 % Deutsch, 1,58 % Serbokroatisch und 1,43 % Albanisch als Hauptsprache an.

Religionen - Konfessionen[Bearbeiten]

Früher waren alle Bewohner Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Kirchenaustritte und Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Zusammensetzung der Einwohnerschaft wie folgt aus. Es gibt 82,15 % römisch-katholische-, 8,38 % evangelisch-reformierte- und 2,22 % orthodoxe Christen. Daneben findet man 2,78 % Konfessionslose und 1,58 % Muslime.

Herkunft - Nationalität[Bearbeiten]

Von den 3'358 Einwohnern Ende 2007 waren 2'973 Schweizer und 385 (=11,47 %) Ausländer. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 waren 85,53 % (einschliesslich Doppelbürger 88,65 %) Schweizer Staatsangehörige. Die grössten Einwanderergruppen kommen aus Serbien-Montenegro (Slawen und Albaner), Italien, Portugal, Deutschland und Kroatien.

Verkehr[Bearbeiten]

Oberkirch liegt an der Bahnlinie Luzern–Olten und hat eine eigene Haltestelle, allerdings hält nur die S18. Ausserdem führt die Buslinie Sursee Bahnhof- Wolhusen Spital durch die Gemeinde - so dass diese gut durch den öffentlichen Verkehr erschlossen ist. Oberkirch liegt an den Strassen Luzern-Sursee und Luzern-Zofingen. Der nächste Autobahnanschluss in Sursee an der A2 ist nur 3 km entfernt.

Allerdings wird im Moment die Buslinie neu geplant. Dabei soll der Bus Wohlhusen-Sursee über den Gemeindeteil Burg (der an der Hauptstrasse 2 liegt). Um das Dorf erschlossen zu halten, soll eine neue Buslinie Oberkirch-Sursee Bahnhof entstehen.

Im weiteren hält auch der N6 des Nachtsterns Luzern

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet rund um den Sempachersee ist schon sehr früh besiedelt worden. Dies belegen Funde von der Steinzeit bis zu den Römern. Ein alemannisches Gräberfeld weist darauf hin, dass Oberkirch bereits im frühen Mittelalter besiedelt gewesen sein muss. Historisch wird Oberkirch in einer Schenkungsurkunde von Graf Ulrich I. von Lenzburg an den Chorherrenstift Beromünster erstmals im Jahr 1036 unter seinem lateinischen Namen ecclesia superior erwähnt. Eine deutsche Schreibweise des Ortsnamens, Oberenkilchun, erscheint 1217. Das Gebiet gehörte zum Herrschaftsbereich der Lenzburger und später der Habsburger. Nachdem diese die Schlacht von Sempach verloren hatten, übernahm die Stadt Luzern die Herrschaft. Der westliche Teil der heutigen Gemeinde gehörte bis 1798 zur Landvogtei Ruswil, der östliche mit dem Dorf zum Eiamt, welches ein Teil des Michelsamts war. Von 1798 bis 1803 gehörte es zum Distrikt Sursee, danach zum neu gegründeten Amt Sursee.

Sonstiges[Bearbeiten]

Seit 1972 beherbergt der Ortsteil Unterer Leidenberg das Ausbildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbands.

Seit 2005 besitzt Oberkirch auch einen Golfplatz, dieser erstreckt sich fast über die ganze Dorflänge.

2012 wurde im Gasthof Hirschen der Film Drei Brüder à la carte gedreht.

Literatur[Bearbeiten]

Oberkirch gestern, heute, morgen. Oberkirch, 1986.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberkirch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www2.lustat.ch/download/lustat_new/gd/1095/w012_010t_gd1095_zz_d_0000_002_008.html