Obernberg am Inn

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Obernberg am Inn
Wappen von Obernberg am Inn
Obernberg am Inn (Österreich)
Obernberg am Inn
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried im Innkreis
Kfz-Kennzeichen: RI
Fläche: 2,36 km²
Koordinaten: 48° 19′ N, 13° 20′ O48.32111111111113.336111111111354Koordinaten: 48° 19′ 16″ N, 13° 20′ 10″ O
Höhe: 354 m ü. A.
Einwohner: 1.470 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 623 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4982
Vorwahl: 07758
Gemeindekennziffer: 4 12 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 1
4982 Obernberg am Inn
Website: www.obernberg.at
Politik
Bürgermeister: Stefan Fattinger (ÖVP)
Gemeinderat: (2003)
(19 Mitglieder)
10 ÖVP, 7 SPÖ, 2 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Obernberg am Inn im Bezirk Ried im Innkreis
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Über dieses Bild
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Marktplatz von Obernberg
Marktplatz von Obernberg
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Marktplatz von Obernberg
Kunsthaus auf Burg Obernberg
Wohnhaus von Johann Baptist Modler

Obernberg am Inn ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innkreis im Innviertel mit 1470 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Geografie[Bearbeiten]

Obernberg am Inn liegt auf 354 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 2,6 km, von West nach Ost 2,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 2,3 km². 8,7 % der Fläche sind bewaldet, 47,8 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.[1]

Wappen[Bearbeiten]

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Silber auf grünem Dreiberg ein roter, silbern gewaffneter, aus der Mittelkuppe wachsender Wolf mit einem goldenen, nach auswärts gekrümmten Bischofsstab in den Vorderpfoten.

Geschichte[Bearbeiten]

Erste urkundliche Erwähnung um 950 n. Chr. unter der Herrschaft der Grafen von Vornbach als „Oprenberg“. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts kam Obernberg unter die Herrschaft der Passauer Bischöfe, und bildete später eine Enklave im ansonsten bayrischen Innviertel. Bischof Wolfger (Wappen) ließ 1199 den Marktplatz und den Burgplatz anlegen. 1276 erhielt der Ort das Marktrecht durch den römisch-deutschen König Rudolf von Habsburg. Schiffsmaut und Handwerk machten den Ort reich. 1550 wurde die alte Burganlage Bischof Wolfgers durch eine Schlossanlage unter Bischof Wolfgang von Salm ersetzt. Im 17. Jahrhundert verheerten mehrere Brände den Ort, aber die prunkvollen barocken Nachfolgebauten wurden Grundlage der Schönheit des Ortes.

Nach dem Frieden von Teschen 1779 kam das umliegende Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich, und bereits 1782 tritt Bischof Leopold Ernst von Passau Obernberg an Österreich ab. Während der napoleonischen Kriege wurde die Befestigungsanlage des Burggeländes und der Turm größtenteils geschleift (1807) und Obernberg war wieder kurz bayrisch, gehört aber seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Mitte des 19.Jahrhunderts verlagerte sich der Handel weg von Schifffahrt und Flößerei hin zur Eisenbahn. Der wirtschaftliche Niedergang war die Folge. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Bis 2005 war Obernberg am Inn Sitz eines Bezirksgerichtes und Zentrum des Gerichtsbezirkes Obernberg am Inn siehe auch: Burg Obernberg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Obernberg am Inn
  • Obernberger Marktplatz: Lohnend ist der Obernberger Marktplatz mit Rokoko-Stuckfassaden des Schiffsmeister- (Nähe Gurtentor), Apotheker- und Wörndlehauses aus der Hand des bayerischen Künstlers Johann Baptist Modler.
  • Heimathaus im Gurtentor: wurde 1927 auf Anregung des Obmannes des Verschönerungsvereines, Josef Lang, gegründet und 1931 eröffnet. Nach Kriegsende und Reparatur eines durch einen amerikanischen Kranwagen beschädigten Tragbalken wurde das Haus 1946 auf 9 Räume erweitert. 1980/81 erfolgte eine komplette Neugestaltung und Erweiterung auf 10 Schauräume.
  • Kunsthaus: Im Burgbereich wurde ein Kunsthaus eröffnet und in der neu gestalteten Gartenanlage werden dann und wann Theaterveranstaltungen von den Bühnen Egglfing und Obernberg am Inn abgehalten.
  • Pfarrkirche: Die Pfarrkirche wurde 1447 an die „Gottleichnamskapelle“ (Leib-Christi-Kapelle, heute Presbyterium) angebaut, sie hat daher als einzige katholische Kirche Österreichs den Titel „Zum Heiligen Abendmahl“. Bemerkenswert ist die gotische Holzschnitzerei „Anna Selbdritt“ und die an Turm und Schiff angebaute Annakapelle mit gotischen Fresken (nicht frei zugänglich, unvollständig aufgedeckt). Aus der Schwanthalerwerkstätte stammen Altarfiguren an der Kanzel und dem Triumphbogen.
  • Nikolauskirche : In der Nikolauskirche im Vormarkt Ufer (Schifferkirche) wurden einstmals die Schiffer zu ihrer gefährlichen Weiterfahrt gottesdienstlich verabschiedet. Jetzt dient das Gotteshaus als Ausstellungs- und Konzertraum und für besondere Gottesdienste (Nikolausmesse).
  • Falknerei: auf Burg Obernberg am Inn befindet sich eine Falknerei

Tourismus[Bearbeiten]

Obernberg am Inn liegt am sogenannten Innradweg, dieser führt auch durch die Innauen und an der Vogelinsel vorbei, diese laden zum Wandern ein und am Innstausee kann man im Europareservat "Unterer Inn" vielerlei Wasservögel beobachten oder dem Sportfischen nachgehen.

Aussichtspunkte[Bearbeiten]

  • von Reichersberg kommend Richtung Zentrum: Pflegerspitz (Reha)
  • vom Zentrum Richtung Kirchdorf: Mauthnerstiege, Peterl am Berg, Köpfstätte und andere

regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Pferdemarkt: Samstag nach Josefi (Frühlingsbeginn)
  • Marktfest (Anfang Juni)
  • Kellerfest des SV Obernberg (Mitte September)
  • Gurkiwiesen (Mitte Sommer)
  • Nikolausschifffahrt am Inn (6. Dezember)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

2001 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1710 Einwohner, 2005 dann 1820 Einwohner.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Josef Andessner: Zur Verkehrsgeschichte des Raumes von Obernberg am Inn. Ein geschichtlicher Rückblick anlässlich des Baues der Obernberger Innbrücke. In: Oberösterreichische Heimatblätter. Jg. 18 H. 3/4, 1964, S. 39–56 (auch dslb. in: Die Heimat Nr. 55-60 (Juli 1964 bis Mai 1965), S. 63-65, pdf, ooegeschichte.at).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Obernberg am Inn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Land Oberösterreich - Geografische Daten der Gemeinde Obernberg am Inn.