Oberneukirchen

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit Oberneukirchen in Oberösterreich. Zu Oberneukirchen im Landkreis Mühldorf am Inn in Bayern, siehe Oberneukirchen (Oberbayern).
Oberneukirchen
Wappen von Oberneukirchen
Oberneukirchen (Österreich)
Oberneukirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Urfahr-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: UU
Fläche: 34,64 km²
Koordinaten: 48° 28′ N, 14° 14′ O48.46472222222214.227222222222774Koordinaten: 48° 27′ 53″ N, 14° 13′ 38″ O
Höhe: 774 m ü. A.
Einwohner: 3.162 (1. Jän. 2013)
Bevölkerungsdichte: 91 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4181
Vorwahl: 0 72 12
Gemeindekennziffer: 4 16 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ledererstraße 1
4181 Oberneukirchen
Website: www.oberneukirchen.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Rathgeb Josef (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
17 ÖVP, 5 SPÖ, 2 GRÜNE, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Oberneukirchen im Bezirk Urfahr-Umgebung
Alberndorf in der Riedmark Altenberg bei Linz Bad Leonfelden Eidenberg Engerwitzdorf Feldkirchen an der Donau Gallneukirchen Goldwörth Gramastetten Haibach im Mühlkreis Hellmonsödt Herzogsdorf Kirchschlag bei Linz Lichtenberg Linz Oberneukirchen Ottenschlag im Mühlkreis Ottensheim Puchenau Reichenau im Mühlkreis Reichenthal Schenkenfelden Sonnberg im Mühlkreis St. Gotthard im Mühlkreis Steyregg Vorderweißenbach Walding Zwettl an der Rodl OberösterreichLage der Gemeinde Oberneukirchen im Bezirk Urfahr-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Oberneukirchen ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im oberen Mühlviertel mit 3162 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013).

Geografie[Bearbeiten]

Oberneukirchen liegt auf 774 m Höhe im oberen Mühlviertel. Die Gemeinde gehörte bis 2012 zum Gerichtsbezirk Leonfelden und ist seit dem 1. Jänner 2013 Teil des Gerichtsbezirks Rohrbach. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 10,9 km und von West nach Ost 6,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 34,6 km².

Flächenverteilung[Bearbeiten]

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Amesschlag
  • Fuchsgraben
  • Großtraberg
  • Höf
  • In der Au
  • Königsberg
  • Königsdorf
  • Kleintraberg
  • Lobenstein
  • Mitterfeld
  • Oberbrunnwald
  • Oberneukirchen
  • Obertraberg
  • Oberwaldschlag
  • Punzing
  • Reindlsedt
  • Schaffetschlag
  • Schallenberg
  • Schauerschlag
  • Teichfeld
  • Unterbrunnwald
  • Unterwaldschlag
  • Wögersdorf
  • Waxenberg

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Ahorn Vorderweißenbach Bad Leonfelden
Sankt Veit im Mühlkreis Nachbargemeinden Zwettl an der Rodl
Herzogsdorf Eidenberg

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot ein silbernes Osterlamm, den Kopf mit goldenem Nimbus umgeben, im rechten Vorderbein einen goldenen, schräglinks gestellten Kreuzstab mit einer silbernen, zweizipfligen, flatternden Fahne haltend.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 13. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt, ist seither wieder bei Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 wurde Oberösterreich zum "Gau Oberdonau". Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Das siedlungsmäßige und schließlich dörfliche Leben dürfte im Bereich der Gemeinde Oberneukirchen vermutlich im 12. Jahrhundert begonnen haben. Die Ausbreitung und Besiedlung der Waldrodungsflächen und die religiöse Betreuung der Ansiedler machten bald einen Kapellen- bzw. Kirchenbau erforderlich. Nach Behauptungen früherer Geschichtsforscher bestand zuerst eine "Kapelle zur hl. Maria und Ottilia (1292), dann eine "Kapelle zur Ehre der hl. Cäcilia" (1475) und schließlich (die damals natürlich kleinere) Anfangsform der 1899-1901 zu ihrer Gegenwartsgestalt vergrößerten St. Jakobus-Pfarrkirche.

Im Jahre 1220 kam die Herrschaft Waxenberg, zu der dieses Gebiet gehörte, an die österreichischen Babenberger-Herzöge. 1242 schenke Friedrich II der Streitbare die Großpfarre Gramastetten (und damit auch das Gebiet von Oberneukirchen) dem Stifte Wilhering. Am 28. November 1292 wurde Oberneukirchen eine Filialpfarre von Leonfelden. In dieser Urkunde wurde Oberneukirchen zum ersten Mal erwähnt.

1356 erscheint Oberneukirchen als Markt im sogenannten Wallseer Teilungsvertrag. Die Schule von Oberneukirchen wurde erstmals im Jahre 1522 erwähnt. Am 4. Februar 1560 erfolgte die Verleihung des Marktwappens durch Kaiser Ferdinand I. Schon um 1500 dienten die Landwirtschaft und das Webereigewerbe als Haupteinkommensquellen. Sehr bedeutsam war auch der Handel mit Flachs und Leinen, aber auch mit Holz, Wein und Salz. 1595 wurde Oberneukirchen eine selbständige Pfarre; 1589 war das Bürgerspital gegründet worden. Die Jahre 1809 (Invasion französischer Truppen), 1864 (Markt) und 1911 (Galgenbühel) waren durch große Brände gekennzeichnet, wodurch viele Gebäude vernichtet wurden.

Am 1. November 1938 erfolgte die Vereinigung der Gemeinden Oberneukirchen, Waxenberg und Waldschlag zur Marktgemeinde Oberneukirchen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner Veränderung prozentuelle
Veränderung
2001 3.009 +63 2,1 %
1991 2.946    

Politik[Bearbeiten]

Zusammensetzung des Gemeinderates[Bearbeiten]

Ergebnis der Wahl 2009

Wahlberechtigt: 2.554 +224, Gültige Stimmen: 2078 +70, Wahlbeteiligung: 81,4 % -1,4 %

Partei Prozent Stimmen Mandate
ÖVP 63,1 % +2,7 % 1312 +199 17 +1
SPÖ 20,1 % -5,6 % 474 -56 5 -1
GRÜNE (2003: MUD - Mensch, Umwelt, Demokratie) 9,5 % +1,0 % 197 41 2 ±0
FPÖ 7,3 % +1,9 % 151 +52 1 ±0

Bürgermeister[Bearbeiten]

Josef Rathgeb (2013)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

Die Gemeinde Oberneukirchen beherbergt zwei Blasmusikkapellen. Für die musikalische Untermalung vieler festlicher Anlässe in Oberneukirchen sorgt der Musikverein Oberneukirchen. Im 8 km entfernten Traberg gibt es ebenfalls eine Blasmusikkapelle, den Musikverein Traberg.

Bauwerke[Bearbeiten]


Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Der "Schnopfistadel" ist ein kultureller Treffpunkt für zahlreiche Veranstaltungen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Größter Arbeitgeber in Oberneukirchen ist die Baufirma Simader.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Malachias Birklbauer (1893-1969); Pfarrer und Mundartdichter
  • Otto Deßl; Pfarrer
  • Dr. Fritz Rosenauer; Primarius und Dozent
  • Oskar Hinterleitner (1891–1978); Wirtschaftsfunktionär und NSDAP-Gauwirtschaftsberater; Präsident der IHK Linz
  • Dr. Karl-Albert Eckmayr (*1934); ehemaliger österreichischer Politiker (ÖVP); Landeshauptmann-Stellvertreter und Abgeordneter zum Oberösterreichischen Landtag
  • Preining Franz (1900-1987)
  • Mag. Rudolf Rathgeb (*1939); ehem. Bürgermeister von Oberneukirchen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberneukirchen (Mühlviertel) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weitere Infos über die Gemeinde Oberneukirchen auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich

  • Karte im Digitalen Oberösterreichischen Raum-Informations-System (DORIS)