Oberriexingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Oberriexingen
Oberriexingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Oberriexingen hervorgehoben
48.9255555555569.0280555555556203Koordinaten: 48° 56′ N, 9° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ludwigsburg
Höhe: 203 m ü. NHN
Fläche: 8,17 km²
Einwohner: 3263 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 399 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71739
Vorwahl: 07042
Kfz-Kennzeichen: LB, VAI
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 059
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 14
71739 Oberriexingen
Webpräsenz: www.oberriexingen.de
Bürgermeister: Werner Somlai
Lage der Stadt Oberriexingen im Landkreis Ludwigsburg
Erdmannhausen Erdmannhausen Remseck am Neckar Schwieberdingen Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Marbach am Neckar Oberstenfeld Oberstenfeld Mundelsheim Mundelsheim Affalterbach Asperg Benningen am Neckar Besigheim Besigheim Bönnigheim Erligheim Freudental Gemmrigheim Großbottwar Großbottwar Hessigheim Löchgau Murr (Gemeinde) Murr (Gemeinde) Pleidelsheim Pleidelsheim Steinheim an der Murr Tamm Walheim Ingersheim Freiberg am Neckar Bietigheim-Bissingen Bietigheim-Bissingen Ditzingen Eberdingen Kornwestheim Möglingen Oberriexingen Sersheim Vaihingen an der Enz Sachsenheim Korntal-Münchingen Ludwigsburg Markgröningen Hemmingen Gerlingen Kirchheim am NeckarKarte
Über dieses Bild
Die Hauptstraße durch Oberriexingen ist eng bebaut und führt an der Georgskirche vorbei.

Oberriexingen ist eine kleine Stadt im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Oberriexingen liegt in 190 bis 251 Meter Höhe im Enztal am Rande des Strombergs, zwischen Markgröningen und Vaihingen an der Enz.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Stadt grenzt im Norden an Sersheim, im Nordosten an die Stadt Sachsenheim, im Südosten und Süden an Unterriexingen (Stadt Markgröningen) und im Westen an die Stadt Vaihingen an der Enz.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zu Oberriexingen gehören die Stadt Oberriexingen und das Haus Schloßberg sowie die abgegangene Burg Tuseck.[2]

Naturdenkmale und Landschaftsschutzgebiete[Bearbeiten]

In Oberriexingen gibt es 13 Naturdenkmale (siehe Liste der Naturdenkmale in Oberriexingen). Außerdem gibt es das Landschaftsschutzgebiet Wolfställen, das komplett auf Oberriexinger Gemarkung liegt, sowie das Landschaftsschutzgebiet Enztal zwischen dem Leinfelder Hof und Bietigheim-Bissingen, welches teilweise auf Oberriexinger Gemeindegebiet liegt.

Geschichte[Bearbeiten]

Oberriexingen wurde im Lorscher Codex am 11. April Jahre 793 als Riexingen erstmals urkundlich erwähnt. Um 1250 wurde der Ort zur Stadt erhoben. 1420 taucht die Grafschaft Vaihingen mit Oberriexingen im Güterverzeichnis Württembergs auf, Art und Weise des Besitzerwechsels ist nicht bekannt. Seit dem 17. Jahrhundert gehörte der Ort zum Oberamt Vaihingen, das 1934 in den gleichnamigen Landkreis umgewandelt wurde. Als dieser 1973 aufgelöst wurde, kam Oberriexingen zum Landkreis Ludwigsburg.

Die Zeit der Gemeinde- und Kreisreform in Baden-Württemberg war in Oberriexingen eine Zeit des Kampfes für die Selbständigkeit. Sowohl die Vereinigung mit Unterriexingen als auch die Eingemeindung nach Sersheim wurde vom Gemeinderat und Bürgerversammlungen abgelehnt und diese Ablehnung auch durchgesetzt. Oberriexingen blieb selbständig, lediglich eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Vaihingen wurde vereinbart.

Religionen[Bearbeiten]

Seit Einführung der Reformation in Württemberg im 16. Jahrhundert ist Oberriexingen überwiegend protestantisch geprägt. Heute gibt es eine evangelische, eine evangelisch-methodistische Gemeinde sowie eine neuapostolische Gemeinde in der Stadt. Für die geistliche Betreuung der Katholiken ist die St. Stephanusgemeinde in Sersheim zuständig, die jedoch auch ein Kirchengebäude in Oberriexingen unterhält.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 60,6 % (+ 5,6) zu folgendem Ergebnis:[3]

FWG 73,0 % (−3,1)  : 9 Sitze (± 0)
Frauenliste 27,0 % (+3,1)  : 3 Sitze (± 0)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Von 1971 bis 2009 war Willi Baur Bürgermeister von Oberriexingen. Zum Nachfolger wurde Werner Somlai gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Gespalten von Gold und Schwarz; vorne eine pfahlweis gestellte schwarze Hirschstange, hinten ein schräglinks gestelltes goldenes Ruder.“

Den vor 1281 mit Stadtrechten ausgestatteten, später aber gelegentlich auch wieder als Flecken bezeichneten Ort hatten zwei gleichnamige ortsadelige Geschlechter inne, von denen das ältere dem Hochadel, das seit dem 13. Jh. bekannte dem Niederadel unter Lehensoberhoheit Württembergs zugehörte. Das erste bekannte Siegel stammt aus dem frühen 15. Jh. und enthält im ungeteilten Schild schon die jetzigen Figuren, das Ruder jedoch vorne und mit der Schaufel nach oben. Die heutige Form ist seit dem Ende des 16. Jh. belegt; Siebmacher 1605 zeigt den Schild noch ungeteilt und bezeichnet das Ruder als "Horn". Dessen Schrägstellung ist neueren Datums. [4]

Flagge[Bearbeiten]

Die Stadtflagge ist Schwarz - Gelb.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Oberriexingen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu der Gemeinde Ennery[5] in Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Ein römischer Weinkeller mit gut erhaltenem roten Fugenstrich wurde 1958 bei Bauarbeiten entdeckt und ausgegraben. Dieser bildet den Kern eines kleinen Museums, das von der Stadt und dem Württembergischen Landesmuseum 1962 im Untergeschoss eines Einfamilienhauses eingerichtet wurde.

Bauwerke[Bearbeiten]

Wahrzeichen der Stadt ist die Georgskirche, die im gotischen Baustil erbaut wurde.

Südlich des Orts auf der gegenüberliegenden Seite über dem Enztal stand die Burg Dauseck.


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Oberriexingen verfügt über eine eigene Grundschule und zwei Kindergärten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Johann Jacob Heinlin (auch: Hainlin) (1588 - 1660), Stadtpfarrer in Oberriexingen 1624 - 1635; 1654 - 1660 Abt und Generalsuperintendent von Bebenhausen; Mathematiker.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberriexingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 469–470
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  4. Klemens Stadler: Deutsche Wappen. Band VIII: Baden-Württemberg Seite 82. Mit Zeichnungen von Max Reinhart. Angelsachsen-Verlag Bremen, 1971.
  5. http://www.ennery95.com/webpages/index.aspx?linkid=2&pageid=2
  6. Vgl. Reinhard Breymayer: Friedrich Christoph Steinhofer [...]. Heck, Dußlingen 2012, S. 71 - 77. 82. 102 (zur Bedeutung Heinlins als Mathematiklehrer der Prinzessin Antonia von Württemberg und durch seine Beschäftigung mit den Biblischen Summarien für den biblisch-summarischen Hintergrund der von der Prinzessin gestifteten Kabbalistischen Lehrtafel in Bad Teinach.)