Obersalzberg

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Obersalzberg ist seit dem 1. Januar 1972 ein Ortsteil der Marktgemeinde Berchtesgaden im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land. Vor der Eingliederung in die Marktgemeinde Berchtesgaden war der Obersalzberg Teil der selbständigen Gemeinde Salzberg.

Mit der 1877 von Mauritia Mayer begründeten Pension Moritz, die zahlreiche prominente Gäste beherbergte, wurde Obersalzberg zu einer der Wiegen des Tourismus. Um die Jahrhundertwende ließen sich in dem Ort auch viele bekannte Persönlichkeiten wie Carl von Linde mit einem Zweitwohnsitz nieder, ab 1923 nutzte Adolf Hitler dort regelmäßig verschiedene Häuser erst zur Miete als Feriendomizil und später den eigenen Berghof als repräsentative Zweitresidenz.

Nahezu der ganze Ortsteil inklusive des Kehlsteins wurde ab 1933 zum Führersperrgebiet ausgebaut, dessen Areal in der Nachkriegszeit wiederum in großen Teilen den amerikanischen Streitkräften als Erholungszentrum diente. Nach der Freigabe an den Freistaat Bayern im Jahr 1996 wurde 1999 die Dokumentation Obersalzberg eingerichtet und 2005 das Fünf-Sterne-Superior-Hotel InterContinental Berchtesgaden Resort eröffnet.

Womöglich führte der Einschluss des Kehlsteins in das Führersperrgebiet auch zum späteren Sprachgebrauch, von „Obersalzberg“ in Veröffentlichungen wie von einem Berg zu sprechen, wiewohl es sich ausschließlich um die Bezeichnung eines Ortes bzw. Ortsteils handelt.

Geschichte[Bearbeiten]

Entwicklung als Gnotschaftsbezirk[Bearbeiten]

Vermutlich ab dem Ende des 14. Jahrhunderts war Obersalzberg der 5. Gnotschaftsbezirk der Gnotschaft Berg, die 1812 zur Gemeinde Salzberg wurde. Obersalzberg blieb bis zum 31. Dezember 1971 Ortsteil der Gemeinde Salzberg, die erst im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1972 ihre Eigenständigkeit verlor. Seither ist Obersalzberg ein Ortsteil bzw. eine Gnotschaft der Marktgemeinde Berchtesgaden.[1]

Anfänge des Tourismus[Bearbeiten]

Mauritia Mayer eröffnete 1877 die nach ihrem Spitznamen benannte Pension „Moritz“ und gilt damit als Pionierin des modernen Tourismus. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts Gebirgskurhaus Obersalzberg und später in Platterhof umbenannt, steht dieses Gasthaus „am Beginn des Tourismus in Deutschland und Mitteleuropa“.[2]

In der Folge wurden alsbald auch bekannte Persönlichkeiten wie der Erfinder der Kältetechnik Carl von Linde auf dem Obersalzberg sesshaft.[3]

Blick vom Obersalzberg oberhalb des Dokumentationszentrums

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Adolf Hitler mit Eva Braun auf dem Berghof 1942

→ Zu diesem Geschichtsabschnitt siehe auch Hauptartikel: Führersperrgebiet Obersalzberg

Ab 1923 verbrachte Adolf Hitler des Öfteren in Obersalzberg seine Ferien. 1928 mietete er u. a. auch das Haus Wachenfeld,[4] das er schließlich im Sommer 1933 kaufte und in Berghof umbenannte. Bis Mitte 1936 ließ er dieses Anwesen in zwei Bauabschnitten zu einer repräsentativen Residenz umbauen.[5]

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland erfuhr der Ort die größten baulichen Veränderungen seiner Geschichte. Um den zum repräsentativen Wohnsitz umgebauten Berghof gruppierten sich die Häuser der NSDAP-Politiker Martin Bormann, Hermann Göring und Albert Speer sowie Gästehaus, SS-Kaserne, Gutshof mit Gewächshaus und unterirdische Bunker. Beim Aufkauf unter der Leitung des Reichsleiters und Sekretärs Hitlers, Martin Bormann, wurden den Vorbesitzern zuerst Preise über dem Verkehrswert angeboten, später wurden sie unter Druck mit angedrohter und zum Teil vollzogener Verbringung ins KZ Dachau zum Verkauf ihrer Grundstücke gezwungen. Der Großteil der vorhandenen Bebauung wurde abgetragen, der Charakter des Ortes völlig verändert. In der Grundsubstanz erhalten blieben lediglich das zum Quartier des Sicherheitsdienstes ausgebaute Hotel Zum Türken[6]sowie Teile der ehemaligen Pension Moritz des früheren Luftfahrtpioniers Bruno Büchner, die zum Platterhof erweitert wurde, und deren Dependance, das Gästehaus Hoher Göll.

Auf eine Anregung Hitlers hin ließ Bormann auf dem Bergrücken des Kehlsteins das heute alljährlich von ca. 500.000 Besuchern frequentierte Kehlsteinhaus errichten. Die Partei schenkte es Adolf Hitler zum 50. Geburtstag, der es selbst dann jedoch nur etwa zehn Mal besuchte, da ihm die Ausflüge dorthin zu riskant gewesen sein sollen. An der Errichtung des Kehlsteinhauses, von den Amerikanern später Eagle’s Nest (deutsch Adlerhorst) genannt, waren vor allem deutsche, später auch tschechische und italienische Facharbeiter beteiligt. Der Bau des Aufzugssystems innerhalb des Berges hat zwölf von ihnen das Leben gekostet.[7] Die reinen Baukosten beliefen sich wegen seiner aufwendigen Gestaltung inklusive der fünf Tunnel, des Aufzugssystems und der Zufahrtsstraßen damals auf rund 30 Millionen Reichsmark, was heute ungefähr 120 Millionen EUR entspricht.[8]

Die touristische Anziehungskraft von Obersalzberg war während der NS-Zeit gewaltig. Um Christian Weber, einem der wenige Duzfreunde Hitlers, ein lukratives Einkommen zu bescheren, erhielt dieser die Erlaubnis, eine eigene Buslinie zwischen München und Berchtesgaden zu betreiben. [9]

Die massiven Luftangriffe der alliierten Streitkräfte auf große Teile Deutschlands führten zu einem verstärkten Ausbau der Luftschutzanlagen am Obersalzberg. Es entstand ein tief im Fels gelegenes, weit verzweigtes Bunkersystem.

Regierungsgeschäfte und Repräsentation[Bearbeiten]

Hitler empfängt Chamberlain, Vorbereitung des Münchener Abkommens

→ Zu diesem Geschichtsabschnitt siehe auch Hauptartikel: Führersperrgebiet Obersalzberg

Häufig hielt sich Hitler mehrere Monate im Jahr in Obersalzberg auf, um von Berchtesgaden aus die Regierungsgeschäfte zu führen. Insgesamt verbrachte er dort nahezu ein Drittel seiner Regierungszeit, also zusammengerechnet fast 4 Jahre,[10] und empfing auf dem Berghof auch Staatsgäste, zum Beispiel David Lloyd George (ehemaliger britischer Premierminister), Marques de Magaz (spanischer Botschafter), Arthur Neville Chamberlain (britischer Premierminister), André François-Poncet (französischer Botschafter), König Carol II. von Rumänien, Ante Pavelić (Führer des deutschen Vasallenstaates Kroatien, 1941–1944) und weitere.

Am 12. Februar 1938 kam es in Obersalzberg zu einem folgenreichen Zusammentreffen zwischen Hitler und dem österreichischen Bundeskanzler Kurt Schuschnigg, dem unter der Drohung eines Einmarschs mehrere Forderungen gestellt wurden. Das dabei ausgehandelte Berchtesgadener Abkommen war der erste Schritt zum Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich einen Monat später.[11]

Es galt als besondere Auszeichnung für deutsche Politiker und Parteimitglieder der NSDAP, von Hitler oder der inoffiziellen Hausherrin Eva Braun in seiner Obersalzberger Residenz im „privaten Rahmen“ empfangen zu werden.

Bombenangriff am Kriegsende[Bearbeiten]

Der US-amerikanische General Dwight D. Eisenhower, der Oberkommandierende der Alliierten, gab seine Pläne zur Eroberung der Reichshauptstadt Berlin auf, da er befürchtete, die SS und andere Elitetruppen könnten sich in der vermuteten Alpenfestung verschanzen. So ließ er seine Truppen nach Süden schwenken, um deutschen Truppen den Rückzug zum Obersalzberg abzuschneiden.

Am 25. April 1945 warfen Lancaster-Bomber der Royal Air Force fast 1.300 Bomben über Obersalzberg ab, während das im Tal liegende Berchtesgaden davon nahezu vollständig verschont blieb. Nach diesem Angriff waren – bis auf das Kehlsteinhaus – sämtliche Gebäude des Führersperrgebiets in Obersalzberg beschädigt. Abziehende SS-Wachtruppen setzten sie in Brand, was jedoch weder Besatzer noch die einheimische Bevölkerung von Plünderungen in den Gebäuden abhielt.

Nachkriegszeit – Die Amerikaner am Obersalzberg[Bearbeiten]

Obersalzberg wurde nach der kampflosen Übergabe des Landkreises Berchtesgaden durch Landrat Karl Theodor Jacob von einem Verband aus US-Truppen und einigen Franzosen am 4. Mai 1945 besetzt.[10] Mit der Übergabe betraute Jacob den Chef der Arbeitsgemeinschaft der Bauunternehmen am Obersalzberg, den Ingenieur Georg Grethlein. Dieser wurde zusammen mit seinem Fahrer am Folgetag von betrunkenen französischen Soldaten erschossen, als er über die Zukunft seiner Belegschaft verhandeln wollte. Aus Berchtesgaden zur Hilfe gerufene US-Truppen stellten die Ordnung wieder her. Die Schallplattensammlung Adolf Hitlers gelangte in das amerikanische Nationalarchiv. Um Plünderungen ein Ende zu bereiten, verhängte die US-Militärverwaltung bis 1949 ein Zugangsverbot für das ehemalige Führersperrgebiet. Die NSDAP-Grundstücke gingen 1947 offiziell in das Eigentum des Freistaates Bayern über, jedoch nutzten die Amerikaner einen Großteil ihrer Gebäude weiterhin.

Auch wenn es nach dem Krieg Bestrebungen der ehemaligen Salzberger gab, in ihre alten Häuser zurückzukehren, kam es nicht zum Wiederaufbau des Dorfes. Lediglich das Hotel zum Türken wurde an die ehemaligen Besitzer zurückgegeben. Hier besteht die Möglichkeit – neben den später in die Dokumentation Obersalzberg integrierten Bunkerteile – weitere Abschnitte der Bunkeranlage in Obersalzberg zu besichtigen.

Verschiedene Gebäude wurden nach dem Krieg für die US-Streitkräfte instand gesetzt, wie der Platterhof (Hotel General Walker), das Atelier Speer (Evergreen Lodge) sowie der ehemalige Gutshof; sie dienten der US Army als Erholungszentrum. Die anderen Gebäude hingegen (Berghof, SS-Kaserne sowie die Wohngebäude von Göring und Bormann) wurden 1952 abgetragen oder gesprengt, um jedweden Kult zu verhindern. Die Stelle des Berghofes ist heute bewaldet; Stützmauern sind noch erhalten, ebenso die von 1943 bis 1945 errichtete Bunkeranlage.

Im Zuge der Gebietsreform wurde die selbständige Gemeinde Salzberg, zu der auch Obersalzberg gehörte, am 1. Januar 1972 nach Berchtesgaden eingemeindet.

Obersalzbergbahn[Bearbeiten]

Obersalzbergbahn Juli 2013

Die Obersalzbergbahn wurde von der Berchtesgadener Bergbahn GmbH (später AG) erbaut und 1950 in Betrieb genommen. Einer der Initiatoren war der bekannte Alpinist Josef Aschauer. Die Luftseilbahn führt von der auf 530 Meter Höhe gelegenen Talstation über die Mittelstation auf 770 Meter zu der auf 1020 Meter gelegenen Bergstation (47.62138888888913.021111111111). Von der Bergstation, die unterhalb der Scharitzkehlstraße liegt, erreicht man den Ausgangspunkt der Rodelbahn die im Tal nahe der Talstation der Bahn endet. Die Länge der Obersalzbergbahn, welche 1996 modernisiert wurde, beträgt 1.530 Meter und führt über neun Stützen. Das Tragseil hat einen Durchmesser von 25 Millimetern; das Zugseil hat einen Durchmesser von 16 Millimetern. Es handelt sich um eine Gruppenpendelbahn, bei der auf jeder Fahrspur zwei kleine Kabinen für je vier Personen und ein Kind dicht hintereinander fahren. An der ersten Kabine ist außen ein größerer Korb für Gepäck angebracht. Wie bei Pendelbahnen üblich, muss an der Mittelstation umgestiegen werden. Die Bahn wird heute von der privaten Obersalzbergbahn GmbH betrieben.[12]

Steigenberger-Affäre[Bearbeiten]

Die gesamten im Besitz des Freistaates Bayern befindlichen Hotels wurden in den 1950er Jahren an den Großhotelier Albert Steigenberger verkauft. Vom Engagement des aufstrebenden Hotelkonzerns Steigenberger versprachen sich die Berchtesgadener Politik und Wirtschaft eine Belebung des Tourismus. Bis zur Freigabe durch die Amerikaner sollte Steigenberger die jährliche Ausgleichszahlung des Bundes erhalten, der Kaufpreis an den Freistaat konnte in Raten – die geringer waren als die jährliche Entschädigung – bezahlt werden. Es wurde vermutet, dass der Vertrag durch eine großzügige Spende Steigenbergers zum Wiederaufbau der Münchner Residenz begünstigt wurde. Beide Seiten waren aber bald unzufrieden: der Rechnungshof des Freistaates bemängelte den zu geringen Kaufpreis, Steigenberger beklagte die andauernde Belegung durch die Amerikaner. Hinzu kam, dass der Bund die Ausgleichszahlungen einstellte, da sich die Rechtsauffassung geändert hatte. Die Hotelaffäre endete nach Bekanntwerden in der Presse 1964 mit der Rückabwicklung des Vertrages.

Abzug der amerikanischen Streitkräfte[Bearbeiten]

Mit Abzug der amerikanischen Streitkräfte und der damit verbunden Auflösung des Armed Forces Recreation Centers ging 1996 auch die Nutzung der ehemaligen NSDAP-Liegenschaften an den Freistaat Bayern über. Nach Maßgabe eines Zweisäulenkonzepts des früheren bayerischen Finanzministers Kurt Faltlhauser (CSU) hat die bayerische Staatsregierung daraufhin beschlossen, auf diesem Areal ein Hotel der Luxusklasse sowie ein Zentrum zur Dokumentation der während der Naziherrschaft begangenen Gräuel zu errichten, um das Entstehen einer Pilgerstätte für Rechtsextreme zu verhindern[13] und einen Gegenpart zur „kommerziellen Ausbeutung“ des Standorts einzurichten.[14]

Dokumentation Obersalzberg[Bearbeiten]

Dokumentation Obersalzberg
Hauptartikel: Dokumentation Obersalzberg

1999 wurde unmittelbar neben dem Parkplatz und der Bushaltestelle zum Kehlsteinhaus das Museum bzw. Bildungseinrichtung Dokumentation Obersalzberg eröffnet. Sie stellt die Geschichte Obersalzbergs während der Zeit des Nationalsozialismus und die Verbindungen zur gesamten nationalsozialistische Politik dar, um damit u. a. auch den bis dahin allein auf „kommerzielle Ausbeutung“ bedachten Fremdenverkehrsinteressen und dem damit verbundenen Verkauf von „Geschichtsmüll“ entgegenzuwirken.[14] Die Institution bezieht Teile der noch erhaltenen Bunkeranlagen ein, die zu besichtigen sind.

Am 19. Juli 2010 wurde der 1,5 millionste Besucher und am 18. Juli 2013 der 2 millionste Besucher dieses Dokumentationszentrums begrüßt.[15]

Hotelneubau[Bearbeiten]

Das Fünf-Sterne-Superior-Hotel InterContinental Berchtesgaden Resort wurde im Jahr 2005 eröffnet. Anknüpfend an die touristische Tradition von Obersalzberg vor dem Dritten Reich hat das luxuriös ausgestattete Hotel bereits einige Auszeichnungen erhalten, machte aber 2009 vor allem durch seine Millionenverluste von sich reden, die wiederum die bereits wegen ihrer Spekulationen angeschlagene BayernLB in weitere Bedrängnis brachten.

Abtragung von Teilen des historischen Wegenetzes[Bearbeiten]

2009 wurden Pläne der Bayerischen Staatsforsten bekannt, wonach das historische, mit Schwarzdecken versehene Wegenetz in Obersalzberg den Anforderungen der Forstwirtschaft angepasst und komplett durch auch für 40 Tonnen schwere Transportmaschinen tragfähige Schotterwege ersetzt werden soll. Dies stößt u. a. auf Widerspruch des SPD-Ortsvereins Bischofswiesen, der die Bausubstanz aus der Nazi-Zeit nach Maßgabe des Denkmalschutzes für schützenswert hält und deshalb weniger radikale Lösungen anstrebt, die nur noch die Nutzung leichterer Transportmaschinen auf dann neu mit modernem Asphalt versiegelten Abschnitten vorsehen. Besonders hebt die SPD aber die touristische Bedeutung der familien- und behindertengerechten Wege hervor, die gerne von Radfahrern und Wanderern genutzt werden.[16] Das Obersalzberg-Institut plädiert dafür, dass der „Ensemblecharakter des Kehlsteinhauses mit der historischen Fahrstraße und das zugehörige Wegenetz wegen ihrer politischen Bedeutung als Ort der nationalsozialistischen Machtentfaltung erhalten werden“ solle.[17][18]

Nachdem 2009 die bayerischen Staatsforsten ihr Vorhaben aufgrund der Denkmalschutzeinwände stoppen mussten, wurde im Mai 2010 bekannt, dass sie lediglich in Absprache mit dem Landratsamt Berchtesgadener Land damit begonnen hatten, in einigen Teilabschnitten den von ihr nunmehr als „giftig“ bezeichneten Teer abzutragen, weil er Schadstoffgrenzen um ein Siebenfaches überschreite. Nach Ansicht des Landratsamtes handelte es sich bei diesen Abschnitten zudem nicht um Denkmäler im Sinne des Bayerischen Denkmalgesetzes.[19]

Sender Kehlstein/Obersalzberg[Bearbeiten]

In der Gemarkung Obersalzberg steht ein Sender der Deutschen Funkturm GmbH, der als Füllsender für den Rundfunk im Talkessel von Berchtesgaden errichtet wurde. Der Sender wird für die Abstrahlung der UKW-Signale verwendet:

Programm Frequenz Leistung (ERP) RDS PS
Bayernwelle SüdOst 89,3 MHz 0,1 kW BAYWELLE
Antenne Bayern 105,5 MHz 0,1 kW ANTENNE

Musik[Bearbeiten]

Georg Freundorfer widmete Obersalzberg während der Zeit des Nationalsozialismus den Marsch Gruß an Obersalzberg. Heute ist der Marsch unter dem Titel Gruß an Oberbayern bekannt.[20]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Florian M. Beierl: Hitlers Berg. Geschichte des Obersalzbergs und seiner geheimen Bunkeranlagen. Verlag Beierl, Berchtesgaden. 3. Auflage 2010. ISBN 3-929825-05-8.
  •  Ulrich Chaussy, Christoph Püschner: Nachbar Hitler: Führerkult und Heimatzerstörung am Obersalzberg. 6. erweiterte Auflage. Ch. Links Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-86153-462-4 (7. überarbeitete und aktualisierte Auflage, 2012, ISBN 978-3-86153-704-5).[21]
  • Die tödliche Utopie. Bilder, Texte, Dokumente, Daten zum Dritten Reich. Hrsg. von Volker Dahm, Albert A. Feiber, Hartmut Mehringer und Horst Möller. 6. durchgesehene Auflage, München 2011, ISBN 978-3-9814052-1-7 (Veröffentlichungen des Instituts für Zeitgeschichte zur Dokumentation Obersalzberg).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Obersalzberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 434
  2. Die Dokumentation Obersalzberg bei Berchtesgaden, siehe 5. Absatz, online unter obersalzberg.de
  3. Siehe auch Hellmut Schöner: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. 1973, S. 202.
  4. Joachim Fest: Hitler. Eine Biographie. 2002, S. 445–447.
  5. Institut für Zeitgeschichte München-Berlin: Der Obersalzberg als Ort der Zeitgeschichte.
  6. hotel-zum-tuerken.de Zur Schreibung des Namens Hotel „Zum Türken“
  7. Siehe englische Ausgabe von Adolf Hitler, Current Biography 1941, S. 384
  8. Diese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, ist auf volle Millionen gerundet und bezieht sich auf den zurückliegenden Januar.
  9. ohne Beleg
  10. a b obersalzberg.de Zur Geschichte des Führersperrgebiet mit Abbildungen
  11. Österreichisches Staatsarchiv: Berchtesgadener Abkommen
  12. Website der Obersalzbergbahn
  13.  Katharina Wiechers: Pleiteprojekt. Der Millionenverlust am Obersalzberg. In: Augsburger Allgemeine. 27. Mai 2009 (Webarchiv, abgerufen am 27. Oktober 2009).
  14. a b „Täterort“ und historische Aufklärung. Vortrag von Dr. Volker Dahm (Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte; München-Berlin, fachlicher Leiter der Dokumentation Obersalzberg) anlässlich eines Symposiums in zwei Teilen (5. bis 7. Dezember 2002, 16. bis 17. Januar 2003), nachzulesen im Tagungsband S. 198–210, Zitat S. 199 f. (online auf ns-dokumentationszentrum-muenchen.de; Direktlink zur PDF-Datei mit 1652 Kb in der aufgerufenen Seite).
  15. obersalzberg.de Zur Entwicklung der Dokumentation Obersalzberg
  16. SPD-Ortsverein Bischofswiesen: SPD will die Kehlsteinstreifenwege erhalten
  17. Obersalzberg-Institut: Gesprächsrunde zum Umgang mit dem historischen Kehlsteingebiet, 22. Mai 2009.
  18. Wirtschaftlichkeit gegen Denkmalschutz, Berchtesgadener Anzeiger vom 3. Juni 2009.
  19. Kampf dem Teer und der Geschichte. Berchtesgadener Anzeiger, 22. Mai 2010.
  20. Titelverzeichnis auf dismarc.org.
  21. Blick ins Buch

47.63111111111113.055833333333Koordinaten: 47° 38′ N, 13° 3′ O